Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : mit der Serie in die Wüste
Christoff
07.06.2006, 10:26
Hallo zusammen,
ich werde in 4 Monaten zu einer Transafrika-Tour aufbrechen und werde zwangsläufig durch Wüstenlandstriche bzw. durch erheblich staubige Landschaften kommen.
Wäre hier eine Hohlraumversiegelung angebracht (Oder macht die nicht nur Sinn gegen Feuchtigkeit??? Andererseits: was gut gegen Nässe ist, ist auch gut gegen Sand, oder?) bzw. worauf muss ich achten, damit der Sand meine "Schotterkiste" nicht zerlegt.
Nen Schnorchel wpllte ich mir ohnehin noch besorgen - mir geht es aber mehr um die Teile, die wie geschmiert laufen sollen....
Weiß jemand mehr?
Vielen Dank
Christoff
Na, dann schau doch mal hier: Guide to Landrover Expeditions, Hinweise und Maßnahmen von Landrover für Expeditionen mit der Serie (http://landrover.vlothuizen.nl/show/list/6003-1.html)
Grüße, Guido
dersalweyer
07.06.2006, 11:31
Na, dann schau doch mal hier: Guide to Landrover Expeditions, Hinweise und Maßnahmen von Landrover für Expeditionen mit der Serie (http://landrover.vlothuizen.nl/show/list/6003-1.html)
Bo Ey!
Voll cool! gibts das auch in Übersetzung? Zum flüssigen lesen reichts leider nicht, das Schulenglisch.
Gruß Anton
stockmag
07.06.2006, 16:28
... in deutsch gibts hier was:
http://www.sahara-info.ch/Land-Rover-SIIa-SIII.78.0.html
Servus Christoff,
ich denke Hohlraumversiegelung ist in der Wüste hinfällig, da die vor Korrosion schützen soll. Und Korrosion entsteht meistens in Verbindung mit Wasser. Wenn Du allerdings nicht vor hast in die Wüste zu fahren, sondern in erster Linie bei uns rumgurcken willst, rentiert Sie sich zur Erhaltung Deines besten Stückes schon.
Der Schnorchel ist eine gute Anschaffung, wenn Du den Zyklon oben drauf im Auge behältst.
Am Fahrzeug selbst ist keine größere Investition nötig, da diese Kiste gut für die Wüste ausgelegt ist. Wichtig ist, dass der Motor und Antrieb in einem zuverlässigen Zustand ist. Daneben solltest Du die notwendigen Schmierstoffe ÖL und Fett dabei haben um nachzuschmieren. Staub im Innenraum ist normal. Die Mechanik ist bei guter Schmierung weitestgehend Staubresistent.
Ansonsten benötigst Du nur Zubehör, wie Kanister, Werkzeug etc. und vielleicht!!?? ein paar Ersatzteile wie z. B. Steckachsen.
Schau mal bei Därr oder Woick für´s Zubehör.
Grüße
pacali
Für einen Schnorchel benötigst Du auch einen anderen Luftfilter.
Wenn es nicht für die Optik ist, und Du mit Verstand und Achtsamkeit fährst, ist der Serie III im übrigen schon mit einem ausreichend guten Filter ausgestattet. Wenn man den regelmäßig nachsieht und reinigt (Auf der Piste ist regelmäßig mit vor dem Abendessen zu übersetzen.) Den kann man prima von Hand reinigen, dafür ist er gemacht. Das ist auch der Grund, warum man sowenige Serie III mit Schorchel sieht, und die so verflucht selten zu bekommen sind. Und daß Du den geradezu liebenswerten Fehler machst, den ich in Horstwalde bewundern durfte glaub ich ja erstmal nicht: Da hat ein Seriepilot aus England oder war es Dänemark (egal) den Zyklon samt Rohr vom Defender defenderlike an die Seite geführt und so die Heizungszuluft zyklonisiert. Er hat sich gewundert, warum er Wasser im Luftfilter hatte, ich nicht :D.
Ersetze lieber den Motorlüfter durch einen E-Lüfter. Dann ertränkt sich der Landy beim Waten auch nicht selbst durch hochgeblasenenes Wasser.
Aber wenn Du schon einen passenden Lüfter hast: prima, mach ihn dran.
Was das Werkzeug anbelangt: Sieh mal hier im Forum unter Downloads nach, da findest Du ne´ gute Vorlage fürs Serieschrauben.
Grüße, Guido
Christoff
08.06.2006, 11:13
Hallo Guido und Pascali,
erst einmal vielen Dank für die guten Hinweise. Den Download habe ich gefunden und auch die anderen Tips. :)
Nen Schnorchel wäre natürlich schon gut, wenn er für das eingesetzt wird, für das er bestimmt ist. Ich habe einenZyklon-Schnorchel für die Serie bei offroad-center Schibofski vor einigen Monaten mal angefragt und man konnte mir auch einen Preis samt Lieferverfügbarkeit benennen. Eine Beschaffung müßte also möglich sein, vorausgesetzt: man sich bei Schibofski nicht vertan. Und die Optik wird als kleiner Nebeneffekt zusätzlich aufgepeppt...aber darum geht es mir nicht.
Welche "Schmierstoffe ÖL und Fett" müßte ich für die Wüstenfahrten am besten mitnehmen??? Und was müßte ähnlich wie der Luftfilter täglich nachgefettet werden? 8o
Vielen Dank für weitere Infos.
Besten Gruß
Christoff
masterofdesaster
08.06.2006, 11:32
Öle und Fette;
Du fährst in Ölfördernde Länder, da währe es Eulen nach Athen tragen, unmengen teuren Öles mitzunehmen. Das ist vor Ort erheblich günstiger und an allen Tankstellen erhältlich. Lediglich den Vorrat für die Anreise bis Genua solltest du an Bord haben :D und eine gefüllte Fettpresse.
Holger
Mahlzeit christoff!
ergänzend rückfrage:
hast du einen sedimentabscheider ??
der erhöht die standzeit vom dieselfilter ganz erheblich!
der sprit soll da unten auch ohne staubbelastung schon schwierig für´nen "kultivierten" DB-Diesel sein. :D
neidvollen Gruß maria.
....marias Hinweis ist Gold wert.
In meinem Sedimentor sammelt sich in 12 Monaten derart viel Ekliges was garantiert gegen alle internationale Regeln des Dieselfiltertreatments verstößt.
Das Teil (Sedimentor) ist simpel und effektiv und für ne Wüstentour bestimmt ne gute Idee.
MGO
Christoff
09.06.2006, 13:24
nen Sedimentabscheider habe ich meines Wissens nicht drin.... muss ich mal prüfen lassen - der Landy soll in den nächsten 2-3Wochen seinen TüV bekommen und ist dann wieder unter den Lebenden... :D
Dann werde ich den Hinweis "Sedimentor" angehen - klingt wirklich vernünftig der Hinweis.
Und dass ich mit meinem MB-Diesel hier belächelt werde, ist klar ... der MB 220D (W115) war bereits eingebaut, als ich die Schotterkiste kaufte. Für meinen Geschmack sind 60 PS aber wirklich etwas schwach, zumal das Drehmoment auch nicht der Reißer ist....aber: dieser Motor mit der Bezeichnung OM615 gilt gemeinhin als legendär, da zuverlässig und unkaputtbar und wurde fast 413.000 mal produziert.
Ergo: Ein starker Landy-Diesel wäre mir auch lieber.....aber nen Strich8 tut es auch, wenn man nicht verwöhnt ist. 8)
Gruß
Christoff
hi Christoff
sehn wir unss am mittwoch beim stammtisch nochmal ??
Christoff
09.06.2006, 14:02
Ja, gerne - ich versuche am Montag das erste Mal wieder zu kuppeln...mit so nem Achillessehen-Abriss ist das nicht so einfach. :D
Der Landy steht noch in der Werkstatt - derzeit fehlt noch die Hecktür, da die umfassend von einem Freund von mir geschweißt werden muss. Auch muss die Hecktürhalterung für den zweiten Ersatzreifen verschoben werden, da meine neuen Reifen (BF Goodrich AT - 235/85 R16 mit 6.5 Wolffelge) aufgrund ihrer Größe nicht mehr an die eigentliche Stelle passen (Türgriff wird komplettverdeckt und Reifen wird durch die Anhängerkupplung behindert)....und ohne Tür gibt es keinen TüV, und ohne TüV kein Landy.
Wenn es Dich und die anderen nicht stört, komme ich nochmals solo.
Gruß
Christoff
na, ich wollt ja das tier auch mal anfassen ;)
Hi Christoff,
hast du vor alleine in der Wüste rumzufahren?
Das wichtigste, wenn man wirklich abseits der befahrenen Strecken fahren will sind Begleitfahrzeuge und am besten welche mit Winde.
Das spart schonmal jede Menge Buddelei. Wenn keine Winde vorhanden ist tuts zur Not auch ein sehr langes Seil.
Dann genug Sprit und mindestens zwei Ersatzreifen.
Alles andere kommt danach.
Im Sand zählt Motorleistung und Gewicht und da du ersteres nicht im Überfluß hast solltest du versuchen Gewicht zu sparen wo es geht.
Daher leichte Ersatzteile wie Dichtungen Filter usw. soviel wie möglich und schwere Sachen genau überlegen.
Grüße
Christian
Technisches Grundverständnis, Kenntnis der Technik des eigenen Fahrzeuges (Welches Geräusch ist normal, welches sind fressende Lager?), Werkstatthandbuch, Ersatzteilhandbuch (ein bisschen weniger wegen der wichtigen Nummern, eher, weil dort alles als Sprengzeichnung drin ist). Sehr empfehlenswert ist eine Ausgabe der Europa Lehrmittel KFZ Kunde für die Gesellenausbildung, irgendwann von 1950 bis 1970. Denn ergänzend zum WHB werden dort anschaulich Funktion, Zusammenhänge und Fehlerbilder erklärt.
nen Sedimentabscheider habe ich meines Wissens nicht drin.... muss ich mal prüfen lassen
Wenn ich mir ganz sachte eine Anmerkung erlauben darf. Du fährst in Regionen, in denen Du solche wirklich einfachen Sachen selbst angehen können musst. Wenn Du, um festzustellen, ob Du einen Sedimentabscheider im Wagen hast, eine Werkstatt brauchst (das ist wirklich keine Anmache), dann empfehle ich Dir dringend die Reise auf nächstes Jahr zu verschieben, und in der Zwischenzeit Dein Auto gründlich kennen zu lernen.
Ansonsten schließ ich mich Christoff an: nicht alleine abseits belebter Wege
Grüße, Guido
hallo,
da ich selber schon ein bißchen unterwegs war vor allem in nord/westafrika seh ich das mit dem öl ein wenig anders grade brauchbares gutes öl zu bekommen kann mitunter schwierig sein selbst in den ländern wo rohöl theoretisch nur so sprudelt gibt es versorgungsengpässe mit diesel öl oder benzin der kram wird nämlich zu 90% in den industriestaaten verbrannt.und gerade für den fall das man empfindliche motoren(turbo) fährt sollte man besser ausreichend öl dabei haben.
zum schrauben,aus meiner reiseerfahrung ist es sehr vorteilhaft sein auto gut zu kennen bzw generell autos gut zu kennen und auch selbst schrauben zu können.trotzdem kommt dieses auch stark auf die route an mitten durch die wüsten kann die unkenntnis zur tötlichen falle werden über die westroute marocco,mauretanien,senegal auf direktem weg kann auch eine panne kaum zur tötlichen falle werden wenn man sich nicht vollständig verfranzt da der weg doch recht stark befahren wird.und zum um.- und aufrüsten, es haben auch schon viele ganz afrika gänzlich ohne 4x4 umrundet ohne schnorchel breitreifen höherlegen usw. auch das geht.
das wichtigste ist am ende und das vergessen die meisten vor lauter vorbereitungen das man irgendwann mal los fährt
gruß liphpip
Christoff
11.06.2006, 13:29
Hallo Guido,
Du hast natürlich recht, dass man sich mit seiner Serie auskennen sollte - aber ein Hardcore-Schrauber oder gar gelernter KfzLer zu sein, kann nicht die Voraussetzung für eine Reise durch Afrika sein. Am einfachsten ist natürlich der Weg ins Autohaus - dort EUR 70.000,- auf den Tisch legen und einen Defender mit allen Schikanen kaufen.
Ich will aber mit einer Serie fahren - und meine gefällt mir am besten. ;)Durch meine Scheidung habe ich auch keine 70.000, da meine Scheidung erst vor 6 Wochen rechtsgültig wurde und mich ein Heidengeld gekostet hat.
Außerdem hat eine 33 Jahre alte Serie mehr Charakter als ein neuer Defender :D... ich bin mir bewußt, dass eine Quick&Durty Kfz-Schulung sinnvoll ist - aber ich habe in Berlin!!!!! keine Möglichkeit gefunden, Fachleuten über die Schulter zu schauen. Wenn jemand zufällig weiss, wo ich Erfahrungen sammln kann, dann bin ich für einen Hinweis dankbar.
In den letzten Monaten habe ich viele sinnvolle Dinge schon in meinen Landy einbringen lassen (Komplett-Überholung des Getriebes, Abdichten des Motors, Rahmen-Schweissung, HD-Parabolics, HD-Dämpfer, Motorhauben-Dämmung, neuen Wolf-Felgen und BF Goodrich, etc.). Zudem habe ich mir ein Garmin 276c, einen Kugelkompass sowie ein Iridium-Satellitentelefon besorgt.
Ich habe das Werkstatt-Handbuch der Serie III sowie das Buch über den Mercedes 220D (W115) - des weiteren das Buch "Das kann ich selbst" (ist aber nicht gut) sowie die Praxishandbücher "Fernreisen mit dem eigenen Fahrzeug" und "Wüstenfahrten". Auch die Bücher "Durch Afrika" von Astrid Därr habe ich. Also ganz blauäugig fahre ich nicht, auch wenn ich bislang nicht weiss, ob ein Sedimentabscheider verbaut ist oder nicht. Ich gehe schwer davon aus, dass bislang keiner vorhanden ist....andererseits weiss ich aber auch, dass ich in den nächsten Wochen verschiedene Sachen üben muss - z.B Ausbau und Einbau von Steckachsen....
Daher bleibt es bei dem Starttermin Oktober 2006 - liphpip hat recht: Man muss irgendwann losfahren....übrigens fahre ich alleine (allerdings mit Beifahrer). Andere Leute findet man sicherlich unterwegs.
Gruß
Christoff
P.S. Im November/Dezember 2005 bin ich mit einem alten klapprigen Golf II durch Namibia, Botswana und Zimbabwe gefahren - auch ohne Probleme....übrigens: die Fahrt geht nicht durch die Sahara, sondern durch Nord-, Ost- und Südafrika.
aber ein Hardcore-Schrauber oder gar gelernter KfzLer zu sein
Davon habe ich auch nicht gesprochen,
Am einfachsten ist natürlich der Weg ins Autohaus - dort EUR 70.000,- auf den Tisch legen und einen Defender mit allen Schikanen kaufen
Davon auch nicht.
Außerdem hat eine 33 Jahre alte Serie mehr Charakter als ein neuer Defender großes Grinsen
Stimmt, bringt Dir im Busch aber wenig.
Wie gesagt, ich wollte und will Dich nicht anmachen. Und zwischen Afrika und Afrika gibt es gewaltige Unterschiede.
Alles was ich versuchte anzuregen, ist, daß es grundsätzlich vorteilhaft ist, sein Auto gut zu kennen, wenn man sich in Regionen abseits gut organisierter Automobilclubs und Werkstätten begibt. Weil man im Zweifel grundlegende Reperaturen selbst ausführen, oder Reperaturen durch dritte gezielt beauftragen und verfolgen können sollte.
Also in diesem Sinne viel Spaß und frohes Gelingen.
Grüße, Guido
walkabout
11.06.2006, 20:07
Da geb ich jetzt -obwohl ich von der Serie keine Ahnung habe- auch mal meinen Senf zu.
Automechaniker muss man für so eine Reise sicher nicht sein.
Was aber imho notwendig ist, dass man Dinge wie Reifenflicken und Radlagerwechsel gut beherrscht - weil Rad-(Reifen)schäden sind Dir- im Gegensatz zu Motortod , Achs- und Rahmenbruch- so gut wie sicher.
Da Du wohl schlauchlos fährst, solltest Du Dich unbedingt mit den bei den üblichen Verdächtigen angebotenen Reifenflicksets (Ahle- Stopfen- Vulkanisierfüssigkeit-abgerissene Ventile usw.) und deren Einsatz vertraut machen. Abziehen des Reifens von der Felge und das dazu notwendige Werkzeug sollten auch beherrscht werden.
Als Luftpumpe kann ich z.b. eine grosse Standpumpe (bis 16bar) aus dem Fahrradzubehörhandel empfehlen, funzt bei mir schon über 20 Jahre - für 4bar pro Reifen ca. 5min Handarbeit - ist im Gegensatz zu einem Kompressor bezahlbar und verreckt kaum.
2 komplette Ersatzräder reichen nich immer - und auf 3 Rädern ist Schluss...
Andere notwendige zu beherrschende Dinge sind das Flicken und Abdichten kleinerer Lecks am Motor und Dichtungen, sowie die Mitnahme der dazu notwendigen Materialen - Kaltmetall, Holymar, Dirko, Silikon usw- und das Wissen,was man wo verwenden kann. Draht, Spanngurte und sonstiges Improvisationmaterial sowieso - Fahrradflickzueg für Kühlerschläuche, Schlauchschellen 'ne kleine Gummimatte zum Dichtmaterial schneiden ....
Klaro, bei einem faustgrossen Loch in der Ölwanne ist erstmal Ende Gelände und Wekstatt oder Ersatzteil angesagt -aber Improvisieren können die Werkstätten da unten - die können auch Spurstangen richten und im Kühlerflicken haben sie auch was los, auch kaputte Blattfedern und losgerissene Dämperaufnahmen kriegen die repariert -zumindest beim Hanomag:rolleyes:
Bisschen Ahnung von Autoelektrik sollte man auch haben- Scheuerstellen - Kabelbrüche, gammelige Massepunkte mit Prüflampe und Multimeter eingrenzen zu können ist hilfreich.
Sedimentor ist eine seeehr gute Idee - die Dieselqualität reicht von europäischem Standard bis zu Diesel-Wasser-sonstiges Emulsionen - dabei ist es wurscht ob man an Tankstellen oder aus dem Fass oder Kansitern tankt - vielleicht einen grossen Trichter mit Feinsieb mitnehmen - nicht von den Äxpäditionsausrüstern -die nehmen Mondpreise.
Dein Motor ist in Afrika verbreitet, insbesondere in Nord- und Westafrika, die alten Benze sind dort heissbegehrt, fast wie der selige Peugeot 504.
Motoröl- Schmierstoffe ist zumindest in den grösseren Ansiedlungen, wo die lokalen Eliten mit Autos beheimatet sind, kein Problem - falls es sich nicht um ein edles, vollsynthetische Tröpfchen handeln soll. Musst halt aufpassen, dass Dir kein selbstraffiniertes Altöl angedreht wird ...
Ich wünsch Dir jedenfall eine Menge Humor, Gelassenheit und -für Europäer das schwerste - Geduld!
Christoff
11.06.2006, 20:46
Hallo Guido und walkabout,
vielen Dank für die Hinweise, die ich beherzigen werde und welche ich auch nicht als "Anmache" verstande habe - vier Monate verbleiben mir ja noch - aber ich sehe: Es gibt noch viel zu tun.
Nochmals vielen Dank - der Afrika-Tripp wird bestimmt abenteuerlich - ich glaube, dass ich das mit der Geduld und Gelassenheit am Leichtesten hinbekomme. :D
Gruß
Christoff
masterofdesaster
11.06.2006, 21:14
Ich noch mal...
hast du schon irgendwas über deine geplante Route geschrieben?
Also wenn du über Tunesien oder Algerien startest kannst du dich dort mit gutem Öl eindecken.
Welche ein und Umbauten sinnvoll sind sieht auch jeder anders. So hätte ich es bei den Serienrädern belassen und auch keine Paraboliks verbaut.
Ok, du wirst und mußt deine eigenen Erfahrungen sammeln.
Versuch noch soviel Informationen wie möglich von Leuten zu erfahren, die gerade aus dem Abenteuer zurück sind. Im Sahara Forum oder ähnlichem. Da erfährst du auch was du wo erstehen kannst und wo du Leute treffen kannst, die einen Teil der Strecke mit dir fahren.
Insider Informationen sind Gold wert, schau auch mal bei Därr oder Woik und wie sie alle heißen rein, per Internett, vielleicht findest du auch noch wertvolle Tips. Die Standartlektüre ist immernoch " Durch Afrika" mittlerweile wohl in der 6573ten Auflage!
Wenn du technische Anleitung wünschst, mach mal 250km Probefahrt und komm einfach mal zum Grillen zu mir! Meine ich ernst!
Grüße Holger
Clarence
11.06.2006, 21:48
Hallo Christoff, vom 15. bis 18. 06 ist das Sahara Club Treffen in Westhofen ca. 40 km südlich von Mainz. Dort hättest du mit Sicherheit genügend Ansprechpartner. Ist aber recht weit von Dir.
Oder http://www.sahara-club.de
Ich an deiner Stelle würde auch ein Ersatzpaket Blattfedern mitnehmen. Zumindest das am meisten belastete obere Blatt. (wenn mich nicht alles täuscht) Und schon mal das wechseln üben. Aber nur mit dem Werkzeug welches du auch mitnehmen möchtest. Einen abnehmbarer Schraubstock auf der Stoßstange ist auch nicht zu verachten.
War mal 4 1/2 Monate mit einem Magirus auf diesem Kontinent unterwegs.
Aach ja, das waren noch Zeiten. . . .
Christoff
11.06.2006, 23:32
Hallo Holger,
habe Dir ne PN geschickt - also: ich nehme die traditionelle Ostroute über Tunesien, Lybien, Agypten, Sudan, etc. nach Südafrika runter - fahre leider nicht durch die Sahara - man kann nicht alles haben...
Übrigens: tolles Foto!
@Clarence
die Veranstaltung klingt interessant - mal schauen, ob das klappt
Gruß
Christoff
Christoff
01.11.2006, 12:46
Hallo zusammen,
die ersten 5200 km sind geschafft - morgen geht der Landy in die Werkstatt (Getriebe, vordere Kardanwelle und rechter Vorderreifen mucken ein wenig).
Ansonsten null Probleme (nur eine Sicherung musste getauscht werden).
Bin gerade in Ägypten - jetzt wird es langsam interessant: Sudan und Äthiopien kommen als nächstes.
Besten Gruß
Christoff
P.S. In Tunesien und Lybien wurde schon ordentlich im Sand gedreht :D
Christoff
01.11.2006, 12:47
es sind natürlch 5400 km .....
delSilencio
01.11.2006, 16:36
Afrikanische Landies wurden(werden?) serienmäßig mit einem Getriebölkühler ausgeliefert.Überlege Dir das mal?!
yellowcat
01.11.2006, 21:31
nein die hatten keine kuehler fuers getriebe sondern einen fuer s motoroel.
fuell 85/140er in die transferbox und die achsen und die kugeln. das kriegste sogar im Iran problemslos.
der Sedimentabscheider ist ein teil aus glas mit aludeckel das vor der einspritzpumpe sitzt. einfach den weg verfolgen. haben alle diesel 2/2a serienmaessig, fast alle 109 s3 auch.
nimm auf jedenfall kreuzgelenke und radlager mit. und pruefe deine wellen vorher alle.
Der sand kommt sowieso ueberall rein. widerstand ist zwecklos.
und wenn du mit englisch probleme hast tu VORHER was dagegen. wirklich das ist wichtig. damit du nach nem schraubstock oder nem Schlauch fragen kannst.. ich denke franz und englisch sind fuer Afrika unverzichtbar.
ach ja schlaeuche mitnehmen, mindestens 5.
delSilencio
02.11.2006, 01:15
Aha, danke yellowcat, wieder was gelernt.
Aber ich habe irgendwo mal etwas über eine Getriebeänderung für die "Afrikaserieslandies" auf landyonline.co.za oder africaland.it gelesen.
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