Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Leistungssteigerung Defender 90 4.0 V8
berti1554
15.04.2009, 17:55
Hallo Leute,
Mein Onkel hat einen Defender 90 V8 mit der 4 Liter Maschine - ist das Sondermodell 50th Anniversary Bj. 98. Das Fahrzeug ist ja so nicht schlecht, mit der Zeit gewöhnt man sich aber an alles, auch and 185PS in einem Defender. Und damit sind wir beim Thema. Er (mein Onkel) hat nun den Plan gefasst den Motor etwas mehr Power zu verpassen. Angesetztes Ziel sind um die 280PS. Und damit zu meinen Fragen:
1. Ist das ein realistisches Ziel für diesen Motor? Die Lebensdauer steht dabei nicht im Vordergrund da das Auto ohnehin nur ca. 3tkm im Jahr bewegt wird, es ist ein Drittauto neben einem schwedischen Pkw und einem 110er mit 300tdi-Motor.
2. Welche Arbeiten müssen ausgeführt werden um das Ziel zu erreichen? Ich gehe mal von höherer Verdichtung, anderer Nockenwelle und angepassten Kennfeldern der ECU aus. Eventuell größere Ventile?
3. Wie sieht es mit dem Wandler und dem AT aus, ist das ausgreichend dimensioniert? Bei der Suche im Forum habe ich den einen oder andere Thread gefunden in dem empfohlen wird den Wandler aus dem RRC 4.2 zu verwenden. Diese Themen haben sich allerdings auf den 3.9er Motor bezogen. Hat der 4.0 den gleichen Wandler?
4. Gibt es im süddeutschem Raum oder in A einen Tuner der ausreichend Erfahrung für so einen Umbau hat? Das Fahrzeug fährt in Tirol, kann für den Umbau aber natürlich überstellt werden. Eine Eintragung des Umbaus ist eigentlich nicht gewünscht da in A sowieso nur sehr schwierig. Bei der Auswahl des Tuners stehen nicht die Kosten im Vordergrund (obwohl diese im "Rahmen" bleiben sollten - aber mir is schon klar, dass das was kostet) sonder eher, dass der Umbau profimäßig durchgeführt wird.
Ich weiß, viele Fragen. Aber bei so einem Projekt höre ich doch gern die Meinung eines Fachkundigen Publikums.
Danke - Robert
wie wärs mit nem corvette-Motor und 6-Gang-Schaltgetriebe?
280PS aus dem 3,9er bzw 4.0er was so ziemlich das gleiche ist, halte ich für nich sonderlich ratsam! Wenn dann doch gleich den 4,6er samt Automat 4HP24, das könnte halten!
Das teuerste an so einem Umbau is die Bremsanlage!!!
berti1554
15.04.2009, 20:18
Hi gsmix,
Die Sache hört sich sehr verlockend an, hat aber 2 Haken: Erstens ist es nicht mein Auto und daher treffe ich nicht die Entscheidung. Für meinen Onkel kommt es sicher nicht in Frage einen so radikalen Umbau durchzuführen. Und zweitens ist dies ein sehr heftiger Umbau den wir so in A nicht durch den TÜV bekommen. Ich habe mich letzte Woche mit "Meinem Mann beim TÜV" (isn Zivilingenieur) getroffen um abzuklären wie's mit der Eintragung von dem 3.9er V8 aus dem RRC im oneten aussieht. Das geht (Umbau bzw. Demontage des Spenders wurde gestartet, mein oneten hat seinen 200tdi auch schon verloren:D), aber alles weitere ist schwierig und teuer. Schon klar über Umwege geht alles, dies geht aber am eigentlichen Ziel vorbei.
Fakt ist, dass der jetzige Motor und das Getriebe bleiben sollen. Sind 280PS zuviel, dann müssen hier Abstriche gemacht werden:(.
mfg - Robert
PS: Ich ruf dich am Freitag Nachmittag an, vielleicht haste ja Zeit, dass wir das mal diskutieren.
desertrover
16.04.2009, 13:14
Hallo Robert,
280 PS aus dem 4.0 sind nur mit sehr großem finaziellen Aufwand erreichbar.
Bei der Wahl der Nockenwelle stehen sehr viele Optionen offen.
Angepriesen wird sehr viel, doch ob dann die versprochene Leistung auch durch einen Rollenprüfstand bestätigt wird, ist die zweite Frage.
siehe mal da: www.v-8.org.uk
Auch ist z.b. sehr viel an den Köpfen zu machen, um genug Luft in den Motor zu kriegen, die RV Köpfe sind gerade dafür bekannt, sehr restriktiv zu sein.
280 PS aus einem 4.6l ist weitaus realistischer, aber trotzdem immer noch aufwendig und gerade so die Grenze, die der Block und die Kurbelwellenlagerungen etc. ohne größere Eingriffe aushalten.
Der 4.6l hält überdies bis max 5.500U/min, darüber müssen tiefgreifende Änderungen am Ventiltrieb, den Pleueln etc. durchgeführt werde.
Lieber 250 PS und dafür ein ordentliches Drehmoment mit früh einsetzender und flach verlaufender Kurve. Das ist auch relativ realistisch und "preiswert" zu erreichen.
PS: Ich hab noch eine 4.6l Kurbelwelle im Keller liegen.
Bei Interesse PM
jefedemaquinas
04.06.2009, 08:04
Was soll den technisch alles über die Bühne gehen und wo liegt die fianz. Schmerzgrenze?
Bei einder solcgen Leistung, sollte man auch an den Antriebsstrang und Fahrwerk mit denken... So viel PS`ses sind schon einiges in einem originalen LR dieser Baureihe
ChristophB
04.06.2009, 09:40
Hallo!
Ich empfehle dir/deinem Onkel ein Stroker Kit.
Das sind Kurbelwellensets, verfügbar mit unterschiedlichen Hüben (?).
Damit lässt sich der Hubraum des 4.0l-Motors bei unveränderter Bohrung auf 4.6/4.8/5.0/5.2 liter anheben und von außen sieht man rein gar nichts und es kann jede vernünftige KfZ-Werkstatt (oder man selbst) einbauen.
Zusätzlich würde ich noch eine andere Nockenwelle verbauen und einen Fächerkrümmer montieren sowie die Ansaug/Abgaskanäle der Zylinderköpfe auf Dichtungsmaß erweitern.
Natürlich muss die Motorsteuerung auf den größeren Hubraum etc angepasst werden.
Das sollte aber jeder seriöse Tuningbetrieb mit Leistungsprüfstand hinbekommen. Aber es gibt sicherlich auch Fertig-Chips.
http://www.v8tuner.co.uk/category.php?id=29
http://www.v8tuner.co.uk/category.php?id=14
Grüße,
Christoph
PS: Kompression erhöhen hat auch noch keiner Leistungssteigerung geschadet ;)
Landybehr
04.06.2009, 14:11
Ich würde auch nicht pur nach der Leistung schielen. Die kommt nur mit großem Hubraum da "an", wo "man" sie braucht. Ansonsten geht es über Drehzahl .. und wer hat schon Lust, im Geländewagen einen Motor hochzudrehen ? :)
der 4.0er Ninety hat schon den passenden, "neuen" Block mit größerem Durchmesser der Kurbellager und der Querverschraubung. Das drängt sich da ja sowas von auf, Kolben-Pleuel + Kurbelwelle zu wechseln mit 4.6er-Teilen und dann ist die "Basis" -von außen nicht erkennbar - schonmal passend.
Ich meine, die Stroker-Kits sind nur für die älteren Blöcke mit dem kleineren Lagerdurchmesser. Ich würde da aber den 4.0er Block behalten. Wäre strategisch wohl günstig in diesem Falle.
Bei den Köpfen ist es "bremsen und loslassen". Für mich sind´s aber i.d.R. Maßnahmen, die die Drehfreudigkeit verbessern und dann kommt mein Eingangssatz zum Tragen.
Immer gut zu empfehlen ist das Buch "How To Power Tune The Rover V8" von Des Hammill. Da sind gute Bilder und gute Infos zu allen Komponenten drin. Auf englisch zwar, aber gründlich. Denke, die Lektüre hilft dabei, seine Entscheidung zu treffen. Kostet 30-40€.
ChristophB
04.06.2009, 14:33
Also bei den von mir verlinkten Kits gibt es jeweils die Auswahl "Large Journal" und "Small Journal".
Ich verstehe auch deine Abneigung gegen das *Hoch*drehen eines Motors im Geländewagen nicht.
Ich finde drehfreudige Motoren angenehmer zu fahren, das bedeutet ja nicht, dass sie untenrum keinen Punch haben.
Gerade bei Hubräumen von um die 5 liter ist doch in jeder Lebenslage so viel Kraft vorhanden, dass auch ein bisschen Drehfreude ins Spiel kommen kann.
Weil seien wir ehrlich: um im Gelände souverän vorwärts zu kommen, reichen 100PS locker (gerade mit Automatik).
Alles was man mehr will ist eh für die Strasse.
Grüße,
Christoph
jefedemaquinas
04.06.2009, 16:15
Euch viel Spass mit euren Antrieben....
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