Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Winde frisst Lichtrelais
Heute habe ich herausgefunden, warum mein 88er Lichtrelais vertilgt, wie ich Erdnüsse vor der Glotze: Winde an - Relais kaputt.
Aufbau: besagtes Relais schaltet den Lichtstrom meiner Zusatzscheinwerfer. Strom für die Zusatzscheinwerfer wurde nach Masseproblem direkt von der Batterie gezogen. Die Winde mit eigenem Relais ist ebenfalls mit beiden Polen direkt an die Batterie angeschlossen. Eine Verbindung beider Stromkreise (ausser Anschluss mit beiden Polen an Batterie) liegt nicht vor.
Warum funzt mir dann zuverlässig und wiederholbar das Lichtrelais durch? Das würde doch bedeuten, daß die Windenlast irgendwie dadurch kommt.
Sollte ich die Scheinwerfer-Masse wieder über die Karossierie herstellen? Hat jemand einen Tipp?
Grüße, Guido
P.S. Das Lichtrelais farzt nur durch, wenn es geschlossen, das Licht also an ist.
Willys43
02.05.2006, 06:50
Hallo Guido,
brennt die Spule des Lichtrelais durch, oder die Schaltkontakte für die Scheinwerfer?
Grüße Willys43
PS - schau mal in deine PN-Box
Hallo Guido
überprüfe den Minusanschluß der Winde.Wenn der nämlich schlecht ist
holt sich die Winde den Saft über Dein Relais und das verraucht Dir
bei den Ampere die die Winde aufnimmt.
Grüße Peter
Vorläufige Antwort:
Dank Dirks´(Willy43) prima Hilfe für mich "nur Stromkreisbregreifer" stellt sich die Sache einige Relais später so dar: Wenn ich ohne den Motor laufen zu lassen winde, stirbt das Relais. Wenn ich mit laufenden Motor winde überlebt es. (Jeweils nur wenn die Lampen an sind) Da der Schalter im Innenraum weiterhin leuchtet, schließe ich auf einen Defekt auf der Lastseite, also der Wicklung.
Dirk konnte das Phänomen prima erklären, ich hingegen steig bei Strom aus, wenn es nicht mehr mechanisch ist - schweres Physiktrauma in Klasse 9. Danach ging es wieder :D.
Also es hat nach dieser Theorie was mit dem direkten Anzapfen der Batterie ohne den Regler, der nur bei laufenden Motor mitspielt zu tun. Dirk kann es vielleicht ja nochmal hier posten, ich bin bestimmt nicht der einzige, der eine E-Winde strikt nach Anleitung so verkabelt hat (Mann! Da les´ich einmal im Leben eine Bedienungsanleitung!)
Vorläufige Lösung: 2 Batteriesystem, wobei eine Batterie nur für die Winde da ist, oder nur Winden, wenn der Motor läuft.
Mal sehen, was der Sommer so bringt.
Grüße, Guido
Willys43
03.05.2006, 22:18
Jo - ich versuche es mal. Obwohl mir dieses Problem jetzt schon einen Handfesten Streit mit meinen Kollegen eingebracht hat.
Und !!!!!!- Alles nur Theorie, da ich Guidos Problem nicht selbst "ausmessen" konnte.
-Motor (Fahrzeug) aus, Batteriespannung bei ca 12,4 V
-Zusatzscheinwerfer "ein" (sagen wir mal 100W)
-je nach Zustand der Batterie geht die Spannung auf ca 12 V runter, über die Kontakte des Relais fließen jetzt ca 8,3 A (der kurzzeitige Einschaltstrom kann wesentlich höher sein)
-nun die Winde einschalten, ein sehr hohe Last für eine "normale" Starterbatterie, die Batteriespannung geht weiter runter, schätzen wir mal auf 9 V (starke Winde+hohe Last)
-jetzt fließen über die Kontakte des Relais schon ca 11,1 A (also schon 33% mehr)
-je nach Batteriezustand, max Schaltstrom der Relais, größe der Winde, größe der Zusatzscheinwerfer ........ kann es hier zu "Kontaktabbrand" kommen.
-auch kann bei zu geringer Batteriespannung die Spule, welche die Kontakte schließt beginnen zu "flattern", das würde den Kontaktverschleiß "waaahhhhnsinnig" beschleunigen.
Läßt man jetzt aber den Benziner(Diesel) mit leicht erhöhter Drehzahl laufen, so versucht der Regler die Batteriespannung konstant zu halten. Alle oben genannten Probleme treten (in dem Ausmaß) nicht auf.
Also beim (E) Winden immer Motor laufen lassen!(bei mech. sowieso :P) Das dürfte erstmal helfen.
Eine Starterbatterie ist auch nicht wirklich dafür ausgelegt einen E-Motor über längere Zeit anzutreiben. Sie sind nur dafür gedacht in kurzer Zeit eine hohe Leistung abzugeben!
Aber!!!! Vorsicht, ich habe nie meine Hände in Guidos Auto gesteckt und mir das alles komplett, nach einem kurzem Telefonat mit Guido, aus den Fingern gesaugt.
Mir wär wohler, wenn ich da mit Ampere- und Voltmeter gemessen hätte!
Andererseits, wenn ich bedenke wieviele Relais wir schon in der Firma zum "abrauchen" gebracht haben- nur mit leicht verringerter Spannung auf der Lastseite......... :D-da kann ich morgen mit den Kollegen weiter streiten...
Theoretische Grüße Willys43 - Dirk
Landgauer
04.05.2006, 06:55
puhh ... 8o
bin froh, dass ich mich auf die handbetriebe mechanische Lösung festgelegt habe.
Mit dem Greifzug muss ich zwar emsig hebeln, aber der irgendwie voll funktionierende 12 Volt-Bordnetz bleibt unberührt ... und tut - zumindest bisher noco immer - problemlos seine Arbeit :]
Ja und außerdem kann ich den Landy und alles andere "an jeder Ecke packen", wenn`s pressiert ;)
Servus aus den Südstaaten
Ferdinand
... der sich mit der Physik nicht nur in der 9. "schwer getan hat" 8)
LandyAndy101
04.05.2006, 09:31
Hallo Guido,
ich finde die Erklärung von Dirk klingt logisch, wenn man ein Voltmeter im Fahrzeug hat und das mal beobachtet wenn man den Anlasser betätigt sieht man wie da die Spannung in den Keller geht!
Aber Guido mal ganz ehrlich, auch wenn man in Physik nicht aufgepaßt hat, wie kommt man auf die Idee eine E-Winde zu betreiben wenn der Motor nicht läuft und das Licht an ist???????
Hast Du nie das Boot gesehen oder Apollo 13? Was haben die für einen Aufwand betrieben um die Batterien zu schonen bzw. bei Leistung zu halten.
Mal ehrlich die Winde zieht, je nach Bauart, einen ähnlichen Strom wie der Anlasser, setzt Du Dich ins Auto und machst erst das Licht an und startest dann den Motor?
Bei vielen Fahrzeugen wird in der Startstellung des Zündschloß der gesamte restliche Stromkreis abgeschaltet (mein Fiesta: Zündung auf Start = Radio geht aus!).
Die Lösung ist also ganz einfach: Im Windenbetrieb möglichst Motor laufen lassen und Licht aus.
Bei 24h Veranstaltungen / Nachtfahrten ist das nicht möglich, dann kommst Du um doppelte Batterien mit Trennschalter nicht herum.
Gruß
Andreas
Moin!
Ich hab auch lieber eine extra Batterie für die Winde(n). Erstmal hat man immer Strom zum Starten zur Verfügung, wenn der Motor mal aus ist und man trotzdem winchen muss und man hat genug Spannung für die Zündung, wenn die Winde versucht sich 400A aus der Batterie zu ziehen. Ist beim Benziner ja auch nicht ganz unwichtig.
Der Fehler trat auf, bei der normalen Pflege der Winde (Ihr wisst einmal alle paar Monate abspulen, eincremen, aufrollen. Also winden ohne Last, nur aufwickeln, das traue ich meiner Batterie schon zu, macht die auch prima.
Das ich unter Trial- /Forst- /Baustellenbedingungen um die zweite Batterie, ggf einen eigenen Generator oder besser eine mechanische Winde nicht herumkäme, ist mir auch klar.
Grüße, Guido
Original von Willys43
Jo - ich versuche es mal. Obwohl mir dieses Problem jetzt schon einen Handfesten Streit mit meinen Kollegen eingebracht hat.
....
-nun die Winde einschalten, ein sehr hohe Last für eine "normale" Starterbatterie, die Batteriespannung geht weiter runter, schätzen wir mal auf 9 V (starke Winde+hohe Last)
-jetzt fließen über die Kontakte des Relais schon ca 11,1 A (also schon 33% mehr)
ich meine du hast einen Gedankenfehler.
die Leistung ist bei fallender Spannung nicht konstant.
Sondern der Widerstand (R) ist fast konstant.
=> R=const.
=> I(Strom) = U(Spannung)/R
=> P(Leistung) = I * U = U/R * U = U²/R => R= U²/P
bei 12V : P=100W R=1,44 Ohm I=8,33A
bei 9V : nur P=56,25 W und I = 6,25 A
Detlef
Willys43
04.05.2006, 13:08
@ Detlef,
stimmt - da hat sich bei mir ein Denkfehler eingeschlichen. Ich habe den Widerstand völlig außen vor gelassen. (eigentlich ein sehr dummer Fehler)
Bleibt noch die Spule für das Relais. Eine abfallende Batteriespannung kann dazu führen, das die Relaisspule die Schaltkontakte nicht mehr voll anpresst - die Schaltkontakte haben einen erhöhten Übergangswiderstand und werden heiß - die ganze Sache "schaukelt" sich auf und das Relais ist hinüber. Dafür würde sprechen, das ja mit laufenden Motor alls o.k. ist. Ein extremes "flattern" des Relais hätte Guido aber sicher bemerkt.
Werde morgen mal (versuche es zumindest) eine Relaisschaltung aufbauen und schauen, ob ich das mal simuliert bekomme. (Jetzt will ich es wissen!!!! :evil:)
Leider kenne ich den Relaistyp, nicht aber zum Testen werde ich schon was finden.
Grübelnd verbleibend Willys43 -Dirk
Immer davon ausgehend das die Verkabelung i.o. ist.
blacklandy
04.05.2006, 13:47
Tippe ebenfals auf eine schlechte Masseverbindung der Winde und/oder schlechte Masseverbindungen die an den Windenrelais liegen.
Mann könnte das mal testen, indem man besagte Maseabschlüsse direkt an den Minuspol der Batterie legt!
Tippe ebenfals auf eine schlechte Masseverbindung der Winde...
Klärt mich auf, beide Kabel, plus und minus liegen bereits an der Batterie mit Polklemmen. (Auch die Zusatzscheinwerfer sind so verkabelt) Muß ich noch eine Erdung des Gehäuses selbst sicherstellen?
Grüße, Guido
Willys43
04.05.2006, 18:36
Normal nicht - die direkte Leitung zur Batterie ist ja eigentlich die beste Masse. Und es geht ja nicht das Windenrelais kaputt, sondern das für das Zusatzlicht. Es sind ja auch 2 getrennte Stromkreise.
Morgen hoffentlich mehr wissend - Willys43 - Dirk
blacklandy
04.05.2006, 23:21
Klärt mich auf, beide Kabel, plus und minus liegen bereits an der Batterie mit Polklemmen. (Auch die Zusatzscheinwerfer sind so verkabelt) Muß ich noch eine Erdung des Gehäuses selbst sicherstellen?
Grüße, Guido
Versuche es mal mit einer seperaten Leitung, denn wenn die Anschlüsse keine unerwünschten Übergangswiederstände haben, ist zu vermuten das die Masseleitung/en selbst marode sind.
Der -Pol der Starterbatterie ist ja mit dem Chassis verbunden und wenn obiges zutrifft findet der Strom halt über den Verbraucher/Winde einen anderen Weg zur Masse. Es wäre also nicht von nachteil auch den -Pol der Zweitbatterie mit dem Chassis zu verbinden.
Willys43
05.05.2006, 21:01
So- heute "Labor-Versuchs-Aufbau" gemacht.
Alles aufgebaut wie wir dachten, das es ungefähr mit Guidos tatsächlicher Verkabelung übereinstimmt. Als Windenmotor mußte ein ausgedienter E-Rollstuhlmotor herhalten, der Zusatzscheinwerfer war ein "fetter" Leistungswiderstand.
Ergebnis: Relais zum "flattern" gebracht - Schaltkontakte sind "abgeraucht".
Dann mit Labornetzteil Spannung relativ konstant gehalten- alles i.o..
So das wars....- im Labor. Mal sehen was "Guidos Praxistest´s" in Zukunft ergeben.
Grüße Willys43 - Dirk
Hi, Daniel Düsentrieb,
Du hast nicht zufällig ein Photo von dem Laboraufbau? Würde mich freuen,
Grüße, Guido
*der sich in Zukunft nur noch windet, wenn er läuft*
LandyAndy101
06.05.2006, 10:53
Dirk,
mal geprahlt: Das hatte ich fast erwartet.
Mal im Ernst, mir ist im Nachhinein noch etwas eingefallen.
Als ich noch einen 110 er hatte, hatte der auch ein E-Winch.
Zu Anfang mit nur einer Batterie, nicht weil ich es nicht besser wußte sondern wegen fehlender Kohle, also bis zum nächsten oder übernächsten 1.
Probieren mußte man natürlich trotzdem mal. Mein 110 hatte direkt hinter der Spritzwand eine Art Hauptrelais, sprich: Zündung an, Relais klackt hörbar und alle Kontrolllampen gehen an. Ich weiß allerdings nicht ob dieses Relais serienmäßig war.
Zog jetzt die Winde voll an und mußte etwas länger arbeiten so konnte ich hören wie dieses Relais das flattern anfing.
Original von gkuehn
Der Fehler trat auf, bei der normalen Pflege der Winde (Ihr wisst einmal alle paar Monate abspulen, eincremen, aufrollen. Also winden ohne Last, nur aufwickeln, das traue ich meiner Batterie schon zu, macht die auch prima.
Das ich unter Trial- /Forst- /Baustellenbedingungen um die zweite Batterie, ggf einen eigenen Generator oder besser eine mechanische Winde nicht herumkäme, ist mir auch klar.
Grüße, Guido
@ Guido, aufgrund fehlender Smilies hoffe ich nicht das Du verärgert warst, „Is mir auch klar“ erweckt allerdings den Eindruck! Daher:
Der Hinweiß auf Wettbewerbe oder ähnliches war eigentlich nicht so direkt für Dich, nach den Erfahrungen der letzten Wochen wollte ich nur vermeiden das ein Quereinsteiger im Geistmodus ohne PN Möglichkeit dazwischen nörgelt: Wenn man wie ich.... härteste Bedingungen.....immer Nachts.....nur Ich......Ihr alle klein.....
Man macht sich ja im Laufe der Zeit doch ein Bild von den Mitschreibern und ich schätze Dich nicht als harter Wettbewerbsteilnehmer ein (Bin ich auch nicht). Ich glaube in dem Punkt sind wir ähnlich wir fahren beide gerne, aber nach einer gewissen Zeit, spätestens aber wenn’s dunkel wird zieht’s uns zur Futterstelle. Täusche ich mich da?
Viele Grüße
Andreas
@Andreas Nein, nicht verärgert, ganz und gar nicht. Das war schon richtig und trägt für andere zum besseren Verständnis bei.
Trial würde mich reizen, allerdings habe ich im Auto das Orientierungsvermögen einer Amöbe. Schließt sich also aus. Jan lacht sich immer einen Ast, wie ich es schaffe mich zu verfahren, was mir die Freude am Fahren ganz und gar nicht nicht vermiest. Abendlicher Futtertrog ist ok, muß aber nicht sein. Zur Not schlafe ich im Stehen und ernähre mich zwei Wochen von Thunfischdosen.
Grüße, Guido
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