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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Perkins Diesel; TÜV, Zulassung?


HarryK
11.03.2006, 20:53
Hallo Zusammen,

ich will mir nächste Woche mal etwas genauer einen 109er HT RHD anschauen. Das Fahrzeug kommt aus England und war noch nicht in Deutschland zugelassen. Laut Besitzer ist in das Fahrzeug schon vor Jahren ein 3.3 Liter Perkiins Diesel mit ca. 80 PS eingebaut worden.

Bezüglich der Maschine habe ich leider bislang Null Ahnung. Kriegt man so was problemlos zugelassen; ist eine H-Zulassung trotz Umbau möglich; sind für das Teil hier in D Ersatzteile zu bekommen, taugt der Motor was?
Außer den V5 Papieren und einem Handbuch hat der derzeitige Besitzer nichts.

Für Infos im Zusammenhang mit Fahrzeug und Motor wäre ich sehr dankbar.

Gruß HarryK

sweetwater
12.03.2006, 08:26
Das wird schwierig!

Moin erstmal,

also der TÜV Prüfer bedient sich bei der 21´er Abnahme sog. Datenblätter, in dennen stehen alle relevanten Daten des Fahrzeugs. Aber darin stehen natürlich nur die Original-Verhältnisse - also wie der Wagen das Werk verlassen hat. Wenn du jetzt einen Motorumbau gemacht hast, hat sich einiges verändert - von der Motornummer über die Leistung bis hin zum Gewicht - da ist das Datenblatt also dan kaum noch was wert....

Ich war gerade erst mit meiner "Claire" beim TÜV (auch RHD aus England zur 21´er Abnahme) - alles original dachte ich - bis auf den Vergaser - Weber, Anstelle von Zenith... Naja der Prüfer hatte ein Nachsehen und gab zu das innerhalb von 28 Jahren, Verbesserungen in der Konstruktion und im Bau von Vergasern durchaus als Argument für einen moderneren Vergaser sprechen. ich habe alerdings keine Oldtimerzulassung haben wollen - dann wäre es wahrscheinlich nicht gegangen - nur Original...

Mein Rat: lass das jemanden anderen machen, außer du willst nochmal den Motor zurücktauschen zum Original, nur um TÜV zu bekommen! :rolleyes:

Gruß
Constantin

Jens109
12.03.2006, 14:31
Ich hatte zwar mal eine Kopie von Papieren eines 88ers mit Peugeot Diesel UND H-Zulassung aber das war bestimmt nicht leicht. Wenn du die Wahl hast würde ich mir einen einfacheren Weg suchen.

Jens

Oldtimerfahrer
12.03.2006, 19:49
Dürfte eigentlich nicht so schwierig sein, wenn so viele laufen in Deutschland mit DB Motoren drum herum...aber hängt mit die ortliche gegebenheiten ab. Der Perkins wiegt einiges mehr als ein LR diesel wahrscheinlich...

Mein prüfer hat ein verzinkten Rahmen abgenommen und hat auch nichts gegen nicht originale Vergaser (wenn die originalvergaser nicht mehr verfügbar sind wie die uralte Solex Vergaser). ich habe mal ein 109er 6-zylinder Karosserie mit ein Perkins 4203 gehabt. War sehr laut...und drehte sehr langsam. Mit 235-85 R16 und ein Overdrive erreichte er gerade 100 kmh...Viel spass.
Oldtimerfahrer

mgo
12.03.2006, 22:54
Die Entscheidung ist abhängig vom einzelnen Prüfer. Der Perkins ist meines Wissens ein relativ neuer Motor und ist auch kein zur Zeit der Produktion üblicher Umbau.

Bei einem DB oder Peugeot Motor kann ich mir eine H-Zulassung u.U. vorstellen da diese Umbauten früher üblich waren.

Für eine H-Zulassung würde ich persönlich nur auf originale Fahrzeuge zurückgreifen.

Mgo

HarryK
12.03.2006, 23:24
Erst mal Dank für die Infos, ich werd mir die Sache mal genau ansehen. Wenn ich dann hoffentlich etwas genauer weiß welcher Perkins da unter der Haube werkelt und wann der Umbau durchgeführt wurde, dann mach ich mich bei meinem TÜV´ler schlau. Ich bin zwar gespannt wie ein Flitzebogen, die Vernunft ist aber gottlob noch nicht völlig ausgeschaltet.
Gruß HarryK

Roland_Z.
13.03.2006, 16:25
Hallo HarryK,
das mit dem TÜV fragen dürfte der beste Weg sein.
Der TÜV-Prüfer der Dir die Auskunft gibt sollte dann das Auto auch abnehmen.
Dann dürfte kaum etwas schiefgehen.
Gruß,Roland.