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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wendepunkt in meinem Leben (Bericht 2)


harzlandy
09.11.2003, 15:05
Hallo Landy-Freunde,
Meinen Touareg fuhr ich fast acht Wochen, war ihn wohl schon überdrüssig, weil in einer Off-Road Zeitschrift einen noch besseren ich endeckt hatte, also heimlich zum LR-Händler geschlichen und mir den neuen Range-Rover angeguckt, super, aber auch super Preis.
Wie dieses meiner Frau klar machen, schon wieder wechseln, wieder Geld in den Sand setzen?. Nein das würde meine Frau nie und nimmer mitmachen, also abschminken war angesagt, ging nach Hause, aber nach zwei Tagen wurde ich schon wieder unruhig, was war denn bloß los mit mir? nichts mehr normal in meinem Kopf, musste ich schon insgeheim zugeben."Autos sind eine Geldvernichtungsmaschine" Weiß ich denn noch eigentlich was ich will, nach was suche ich so lange schon, will ich meine insgeheime Wünsche verwirklichen die Jahrelang in mir schliefen, oder muß ich ein Auto besitzen das neueste vom neusten was mein Nachbar noch nicht hat? Kurzum ich musste wohl, denn ich hab anschliessend meine Frau zum LR-Händler gezerrt um ihr mein Traumauto zu zeigen, als sie vor dem Neuen Range stand den Preis 85000 Eura sah, sagte ihr Gesichtsausdruck alles. Kam nicht in die Tüte, war eigentlich auch von vorneherein klar nicht schon wieder Geld verlieren wegen meiner Unzufriedenheit.
Sie wollte mich aber nicht zu stark kränken und lief noch eine Zeitlang im Verkaufsraum umher um anschliessend mich vom Autohaus loseisen zu können, dabei umstreifte sie einen Defender 110 SW sah das Preisschild von 29000 Euro und meinte zu mir "warum nimmst du nicht so einen"?
So einen? erwiderte ich, Du willst doch nicht ernsthaft so ein Auto haben? Denn einiges wusste ich schon aus diversen Berichten, kalt, laut, Langsam, das ist kein Auto für alles/ Autobahn/ zum Bäcker fahren, täglich zur Arbeit hin und her da braucht man ja noch ein anderes Auto für angenehme Fahrten oder nicht? Aber irgendwie hat der "Defender" mich gefangengenommen ich begutachtete ihn genauer,auch von unten und siehe da, da war wieder diese große Kugel als Radaufhängung so wie vor 30 Jahren ich diese Robustheit schon mal endeckt hatte. Wir nahmen innen Platz und er gefiel meiner Frau und mir sowieso. Also tage später Probefahrt, Fahrgefühl usw. es war als ob ich in eine andere Welt abtauche, so laut alles, nicht durchzugstark überall klappert es, im Cokpit nur einfache Rundinstrumente, Heizungshebel wie bei meinem ersten VW- Variant aber ein Fahrgefühl wie ich es schon sehr, sehr lange nicht mehr erleben durfte. Plötlzich bemerke ich, daß die anderen wie wild am überholen sind, vor mir die Strassen frei werden, weil die anderen so schnell sein müssen und ich endlich Stressfrei fahre, kaum noch das Autoradio einschalte und mich eher mit meiner Frau unterhalte weil so "Stressfrei" es sonst zu langweilig wäre. Jetzt merke ich auch, dass ich unter meinem Hintern fast zwei Tonnen bewege und gehe auch dementsprechend damit um. Meine Frau fährt gerne bei mir mit, trotz ihrem so geliebten VW- Polo, man sitzt im Defender halt über den Dingen (Höhenmäßig) und langsam ist er auch noch, was zur beruhigung bei meiner Frau einen hohen Stellenwert hat.
Endlich werden in meinem Kopf altgehegte Wünsche war, auf Reisen gehen, im Dachzelt übernachten, mit Gleichgesinnden sich austauschen, wieder ein Hobby zu haben, am Auto schrauben, planen, ändern. Ein Auto zu lieben und zu hassen wenn es probleme macht, aber jeder Verdruss ist schnell vorbei wenn ich am nächsten Morgen zur Türe hinaustrete und dieses eckige, kantig wuchte Auto wieder erblicke. Spaltmaße an Karosserie und Cokpit sind vergessen, alles verzeihe ich diesem Auto, Lenkradius, Sitze, Getrieberasseln, der zweite Gang geht bei Minusgraden fast nicht rein, war deswegen mit etwas schlechtem Gewissen beim LR-Händler, denn ich weiss, er wird sagen "alles Defenderspezifisch"
Eines weiss ich jetzt schon, meinen Frieden in Bezug Auto habe ich endlich gefunden!
Ich habe wohl auch schon die " Defendomanie"

PS. und das ist auch nach fast einem jahr so geblieben.

JonnyC
17.11.2003, 14:18
Hallo, ich bin neu hier.

Ich fand diesen Bericht wunderschön und sah mich veranlaßt, dazu einige Gedanken zum Besten zu geben.

Ich habe 4 Kinder, wir sind also häufig zu sechst unterwegs. Imw esentlichen Kurzstreckenfahrten mit Ausnahme von wneigen Wochenendausflügen. Zweimal im Jahr fahren wir in unser Ferienhaus nach Schweden (1500 km) , welches mitten im Wald (keine befestigten Straßen) liegt. Dort haben wir ein großes Schlauchboot, welches auf dem Hänger an die jeweiligen Seen zum Slippen gezogen wird.

Derzeit fahren wir einen T4 mit 111kw. Der Leasingvertrag läuft aus, und wir schwanken, welches neue Auto wir kaufen sollen, einen Defender oder den neuen T5.

Wie von harzlandy so schön beschrieben, ging es mir auch darum, im neuen T5 auf der Autobahn schnell und komfortabel fahren zu können. Die Kinder sitzen bequem und sicher und können dank der Verstellmöglichkeiten der Sitze auch schlafen. 12V-Steckdosen für
Walkman, ein Tisch zum Spielen und Unterbringen der vielen Sachen sind auch vorhanden. Die Nachteile des T5 liegen auf der Hand: Groß (5 Meter lang), schwer und wanhsinnig teuer. Zum Parken in der Stadt, bei Schule Kindergarten und Sportverein. eher ungeeigent, da bei dieser Größe kaum Parkplätze vorhanden.
Wie von harzlandy zutreffend berichtet, lockt das Leistungsvermögen, schnell fahren zu können. Aber ist es wirklich erstrebenswert mit vollem Urlaubsgepäck und 6 Personen an Board mit 180 km/h über die Autobahn zu brettern?

Den Defender Station haben wir probegefahren. Den Durchzug des 126-PS-Motors fanden wir gar nicht schlecht. 150 km/h fährt er auch, wenngleich er dann ein wenig schwimmt. Platz hätten wir, insbesondere bei Kurzstreckenfahrten reizt die Möglichkeit, auch zu neunt (Fußballverein!) fahren zu können. Dass er keine Aibags hat, ist betrüblich (oder nicht?), wie es zur Sicherheit überhaupt wenig Infomationen gibt. Oder spielt das in einem Auto, mit dem man selten schneller als 130 km/h fährt, keine so große Rolle?
Wie läßt sich das Auto beladen, wenn wir einen der hinteren Quer-Sitzpläte benötigen? Kann man das Gepäck hinten so sicher verzurren, dass auf dem einen Querplatz ein KLind sicher mitreisen kann?
Oder sollte man den großen Dachträger mitbestellen und das meiste Gepäck dort hineinpacken?

Es wäre schön, wenn jemand Lust hätte, mir bei unserer Entscheidungsqual etwas zu helfen. Dass der Defender mit einem normalen Auto nicht vergleichbar ist, weil Klappern, Feuchtigkeit etc. normal ist, weiß ich. Auch der große Wendekreis und das dichte Sitzen an der Türe ist mir bekannt. Ich fände es reizvoll, einen der letzten noch gebauten Oldtimer zu kaufen, mir hat das Auto schon immer gut gefallen. Nur: Es muss für uns halt für unsere Familie machbar sein.

Viele Grüße, Jonny

harzlandy
17.11.2003, 15:37
Hallo Jonny,

hat mich sehr gefreut dass Dir mein Beitrag gefallen hat und Du darauf geantwortet hast.Danke!

Nun zu einer eventuellen Entscheidungshilfe;
Wenn Deine Frau mit dem Defender fahrtechnisch klar kommt und ihn ein wenig ins Herzen schliessen kann, kommt der Rest von selbst, Tag für Tag ein neues Erlebniss mit so einem urigen Kultauto der seine Vorzüge nicht im Komfort sondern im Unterbau (Antriebsstrag) und als Erlebnissauto hat.
In punkto Tempo; wirst Du nacher eh nicht schneller als 100 fahren wollen.
Schon alleine der Kinder wegen fiele bei mir die Entscheidung für den Landy "es macht so viel Spass für die kleinen"
In Deinem Fall schlage ich Dir vor, geh zum Händler sag im Deine Alternative und lass Dir kostenlos den Landy mindestens für ein WE zum probefahrern geben mach` nen WE- Tripp
mit allen Kindern und Frau und mach danach einen grossen Famielienrat.

JonnyC
17.11.2003, 16:33
Hi Ingo,
Dein Bericht war wirklich schön. Er beschreibt so richtig, was auch beim Autokauf in mir vorgeht. Immer diese Zweifel, wenn man sich mal entschieden hat.

Wir hatten den Defender von Freitag auf Samstag und sind alle darin gefahren. Die Kinder waren total begeistert, saßen natürlich alle gleich hinten auf den Quersitzen. Meine Frau war nach diversen Unkenrufen von allen Seiten vor der Probefahrt skeptisch. Danach war sie ganz angetan, dass es so schlimm gar nicht war. Alls wir dann direkt zum VW-Händler gefahren sind und uns in den T5 setzten, stellte sie fest, dass zwar die Sitze bequemer sind,. man jedoch nach vorne noch schleter sieht als im T4. Im Augenblick ist meine Frau ehe für den Defender, und ich im Zweifel.
Mir ist noch nicht klar, ob man das mit der reduzierten Sicherheit (keine Airbags etc) riskieren kann und ob man den Defender auch vernünftig beladen kann, wenn ein Kind auf einem der hinteren Querplätze sitzt (ich würde den SE mit den hinteren Einzelsitzen und Vollausstattung nehmen).

Bei 4 Kindern hat man doch jede Menge Gepäck dabei.

Vielleicht kann mir ja jemand dazu ein paar Tipps geben.

Servus, Jonny

ThomasM
18.11.2003, 04:22
Irgend wie kommisch aber euere Berichte könnten zusammen das ergeben was ich gereade durchlebt habe. Als Vater von 4 Kindern und leidenschaftlicher Porschefahrer habe ich meinen 911 am Anfang des Jahres gegen einen Porsche Cayenne umgetauscht. Ein wirkliches Hammer Auto, fahrspaß pur, qualität und sicherheit jenseits von gut und böse.... aber irgend wann kam doch mein schlechtes Gewissen und der praktische Gedanke durch. Ein Verbrauch von bis zu 30 L (einmal über die Autobahn huschen) und ständig im Kopf zuhaben das Auto sorgfältig zubehandeln (hier wird kein Eis gegessen und schon garnicht gekrümmelt...) und wenn ich mein Fahrrad mit genommen habe brauchte ich ca. 5 Minuten um alles umzuklappen. Wo war die Alternative? Van fahren? Auf keinen Fall.... Da kam mir der Defender in den Kopf. Irgendwie habe ich ihn immer schon gemocht, aber nie den Wunsch richtig formuliert... Also hin zum Händler und eine Probefahrt gemacht, und was soll ich sagen... gekauft.. Jetzt bekomme ich einen LandRover Defender 110SE (ende dieser Woche). Meine Kinder waren begeistert und hätten ihn am liebsten in Tarnfarbe genommen. Einziger Hacken bis jetzt ist mein schlechtes Gewissen bezüglich Sicherheit, keine Airbags, wo sind die Test bezüglich des Crasch verhaltens... Zur Zeit trötste ich mich damit das ich nicht schneller als 100 Km fahren werde (sonst zu laut), durch den enormen Fahrspass habe und das sichmein verhältnis zu meinen Kids deutlich entspannen wird. Jetzt suche noch das richtige Navi...
Allerdings muss ich zugeben das ich den Cayenne wieder eingetauscht habe gegen einen 911, so ganz los lassen kann man doch nicht....
Ich werde also von mir hören lassen sobald der Praxis test begonnen hat....

buckybleichert
18.11.2003, 11:09
Hallo allerseits, da schwirrt einem so ein bißchen der kopf, bei den alternativen die da zur debatte stehen... allerdings, ich kann es nicht leugnen, eine ähnlich abstruse findungsphase habe ich auch hinter mir. bisher bin bmw 320d gefahren, super auto, schnell,zuverlässig und geringer verbrauch! aber, der ist leider ein wenig "banal". dann kam der hund (labrador), der mochte den bmw zwar auch, aber der wagen hat schon etwas gelitten, das spür ich jetzt bei der leasing-rückgabe am portemonnaie. ausserdem hat sich irgendwie bei mir und meiner freundin herauskristallisiert, dass wir lieber mit dem auto und dem zelt in den urlaub fahren, als mit hartschalenkoffer und flieger. der letzte urlaub mit dem bmw und hund in der bretagne hat uns jeden tag vor neue herausforderungen bei der unterbringung der ausrüstung gestellt (es musste gehen) kein vergleich zu diesem entspannten urlaub dieses jahr, auch bretagne, aber landrover defender sw 110td5! in der zwischenzeit hatten wir kurzfristig über einen vw t2-t4 nachgedacht, aber das habe ich nicht über mich gebracht. ich kan nur sagen, bis jetzt habe ich meine entscheidung keine sekunde bereut! übrigens, zu den gängigen vorurteilen: ich glaube in kaum einem wagen sitzt man auf weiten strecken so ergonomisch wie im defender. aber mit sechs personen 1500km nach schweden, ich glaube das demjenigen der auf der querbank sitzt bald die lust vergeght!? also einzelsitze hinten auf jeden fall. fürs gepäck gibts den dachträger!? zur sicherheit: ich glaube den aufprall eines 2,8t fahrzeug mit stahlleiterrahmen muß der unfallgegner erstmal verdauen, es ist halt doch ein recht traditionelles fahrzeugkonzept.

JonnyC
18.11.2003, 11:12
Hallo Thomas,

man glaubt es kaum. Auch ich habe einen Porsche 911, ein 996 Cabrio. Ich würde den aber nicht gegen das Familienauto eintauschen. Wir haben zusätzlich derzeit den T4 für die Familie. Als ich mir die Preise vom T5 so angesehen habe (mit ein wenig Ausstattung locker über 40.000.- EUR für den mittleren, weit über 40.000.- EUR für den großen TDI-Motor) kam mir auch in den Sinn, dass der kleine Cayenne 46.500.- kostet. Daran merkt man, wohin VW mit der familienpolitischen Preisgestaltung beim Familienauto der Familienautos überhaupt, dem VWBus, gekommen ist. Unfassbar!)
Den T4 fand ich gerade richtig. Auch der bereitet Dank des starken 111kw-Motors und des rel. geringen Gewichts viel Fahrspaß. Es passt sehr viel rein, die Kinder sitzen perfekt und es gibt genügend moderne Sicherheit. Aber, es gibt ihn halt leider nicht mehr. Man mußte bei VW ja diesese aufgepeppte Riesenmonster T5 zum Horrorpreis bauen.

Unsere Symphatien stehen derzeit stark für den Defender Station. Ich bin mir aber nach wie vor unsicher, wie man das Fehlen der Airbags zu bewerten hat. Wir sind halt als Familie wohl eher untypische Defenderinteressenten, haben mit Offroad und Sahara-Durchquerungen wenig am Hut. Ich schätze, dass dabei ein Airbag eher hinderlich wäre.

Dass man nur 100 -130 km/h fährt, beruhigt m.E. weniger. Denn die meisten Unfälle mit Verletzungen passieren im innerörtlichen Verkehr, wo selten schneller als 100 km/h gefahren wird. Was passiert im Falle eines Unfalls mit den hinten quer sitzenden Kindern? Dazu findet man in den Foren leider nichts. Auch die Reaktionen auf diesen Thread sind eher spärlich.
Hast Du diese Bedenken alle verdrängt?

Servus, Jonny

JonnyC
18.11.2003, 11:31
Hallo blackybleichert,

sorry, Dein Posting hatte ich vorhin nicht gesehen, Es gibt bei CCC-Parts einen normalen Sitz für ganz hinten, der in Fahrtrichtung montiert und auch geklappt werden kann. Wie es da mit dem Gurt aussieht, konnte ich nicht erkennen. Andererseits können sich die, die auf dem Quersitz reisen müssen, ja auch abwechseln. Ich denke, dass das machbar ist, die Kinder sitzen ja sehr gern da hinten.
Die feste Konstruktion des Defenders bwirkt im Falle eines Unfalls zwar, dass er äußerlich weniger Schaden zu nehmen scheint, jedoch sind die durch den Aufprall im Innenraum wirkenden Kräfte umso höher, je weniger Energie durch eine Knautschzone abgebaut wird. Es gab vom ADAC vor Jahren mal Crashtests mit einem Nissan Patrol gegen einen VW-Golf. Der Patrol schien zwar nur gering beschädigt. Jedoch überlebte der Fahrer (Dummy) wegen einer abgebrochenen Lenksäule nicht. Die Kräfte im Innenraum waren enorm hoch. Der Golf wurde zwar völlig zerstört, die Insassen hatten jedoch Überlebenschance. Im zweiten Test trat der Patrol mit neuer Lenksäulenkonstruktion an. Die hielt zwar jetzt, aber dennoch waren die Überlebenschancen der Insassen aufgrund der hohen Kräfte gering. Ich will den Defender bestimmt nicht schlecht machen. Mich hätte nur interessiert, welche Rolle diese Sicherheitsproblematik bei Eurer Kaufentscheidung gespielt hat. Oder sieht das beim Defender ganz anders aus? Ich habe zu diesem Thema so gut wie keine Informationen gefunden.

Servus, Jonny

ThomasM
18.11.2003, 11:55
Das scheint eine interessante Wendung zubekommen! In wie weit geht das Sicherheits Verhalten des Auto auf die Kaufentscheidung ein? Bei all meinen bis herigen Autos war Sicherheit ein bestimmener Faktor. Nur diesmal nicht. Warum? Wenn man 4 Kinder hat und am Wochenende gemeinsam verreisen will, stehen fast nur Van's zur Auswahl. Um ehrlich zu sein, irgend wo fehlte mir dort die vermeintliche Individualität. Man macht alles mögliche in der Woche um seine Familie zu ernähren und zur Belohnung setze ich mich dann in einem Van (natürlich ist es schon genung Belohnung mit seiner Familie das Wochende verbringen zu können :-)). Irgend wie konnte ich mich nicht dazu durch ringen. Natürlich habe nach der Probefahrt versucht alles zu dem Thema herraus zufinden und nichts gefunden.
Am Ende habe ich meine Bedenken diesmal zur Seite gewischt und hoffe das nicht passiert und ich mir am Ende irgend welche Vorwürfe machen muss.
Trotzdem würde ich mir wünschen mehr zu diesem Thema zu erfahren um vielleicht die Sicherheit erhöhen zu können. (oder den Wagen zu tauschen, wenn man das vom Nissan hört).
Vielleicht passiert ja irgend wann mal ein Wunder, das es ein echtes Spass Auto für grosse Familien gibt.
Thomas

JonnyC
18.11.2003, 13:07
Hi Thomas,

die Hoffnung, dass es irgendwann ein großres Spaßauto für (große) Familien geben wird, kannst Du vergessen, Es wird immer nur Hutschachteln für 4 Leute oder Omnisbusse für für eine ganze Baustelle geben. Hast Du schon mal ein Haus für eine sechsköpfige Familie gesucht? Die Großfamilie muss schaun, wie sie klar kommt. Nur von den Renteneinzahlungen unserer Kinder, da profitieren sie später alle gern.

Der Defender kommt dem Familien-Spaß-Auto schon sehr nahe. Das Thema Sicherheit spielte beim Kauf unserer bisherigen Familienkutschen (1xT3, 2xT4) deshalb keine Rolle, da sie immer auf dem Stand der Sicherheitstechnik waren. Wenn man aber statt den nächsten Schritt zu noch mehr Sicherheit (der T5 hat nun auch hinten Kopfairbags) zu gehen, einen Rückschritt in die fast steinzeitliche Sicherheitsausstattung ohne Airbags, Kanutschzone etc. macht, dann ist das schon zumindest mal eine Überlegung wert.

Da wir die VW-Busse immer gern gefahren sind (Van hin oder her), bin ich hin - und hergerissen, was ich tun soll. Ich habe den Defender ohnehin nur in die nähere Auswahl gezogen, weil der T5 kein richtiger VW-Bus mehr ist, sondern ein Luxus-Van. Ich brauche mit meinen 4 Kindern keinen Luxus, sondern uneingeschränkte Strapazierfähigkeit der Innenausstattung,, aber auch einigermaßen Sicherheit zum Schutz der Familie im Ernstfall.

Servus, Jonny

Harald
18.11.2003, 13:11
Hallo,zusammen,
ich verfolge gerade die Ansichten und Einsichten zur Sicherheit und zur Wahl zwischen VW-Bus und Defender.
Meine Erfahrung: Wir hatten einen VW Multivan mit 111 kW. Damit waren wir immer schnell unterwegs. Inzwischen ist der VW verkauft und wir sind happy mit dem Defender (lief ein Jahr parallel zum VW).
Natürlich ist der Defender beim Crash nicht so sicher. Aber: Die Wahrscheinlichkeit für einen Unfall dürfte geringer sein, weil man im Defender einfach gelassener, ohne Agressionen fährt. Mit dem VW bin ich in 4 Stunden von Mü nach Koblenz gehetzt. Scvhweißgebadet. Mit dem Defender fafhre ich eine halbe bis dreiviertel Stunde länger,genieße und bin erholt. Und Stress ist nun mal die Haupt-Unfallursache.
Grüße Harald

JonnyC
18.11.2003, 13:26
Hallo Harald,

nach dem Beitrag habe ich gesucht, zum direkten Vergleich.

Hast Du Kinder? Wie war es, als ihr nicht mehr mit dem T4, sondern mit dem Defender in den Urlaub gefahren seid? Habt Ihr Euren Krempel im Defender untergebracht?

Mir ging es übrigens genauso. Ich bin mit dem T4 trotz voller Besatzung und Urlaubsgepäck volles Rohr gefahren (der geht ja gute 180) und habe mir nachher immer Vorwürfe gemacht.

Grüße, Jonny

Harald
18.11.2003, 15:09
Hi, Jonny,
wir haben Zwillinge (6 Jahre). Im Dewfender bekommen wir mehr Krempel unter als im T4-Kofferraum (also hinter der letzten Sitzreihe). Vor zwei Jahren hat meine Frau nach einer Probefahrt mit dem Defender gemeint: Nur über ihre Leiche. Vor ein paar Wochen kam von ihr der Vorschlag, den VW zu verkaufen...
Wir sind mit unserem Defender in diesem Jahr über 40.000 km gefahren. Mussten alle Fahrräder (4 Stück) mit, kam ein kleiner Anhämnger dran. Und wenn es wirklich mal eng wird mit Gepäck, komt eine Box auf den Dachträger.
Nächstes Jahr fahren wir mal für eine Woche an die Nordsee (1.000 km). Ich denke,wir werden eine Stunde länger als im VW unterwegs sein - aber ganz vielLandschaft sehen.
Die Kids sind sowieso vom Landy begeistert.
Nachtrag zum Aggressionsverhalten auf der Straße: Da gibt es keine Machtkämpfe zwischen Marken - wer überholt, sieht sich den Landy lächelnd an. Bin ich ausnahmsweise mal auf der Überholspur, gibt es keine drängelnden BMW, Mercedes oder Porsche. Die bleiben ganz lieb hinter mir.
Vielleicht leben deshalb noch so viele Landys.
Gruß Harald

JonnyC
18.11.2003, 15:46
Hi Harald,

danke für`s nochmalige Feedback. Da 4 Kinder muss bei uns eines hinten quer sitzen, ggf. abwechselnd mit den anderen. Da stellt sich für mich die Frage, wie kann ich hinten ordentlich laden und trotzdem auf einem Quersitz genüggend Platz lassen? Für die Trennung zur Rückbank gibt es das Hundegitter. Aber eine vertikale Trennwand-/gitter gibt es vermutlich nicht?
Mit Hänger möchte ich ungern fahren, weil man dann nur 80 fahren darf. Welchen Gepäcktrager und welche Dachbox verwendest du?
Sollte man zunächst mit den Seriensitzen fahren oder gleich auf die Scheelmann umrüsten?
Ich frage deshalb, da ich keinen SE nehmen würde, wenn ich auf die Scheelmannsitze umrüste. Denn in Leder sind mit die Scheelmann zu teuer. Somit würde die Stoffsitzeausstattung des S reichen.
Bei www.matzker.de (Ausstattung/Technik) gibt es interessante Angebote dazu. Die Serien-Vordersitze kann man dann hinten montieren lassen.
Da Du auch aus Bayern kommst, kennst Du vielleicht einen Händler, der diese Sitzkombinationen auch anbietet. Dann bräuchte man nciht nach Köln fahren.

Servus, Jonny

Harald
18.11.2003, 18:29
Hallo,Jonny,
das mit den 80 fahren mit Hänger nehme ich ehrlich nicht ganz so ernst - der Hänger ist ein Leichtgewicht.
Mit den Original-Sitzen bisher keine Probleme.
Dachträger ist Eigenbau - schau mal in die Gästegalerie bei Blacklandy und in die Technik unter Dachträger.
Oder noch besser: Wenn du auch aus dem Bayernland bist - treffen wir uns einfach mal.

Gruß Harald

harzlandy
18.11.2003, 21:49
hallo Jonny,

Harald hat recht mit dem drängeln anderer Fahrer dem ist nicht mehr so seit ich den Defender fahre.
Wenn Du viel Strasse fährst würde ein ABS wohl von Vorteil sein.
Ich bin mir nicht sicher aber mit ABS dürftest Du wohl mit Anhänger 100 fahren dürfen und sicherer ist es beim bremsen auch, bei meinem 90er ohne ABS versucht das Heck auszubrechen, werde nachforschen ob Bremskraftregler hinten Sinn machen.

Elise
21.11.2003, 09:51
Moin zusammen! Zum Thema Gepäck + Kinder im Laderaum: Ich hatte kürzlich 2 Zentner Kartoffeln, div. Kartons Wein und sonst noch allerlei aus der Pfalz nach HH zu transportieren. Ich habe dann möglichst viel in die Mitte gestaut, Rückbank umgeklappt und die Kinder dahinter plaziert, so dass sie bei einer Vollbremsung nicht zerquetscht werden... Aber so ein richtig gutes Gefühl hatte ich dabei nicht :( . Nun fahre ich in den Urlaub regelmäßig mit dem Wohnwagen, da stellt sich das Gepäckproblem nicht so sehr. Mit den sechs vorhandenen Zurrösen lässt sich allerdings einiges sichern. Schafft Euch ein vernünftiges Netz an, um alles zusammenzuhalten.
Ansonsten fahre ich, seit es "Elise" gibt viel entspannter und damit auch sicherer, es gibt kein Genöle und Generve mehr von den "billigen Plätzen", jeder hat sein ausreichend großes Reich, und, auch wenn die Fahrt viel länger dauert, sind alle traurig, wenn wir schon da sind.
Haltet mich bitte nicht für verantwortungslos und denkt nicht, dass mir meine Kinder egal sind. Soweit möglich tu ich alles, um auch im Defender für ihre Sicherheit zu sorgen (Kindersitze, Kopfstützen), aber ich glaube, das Wichtigste ist, vorausschauend und defensiv zu fahren und nicht wie ein gesengter über die Autobahn zu brettern. Und da ist der Defender das richtige Auto. Man hat perfekte Übersicht und kann nicht schnell fahren. ABS ist allerdings ein Muss!!!
Betr.: Hänger mit 100: Voraussetzungen sind soweit ich weiss
Verhältnis Leergewicht Zugf.:ZGG Hänger 1:0,8
Schlingerdämpfung
ABS
Radstoßdämpfer am Hänger(?)
Reifen am Hänger max. 6J. alt
Ich habe die Zulassung, wg. Wohnwagen, nutze sie aber eher selten aus (wg. Gemütlichket und Spritverbrauch)
In diesem Sinne
Viele Grüße
Christoph

JonnyC
21.11.2003, 11:25
Hallo Christoph,

ich habe inzwischen auch weiter recherchiert.

Wir haben das Problem zu lösen, wie man zu sechst in den Urlaub fahren kann und alle einigermaßen sicher sitzen können.
Mit dem stabilen Gepckgitter läßt sich der komplette Kofferraum nutzen und voll laden. Ich würde das Gepäck zusätzlich immer mit Spanngurten verzurren, das machen wir jetzt im T4 auch schon so. Dann die Kopfstützen in die hintere Rückbank einbauen lassen, ist auch klar.
Man könnte doch nun einen der hinteren Quereinzelsitze vorne in der Mitte statt der Box montieren. Der Sitz war früher im Zubehörprogramm enthalten (warum eigentlich heute nicht mehr?), er müßte daher samt Gurt problemlos montierbar sein, oder nicht?

Bleibt nur noch das Problem der Beckengurte des vorderen mittleren Sitzes und des Platzes in der Mitte der Rückbank. Kennt jemand einen Kindersitz, den man nur mittels des Beckengurts befestigen kann? Oder hat jemand eine andere zündende Idee?

Ich dachte auch schon an eine Lösung mittels Hosenträgergurt. Man müßte eine Befestigungsmöglichkeit für die hintere Halterung schaffen, entweder durch ein Gewinde am Wagenboden oder ähnlich. Vielleicht läßt sich so etwas auch mittels Dreipunktgurt machen. Es soll ja nur ein vernünftiger Kindersitz auf dem Mittelsitz bzw. auf dem mittleren Platz der Rückbank sicher befestigt werden können.

Wo sind die Tüftler und Techniker, wer hat Ideen?

Ach ja, habe mir gestern de T5 Shuttle angesehen. Eine langweilige Kiste mit viel häßlichem Plastik (in dezentem grau gehalten), aber halt 7 sicheren Sitzplätzen mit Dreipunktgurten. Demgegenüber "wartet" ein nagelneuer osloblauer Defender 110 Td5 S mit Vollausstattung im Showroom des Händlers auf mich zum Superpreis von 31.000.- EUR (ohne Tageszulassung, 0 km). Meine Familie, die vorher eher skaptisch war, drängt nun auf den Defender. Ich, der vorher zur Defenderprobefahrt gedrängt hatte, bin jetzt der Bedenkenträger (aber nur ein bißchen).

Servus, Jonny

Elise
21.11.2003, 12:11
Hi, Johnny!
Einzige mir bekannte Kindersitze für Beckengurte sind der Römer Vario, das ist der tunnelförmige mit Gurtführung, der über den Oberschenkeln des Kindes fixiert wird, Klasse II, zugelassen von 3 bis 7 Jahre/15-25 KG und der Römer King (das ist ein großer mit Hosenträgergurten, Klasse I 8 Mon.-4 Jahre). Näheres zum Thema hier (http://www.britax-roemer.de). Von anderen Herstellern weiss ich persönlich nichts, bestimmt gibt es aber vergleichbares.
Die Idee mit den Hosenträgergurten für den Mittelsitz finde ich gut. Das müsste eigentlich möglich sein (TÜV-Abnahme?). Ob der Quersitz vorne in der Mitte montiert werden kann glaube ich eher nicht. Vielleicht kannst Du ja den Original-Mittelsitz noch gebraucht oder im Zubehörhandel bekommen.
Gruß
Christoph

JonnyC
21.11.2003, 12:22
Hallo Christoph,

danke für die Beschreibung und den Link zu Römer. Den Römer King haben wir jetzt auch, der benötigt aber, jedenfalls unserer, den Dreipunktgurt. Ich bleibe aber dran. Wenn wir die Kopfstützen montieren lassen (vorausgesetzt natürlich, wir kaufen den Defender), were ich mit dem sattler sprechen, ob man nciht sogar direkt an der Rückbank eine Halterung schweissen kann, an der eine dritte Gurthalterung befestigt werden kann. Wahrscheinlich ist es aber besser, die dritte Halterung am Wagenboden, vielleicht irgendwo bei den Schrauben der Rückbank, anzubringen. Dann hätte man einen Dreipunktgurt, mit dem jedenfalls der Kindersitz befestigt werden könnte. Natürlich geht das nur mit einem Kindersitz, der seinerseits Gurte hat, mit denen das Kinde angeschnallt wird.

Ist denn der hintere Quersitz (ich meine die Einzelsitze, die im S und SE statt den Bänken verbaut sind) nicht identisch mit dem ehemaligen vorderen Mittelsitz?

Servus, Jonny

JonnyC
21.11.2003, 14:10
Ich habe gerade mit einem Landroverhändler telefoniert. Der vordere Mittelsitz kann wohl nach wie vor statt der Konsole montiert werden, er rät jedoch davon ab, da der Platz extrem beengt sei. Er meint, dass man das auch einem Kind auf längere Strecke nicht zumuten kann. Wenn noch der Römer Vario montiert werden soll, käme man sich beim Schalten ins Gehege. Man würde ständig gegen das Kind stoßen, was auf Dauer für beide unangenehm ist. Was meint Ihr dazu?

Vermutlich bleibt bei 6 Personen nichts anderes übrig, als dass einer auf einem der hinteren Quersitze sitzen muss.

Der Händler schlug mir vor, den großen dachträger zu montieren und dort statt der häßlichen üblichen dachboxen wasserdichte Aluboxen zu verzurren, in denen man wunderbar nahezu das gesamte gepäck unterbringen könnte.
Kennt jemand einen Anbieter für solche Aluboxen?

Grüße, Jonny

harzlandy
26.07.2004, 21:01
hi landyfreunde,
da die beiden berichte zusammengehören aber zu weit auseinanderlagen habe ich sie hiermit wieder in beider nähe gerückt.
zumindest für die leser die eine unschlüssige kaufentscheidung haben.

...::: OTB :::...
28.07.2004, 21:56
Cooler Bericht "Harzy". wirklich sehr schön geschrieben !
meine entscheidung ist schon lange gefallen und anfang 2005 hol ich mir auch meinen Defender. :))

(danke für die zusammenrückung deiner beiden berichte)

Sionnach
29.07.2004, 05:48
Hi Jonny,

solche Alu-Boxen baut Fa. Zarges und sind bei Expeditionsausrüstern wie Bernd Woick (www.woick.de), Lauche und Maas (www.lauche-maas.de), därr (www.därr.de) und vielen anderen erhältlich.
Inzwischen gibt es auch andere Hersteller die eine vergleichbare Qualität liefern. Auch diese sind bei den o.g. Ausrüstern zu finden.
falls Du einen guten Schlosser /Metallbauer an der Hand hast, machen sich auch Aluriffelblechboxen sehr gut. Achte aber unbedingt auf Wasserdichtheit :D

docfish
29.07.2004, 10:32
Ich geh zwar mal davon aus, dass Jonny inzwischen Boxen gefunden hat, aber trotzdem ein kurzer Kommentar:
Die Zarges-Boxen sind super, vor allem stabil. Wenn man sie öfter runternimmt oder im Auto transportiert und öfter mal auslädt, macht das mit Sicherheit Sinn. Solange sie aber auf dem Gepäckträger festgeschraubt sind wie unsere, ist die Frage, ob das sein muß. Wir haben preiswerte aus dem Baumarkt bzw. aus einem großen Supermarkt, die mal in der Werbung drin waren und ungefähr die Hälfte vom Original kosten. Sehen fast gleich aus, allerdings ist das Blech ne Ecke dünner. Hat uns aber bisher nicht gestört. Der Deckel ist mit einer Gummidichtung sowohl bei Wolkenbruch von oben als auch beim Reinigen mit Hochdruck von unten dicht gewesen. Der Boden der Boxen ist nicht rundum befestigt, so dass an den Ecken ein ca 5 mm breiter Spalt ist. Wenn die Boxen auf dem Gepäckträger bleiben, kommt da nichts rein, in eine Pfütze stellen würd ich die preiswerten allerdings nicht.
Gruß
Dominique

Janelectro
29.07.2004, 11:15
nun noch was zur sicherheit...
Auf www.landroverclub.net gibt es ne seite die sich mit unfällen von landies beschäftigt. (ganzer Link: http://www.landroverclub.net/Club/HTML/Main_Wrecks.htm)
Auffälig ist dabei zum beispiel der sturz eines defenders von einer Klippe (so 26m wenn ich mich recht erinnere) wo den Insassen fast nichts passiert ist. Solange man sich anschnallt und die Quersitze nicht unnötig benutzt sehe ich keine großen Risiken. Früher sind die Leute ja auch ohne Knallsack unterwegs gewesen.
Klar, man kann nie vor irgendwelchen anderen Leuten sicher sein, aber sowohl Def als auch Disco kann man im grunde als Panzer bezeichnen.

Norbert.N
23.10.2004, 21:19
Original von Janelectro
nun noch was zur sicherheit...sowohl Def als auch Disco kann man im grunde als Panzer bezeichnen.

Hallo Jan,

als Panzer möchte ich unsere Alukisten nicht bezeichnen, obwohl mir das Wissen um die Wirkung eines Leiterrahmens auf den Unfallgegener, sofern er keinen solchen hat, schon ein Gefühl der Sicherheit vermittelt. Bei den Disco II-Modellen haben Fahrer und Beifahrer je einen Knallsack, und die anderen 3 - 5 je einen 3-Punkt-Sicherheitsgurt und Kopfstützen. Bei 4 Kindern ist dann beim 7-Sitzer ja ein Sitz über, der weggeklappt werden kann - der Stauraum liegt dann bei knapp einem halben Kubikmeter, ist aber nur mit erheblichem Aufwand "sicher" zu nutzen. Ein Dachgepäcktäger ist sicherlich eine der Lösungsmöglichkeiten, aber ein Dachgepäckträger verschlechtert die Chance, ein Parkhaus nutzen zu können, erheblich. Viel bequemer geht es mit einem Hänger, und wenn Vmax. nicht deutlich über 100 km/h liegt, sinkt der Verbrauch auf unter 10 l/100km und damit steigt die Reichweite einer Tankfüllung auf fast 1.000 km - da will der Hund nicht mehr mit.

Sicherlich ist ein Fender der modernste Oldtimer, den man kaufen kann, und so ein Auto kauft man mit dem Herzen, nicht mit dem Verstand. Ein Disco ist halt das normalere Auto, aber ein wenig sonderbar ist er schon, und das hat auch so seinen Reiz. Mit Vollausstattung stehen nun die letzten Exemplare mit zwei richtigen Achsen und einem verführerischen Preis bei den Händlern. Wer jetzt nicht zuschlägt wird sich dann doch den Defender kaufen müssen, und wenn es diesen nicht mehr gibt, bleibt nur noch der SANTANA - oder kann sich jemand vorstellen, eine Reisschüssel zu fahren?

Norbert

Cust0dei
24.10.2004, 05:36
Hallo Harzlandy,

schöner Bericht Ingo 8) 8) 8).

Ich hatte eine unschätzbare Entscheidungshilfe. Als ich nämlich mit dem Probefahrtlandy (vom LR-Händler kommend) vor der Haustüre vorfuhr kam meine Frau aus dem Haus und sagte....."Wasn geiles Auto"... :D :D.....und nach der ersten gemeinsamen Fahrt erst... :) :) Damit war die Kaufentscheidung gefallen.

Gruß,...Robert

ChrisDO
24.10.2004, 11:04
Original von Norbert.N
Wer jetzt nicht zuschlägt wird sich dann doch den Defender kaufen müssen, und wenn es diesen nicht mehr gibt, bleibt nur noch der SANTANA - oder kann sich jemand vorstellen, eine Reisschüssel zu fahren?


Hallo Norbert,

du hast Recht, die letzten schönen Discos stehen nun zum Verkauf. Der neue ist irgendwie anders...nichts mehr mit Starrachsen, nichts mehr mit dem herrlich laut nagelnden Td5 Motor...eben nichts mehr mit britischer Tradition.

Allerdings muss ich zugeben, dass ich zwei Tage lang hin und her überlegt habe, ob ich nicht doch die "Reisschüssel" (namentlich Toyota HZJ 78 ) von Tanya übernehme. Der ist für mich nämlich das Ideal eines ehrlichen Geländewagens. 2 Starrachsen, 4,2Liter Saugdiesel ohne jegliche Elektronik und auch sonst keinerlei Elektronik oder störungsanfällige Elektrik...noch nicht einmal Servolenkung oder Klimaanlage.
Ich hab mich dann doch entschieden weiterhin Disco zu fahren, da dieser auf normalen Reisen wesentlich bequemer ist und ich nicht versuchen muss weiterhin irgendein Steuerschlupfloch zu finden. Der Toyota würde mich nach normalen Steuersatz 1615 Euro kosten, dass war eigentlich das Hauptargument... Fernreisetauglich ist ein Disco zwar nicht mehr, aber für sowas hab ich im Moment eh keine Zeit.

Außerdem würde es mir auch sehr schwerfallen mich von einem der letzten echten Discos zu trennen, zumal ich ja schon einiges mit ihm erlebt habe. Und genau wie du schreibst, einzige Alternative wäre im Moment ein Defender, da Toyotas ja unbezahlbar sind, vielleicht kann man ja 2008 bei den letzten Exemplaren ein genauso gutes Schnäppchen machen wie im Moment bei den Discos. Ich lass mich überraschen.

CU!
Christian