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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bremstrommel klemmt


thieso
01.10.2006, 22:13
irgendwas stimmt hier nicht,.....
hallo zusammen

vorgeschichte: musste meinen kardangelenkgehäuse abdichten und hab das ganze gedöns auseinander gerissen, lenkung weg, neues gehäuse, rollenlager, dann vorderradnabe abgedichtet,...das volle programm halt.
bei der gelegenheit auf fliesfett umgestiegen, radnabe mit fett gefüllt,.

dann die bremsbeläge wieder rein ( halb abgefahren) einsteller zurückgedreht, entlüftet, trommel drauf,.........schleift klemmt,
mmmmmmh axialspiel nochmal überprüft,..zäh, aber neues fett noch nicht eingelaufen, mal mit reifen drauf probiert, irgendwas stimmt hier nicht, schlimmste befürchtungen ( falsch zusammen gebaut ?!) bremsbeläge unter sich nochmal gewechselt, mmmmmh

bin jetzt wirklich ratlos was hier falsch liegt
jemand ne idee??

grüsse thieso

mgo
03.10.2006, 12:10
Dreht sich der Kram ohne Bremsneläge leicht oder hat es schon nen Wiederstand?

Bei den Bremsbelägen kommt es auch auf die richtige Plazierung in der Vertikalen an, sonst klemmt die Trommel. Mit Rad sollte das ganze aber leicht zu drehen sein wenn die Excenter zurückgedreht sind.

mgo

spittel8
03.10.2006, 15:19
Hallo thieso,

Du meinst doch sicherlich die "swivel balls", die Du neu gelagert hast. Bist Du sicher, dass das Schleifgerausch von den Bremsbelägen her kommt? Bei mir war es die Halbwelle des Vorderachsantriebes, die nach der gleichen Reparatur am Achsrohr geschliffen hat. Ich habe beim Zusammenbau der inneren und äusseren Kugelgelenkgehäuse den Fehler gemacht, dass ich alle "shims", also die dünnen Ausgleichbleche alle unter den oberen Zapfen an der Railko-Buchse gelegt habe, anstatt sie unten und oben zu verteilen. Dadurch kam es zu einem Versatz und zu einem Schleifgeräusch. Prüf doch mal am Stummel der Achswelle, ob sich die einfach drehen lässt, bevor Du das Radlager aufsetzt. Wenn das so ist, ist die Bremse garantiert unschuldig.

Viel Erfolg
Thomas

thieso
05.10.2006, 10:54
Hallo und danke für die rückmeldung

manfred: ja ohne bremstrommel dreht sichs leidlich leicht. zäh wie gesagt, aber das denk ich kommt einfach daher das das neu fett noch nicht warm war. erst wenn ich die bremstrommel aufgesetzt hab und sie mit der kleinen schraube fixiert habe, hab ich einen kleinen freien radius und der rest klemmt irgenwie. an den einstellungen der vertikalen habe ich eigendlich keine veränderungen vorgenommen, aber ich überprüfe das nochmal

thomas: genau das hab ich auch gemacht, oha, die shims hab ich auch nur oben drauf und auch das guck ich mir nochmal genau an.wie gesagt ,..eigendlich erst mit aufsetzen der bremstrommel,..aber vieleicht ist die bremstrommel das bischen gewicht was es wegen der dezentrierung zum schleifen bringt

dank euch mal so weit ich forsch weiter
und meld mich ....denke ich komm wohl ums rausreisen nicht drumrum, puuuuuuuh
gruss thieso

spittel8
05.10.2006, 19:53
Hallo thieso,

wenn es so ist, dass Du die "shims" alle nach oben gepackt hat, liegt es mit 99%iger Wahrscheinlichkeit tatsächlich nur an dem Achsversatz des äusseren Swivelballs. Ist aber nicht so tragisch, alles kann dranbleiben, einfach nur Stück für Stück die "shims" nach unten packen, die Muttern anziehen und probieren, bis sich die Halbwelle frei drehen lässt. Der Lenkwiderstand verändert sich nicht, sofern die Summe der "shims" konstant bleibt. Und erst, wenn Du zufrieden bist, die Sicherungsbleche umklopfen. Ein Helfer wäre nicht schlecht, sonst muss man etwas mit den Knien oder Bindedraht arbeiten. Ich habe auch einen Tag gebraucht, um festzustellen, dass die Position der "shims" sehr wichtig ist. Im Handbuch habe ich nichts dazu gefunden, aber dafür gibt es ja Foren...

Viel Erfolg
Thomas

thieso
17.12.2006, 20:42
IMMERNOCH DAS SELBE DING !!!!!!!!!!

.....nachdem ich seither keine Zeit hatte und auch einbischen der Motivationsschub gefehlt hat, habe ich mich jetzt wieder rangewagt.

Es ist zum heulen,...totale Ratlosigkeit,... aber ich habs wieder nicht hinbekommen.!
Alles nochmal auseinander gerissen und auf Thomas' Tip hin die shims verteilt,.. Im WHB steht übrigens nix über shims unten, im Teilekatalog sind sie aber unten abgebildet,.naja egal
Neue Dichtung usw, Bremstrommel drauf, verd..,schleift wieder. Da ist ein kurzer freilauf und dann klemmt sie wieder, ich kann mich des Eindrucks nicht verwehren das meine Antriebswelle dezentriert ist. Aber wie soll das gehen. Alles Regelgerecht zusammen gebaut. Klar die Bremsebacken hab ich zentriert, also bremse gedappt und so. Eigendlich müssten die Platz haben ohne Ende.

Wer kann mir die Augen öffnen !? Irgendwas sehe ich nicht

Bald ist die Karre ein Jahr von der Strasse bzw ausem Dreck
Gruss thieso

spittel8
17.12.2006, 21:18
Hallo thieso,

das ist wirklich mehr als frustrierend - man repariert und repariert und anschliessend läuft es schlechter als zuvor. Hast Du schon mal probiert versuchsweise den Mitnehmerflansch ohne Bremstrommel auf die Nabe aufzusetzen? Wenn es dann immer noch schleift, kannst Du die Bremsbeläge als Ursache definitiv ausschliessen. Ich habe immer noch einen Achsversatz zwischen Swivelball-Gehäuse und Achse in Verdacht. Und hast Du an das Kugellager und den Simmerring zwischen Achsrohr und Swivelball gedacht? Wenn das alles da ist, kann man beim Einsetzen der kleinen Gelenkwelle nichts falsch machen.

Viel Erfolg
Thomas

Rollo
17.12.2006, 21:36
Moin,
dreh doch einfach mehrmals weiter und nimm die Trommel ab und schau nach,müssen Spuren zu sehen sein,wos schleift.

thieso
18.12.2006, 08:58
also, es ist definitiv die Bremstrommel die schleift, hab die auch schon innen mit edding ausgemahlt um zusehen wo genau es schleift. Nur mit Mitnehmenrflansch dreht sich alles einwandfrei. Kugellager, Simmerringe alles da ....mir wird nicht klar was man hier falsch zusammenbauen kann.

Ich hoffe inständig jemand hat dieses Problem schonmal gelöst und kann mich erleuchten.
Natürlch hab ich die Bremszylinder ganz zurück gedrückt,..

gruss thieso

Birger
18.12.2006, 09:05
Moin,

Prüfe bitte die Montage der Bremsbackenrückzugsfedern.
Die werden gerne falsch montiert.
Hier hilft nur das Original WHB weiter.

Happy rovering - Birger

thieso
18.12.2006, 09:42
.......aha, i will do that tonight
thieso

spittel8
18.12.2006, 14:08
Hallo thieso,

vielleicht noch als Hilfe ein Foto, dass ich gemacht habe, als ich meine Bremstrommel abgezogen habe. Im Handbuch ist die Stellung der Rückzugsfedern nicht eindeutig zu entnehmen. Es handelt sich übrigens um das linke Vorderrad.

Gruss
Thomas

Ste Bar
18.12.2006, 14:59
Hi, schau doch mal auf der anderen Seite nach ob du die Belaäge nicht falsch montiert hast. D.H der Backen der nach hinten zeigt gehört doch nach vorne und umgekehrt ...................so das die eingehängten Federn waagrecht stehen. Oder ??

gruss

bert
18.12.2006, 15:25
vertauschen kann man da glaube ich nicht viel, die sind meiner meinung nach gleich, nur die nippel für die exzenter sind auf der anderen seite.
ich hätte die federn aber auch anders eingehängt, obwohl es laut whb so wie auf dem foto aussehen soll ?( ?( ?(

@thieso:
könnte es sein, daß deine exzenter die beläge schräg ziehen???

Willys43
18.12.2006, 17:35
hallo thomas,

auf dem bild sieht es so aus, als würden deine beläge "schief" stehen. also nicht im rechten winkel (der belag) zur bremsankerplatte. das stellst du mit den "führungsbolzen" ein. whb serie II seite 51-H. denke der serie III hat die auch noch verbaut. oder das bild täuscht.

sorry - habe gerade bemerkt, das du nur ein beispielbild reingestellt hast... also gar kein problem hast...

@thieso - aber vielleicht stehen deine beläge/backen ja schief ?


grüße willys43 - dirk

Eisbär
18.12.2006, 19:13
Hm Thomas gehören die Federn wirklich so wie auf deinem Foto? Aus dem Bauch raus würd ich sagen nein weil die Rückzugfedern ja den Belag zurückziehen sollen und damit den Radbremszylinder zurückdrücken sollten wenn du die Bremse löst.Das dürfte wegen der schlechten Hebelwirkung so nicht klappen.

Aber wie gesagt ich hab schon lange keine Serie mehr und es mag ja richtig sein.

sweetwater
18.12.2006, 20:12
Ahoi,

wie meine vorredner schon bemerkt haben sind die Federn so falsch eingebaut.

Sie sollen den Belag zurückziehen, undzwar damit auch den Zylinder der den belag rausgedrückt hat. Ergo, arbeitet die feder am optimalsten "parallel" zu der Wirkrichtung des Zylinders.

Also solltest Du die Federn umhängen - anhand des Bildes: oberer Zylinder = linker Belag = oberer Zapfen durch Feder mit linkem Belag verbinden. Ich hoffe das einigermaßen verständlich erklärt zu haben.... :rolleyes:

Tipp meinerseits: auf dem von mir beschriebenen Weg wird es wahrscheinlich fummeliger / schwieriger als bei dem, auf dem Bild zu sehenden Ergebnis. :rolleyes:

Ich hoffe geholfen zu haben und nicht noch mehr Verwirrung gestiftet zu haben...

Werkstattgruß
Constantin

spittel8
19.12.2006, 08:22
Liebe Formumsteilnehmer,

eigentlich wollte ich mit meinem Bild nur thieso eine Anregung geben, jetzt habt Ihr mir verwirrt. Ich gebe zu, dass aufgrund der ungünstigen Hebelwirkung die Rückholkraft der Federn nicht maximal ist. Darauf bin ich allerdings auch erst Durch Eure Anregungen gekommen. Andererseits findet Ihr genau dieses Bild im WHB für die 11" Bremse vom 109er. Über die englische Ingenieurskunst wurde schon viel diskutiert, aber das WHB und die Tatsache, dass ich diesen Zustand in meinerm ungeschweissten und unverbastelten 109er vorgefunden habe, waren für mich Hinweise, dass die Federn so im Sinne des Erfinders montiert sein müssten. Und bisher bremst mein Landy tadelllos, der Pedalweg ist minimal und die Beläge kommen einwandfrei zurück. Bei einem spiegelverkehrten Einbau könnte die Vorspannung der Federn etwas anders sein, ausserdem weiss ich nicht, ob sie dann nicht eher verkanten. Daher bin ich weiterhin der Meinung, dass die Bremsbeläge so montiert, wie auf meinem Foto zu erkennen, eine brauchbare Lösung darstellen. Vielleicht geht es besser mit anders eingehängten Federn, dass weiss ich nicht.

Gruss
Thomas

thieso
19.12.2006, 08:41
Hallo zusammen und vielen Dank für die Mithilfe,

ALSO,.. ich war dran letzte Nacht und frag mich nicht, ich habs hinbekommen auf einer Art 'workaround'.
Den Hinweisen folgend mit Federn und so viel mir auf das die Bremsbeläge zwar identisch in Abmassen aber nich fabrikat identisch sind.
Auf der anderen Seite hatt ich mitlerweile auch auf um die Platzierung der Fdern vergleichen zukönnen ÜBRigens! genau so wie auf dem Bild das Thomas eingefügt hat !! ÜBRigens glaub ich auch das es so korrekt ist. Ein weiteres Bild wär gut wenn zB Constantin es geschafft hat die Federn anders einzuhängen. Ich sah mich auserstande für diesen Eingriff.

Auf jeden Fall, um das Rätsel zulösen: hab ich kurzerhand die Beläge von rechts nach links getauscht um mal zuschauen ob es eben an den Belägen liegt,.......
und siehe da,.....dreht sich !!!!!!!!
Was mach ich jetzt mit den Belägen der linken Seite?? in ERmangelung neuer Beläge und voller Forscherdrang hab ich dann die linken rechts eingebaut,.....
und siehe da,.....dreht sich !!

ALSO was jetzt das Rätsels Lösung im Detail ist darf mich keiner fragen.
Selbstverständlich kann der Lösungsansatz den Thomas mit den 'shims' eingebracht hat auch dazu beigetragen haben.

Seltsam,...aber so steht es geschrieben.
Thieso

sweetwater
19.12.2006, 08:52
Bilder meiner Montage folgen...

Aber:
wenn Eure Einstellung laut WHB funktioniert - na dann lasst es bloß so !!!! frei nach dem grundsatz: " don´t touch a working thing "

ich mache nachher Bilder und dann gibts was zu gucken...

Constantin