Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Türschaniere einfetten
Big Sven
27.06.2004, 09:49
Hallo Forum!
Ich weiß, dass dieses Thema bestimmt schon mal behandelt wurde, aber ich frage trotzdem nochmal. Die Schrauben der Türschaniere und die der Motorhaubenbefestigung fangen ja oft sehr schnell an zu rosten. Jetzt gibt es ja Experten, die ein drittes Metall ins Spiel bringen und die Originalschrauben durch VA-Schrauben ersetzen. Ich habe von anderen gehört, dass sie einfach die Schrauben mit einem Mehrzweckfett einschmieren. Wie sieht es aus, wenn man die Schrauben heraus nimmt, mit Kupferpaste einschmiert (hat auch den Vorteil, dass sie später mal sehr leicht herausgehen) und wieder einsetzt? Welches ist die beste Methode? Was habt Ihr gemacht?
Vielen Dank für Eure Tipps!
Sven
markus-christine
27.06.2004, 14:08
salü,
schrauben rausdrehen und reinigen, nicht abbürsten nur mit wd 40 oder anderem kriechöl. dann einfetten mit kupferpaste oder montagepaste und einbauen. verrostete scharauben austauschen.
ob v4a oder verzinkte der güteklasse 8.8 oder besser ist eine glaubensfrage. viel spass beim schrüübele!! :)) :P
grüsse
Stephan2703
27.06.2004, 20:58
Hi,
bei Kupferpaste fällt mir ein, das Kupfer und Zink nicht zusammen kommen dürfen. Das gibt eine elektrochemische Reaktion:
Eine leitende Verbindung zwischen dem Zink und dem edleren Kupfer, an dem die Überspannung zudem geringer ist, begünstigt die Reaktion, bei der Zink zu Zn2+ oxidiert und an der Oberfläche des Kupfers Oxoniumionen zu Wasserstoff reduziert werden. Analoge Verhältnisse liegen vor, wenn Kupfer und Zink direkt miteinander in Kontakt stehen oder ganz allgemein, wenn Metalle unterschiedlichen Potentials bei Vorhandensein von Feuchtigkeit in Verbindung stehen.
Ich weiß allerdings nicht, ob in Kupferpaste auch Kupfer drin ist, oder ob die nur wegen der Farbe so heißt.
Gruß,
Stephan
@Stephan
Es ist schon so, dass die Kupferpaste ihren Namen von den darin enthaltenen Kupfer-Partikeln hat.
Ich selbst habe die Schrauben nicht herausgedreht (sie zeigten noch keine Korrosion), sondern einfach einen Batzen Fett draufgeschmiert. Und was soll ich sagen: Das Fett ist nach zwei Jahren immer noch drauf, und Korrosion ist keine drunter.
Elch
Reiselustig
28.06.2004, 14:02
Kettenfett vom Mopped? Haftet wie die Pest und klebt auch nach 1-2 Tagen nicht mehr. Mein Rover-Händler sprach auch von Einfetten oder aber Lackstift. Ich persönlich würde eher zu Lackstift tendieren, denn wenn die beste Frau von allen mal mit dem edlen Zwirn am Fett langschleift, könnte die Krise vorprogrammiert sein ;-).
Die Edelstahlschrauben-Geschichte (besser nicht machen aufgrund unverträglicher Metalle) nehme ich mal als sinnvoll hin und lasse das lieber bleiben mit dem Austausch. Hat Landrover dazu denn schonmal was gesagt?
WernerCoenen
28.06.2004, 19:13
Hallo,
die Schrauben an den Haubenscharnieren habe ich ausgebaut und mit einem Lackstift in Wagenfarbe behandelt. Genau so habe ich das mit den Türscharnieren gemacht. Das Fahrzeug ist jetzt 3 Jahre alt und noch kein Rost an den Schrauben. Wie man hört sind VA-Schrauben auch nicht so problemlos. Man könnte auch die Schrauben durch gut galvanisierte Schrauben ersetzen.
Reinhold
28.06.2004, 19:43
Ich habe VA Schraubensatz vor ca 3 Jahren eingebaut. Der Satz kam allerdings mit speziellen PVC Blindscheiben um Alukorrosion zu vermeiden. Ich habe zudem die Schrauben vor dem Einbau mit Amsoil Kettenoel (Synth. Motorrad Kettenoel) eingesprueht, sonnst kann es schon passieren dass das zaehe VA Gewinde sich festfrisst.
Hallo,
Edelstahlschrauben können in Verbindung mit anderen, unedleren Metallen zu Kontaktkorrosion führen. Also lieber die Hände weg, wenn Alu oder verzinktes Blech direkt daran anstoßen, denn möglicherweise bleibt die Schraube heil, aber ein angrenzendes Bauteil wird zur "Opferanode" und rostet.
ado
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