Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Serie 2A mit Mercedes 220 Diesel Motor
Hallo Landy Fans,
ich habe mir vorigen November einen LR88 Serie 2A zugelegt.
Grund hierfür war das ich nicht immer diversen Kumpels auf den Nerv gehen will wenn ich mal wieder ein Auto mit Anhängerkupplung brauche.
Gesagt getan, ein Blick in ebucht, 500 Euro eingegeben und schon war die Kiste mir, hatte ich echt nicht mit gerechnet das ich mit 500 Euro Erfolg haben würde.......
Naje jetzt steht er auf dem Hof und wartet auf seine Wiederbelebung.
Bremsen müssen gemacht werden und der Rahmen ist an diversen Stellen zu schweisen.
Die Sache ist nur das er ein 220er Mercedes Motor Om615 aus dem Unimog hat, der ist auch schon seit 1992 eingetragen, sollte daher beim H-Kennzeichen kein Problem darstellen.
Jetzt habe ich eben mal ein wenig hier im Forum gespöbert und gelesen das der Mercedes Motor die schlechteste Wahl wäre eine Fremdmotor einzubauen, das obwohl er in Hubraum und Leistung dem 2 1/4 Liter Original Motor doch ziemlich nahe kommt.
Der Landy ist jetzt nicht gadacht für Wüsten oder Trail Einsatze gedacht, er soll mir viel mehr helfen wenn ich mal wieder einen Mini mit dem Anhänger holen will oder Pakete zur Post fahren muss.
Der Merdedes OM615 ist der meistgebaute Diesel von Mercedes, da kann er dich so schlecht nicht sein? Er wurde ja schließlich auch im Unimog eingesetzt......
Was meint ihr?
Gruss
Henning
Moin Henning,
<Hören und sagen>
Also der alte Benz Diesel soll einer der zuverlässigsten Motoren sein die je gebaut wurden. Fahren immer noch zu hunderttausenden überall auf der Welt herum und Km-Leistungen von einer halben Million Km sollen durchaus möglich sein. Bei guter Pflege versteht sich.
Der Umbau auf diesen Motor soll einer der häufigsten gewesen sein, damals. Meckern kann man nur über den Leistungscharakter des Motors. Soll mehr einer Wanderdüne als einem Auto ähneln. Der Landy ist ja schon so kein Vorbild an Spritzigkeit (Wenn man von meinem 6pot absieht ;) ) aber mit den (kleinen 220) Benz ist er echt lahm. Dafür ist der Benz aber recht sparsam. gerüchteweise so um die 7 bis 8 Liter. Und PöL-fähig.
Ach ja: Der 300er ist da die bessere Wahl.
</Hören und sagen>
Meine Empfehlung: Bau ihn erstmal auf und fahre ihn. Wenn er nicht das ist was Du Dir vorstellst ist der Rückbau auf Originalmotor "relativ" einfach und preiswert.
Ciao und viel Spaß
Pascal
Also das H-Kennzeichen sehe ich da nicht so unproblematisch. Früher wurden in die Landys Mercedesmotoren eingepflanzt, weil diese angeblich besser sein sollten. Das macht man jetzt eher nicht mehr, vorallem wegen H-Keinnzeichen. Auch wenns seit 92 eingetragen ist, ist es kein zeitgenössischer Umbau. Aber das habe ich alles so läuten hören, sind keine persönlichen Erfahrungen.
Gruß Christian
eulenspiegel
19.02.2009, 08:23
Hallo Henning,
erstmal Glückwunsch zum Landy, auch wenn bei dir wohl noch eine Menge Arbeit auf dich zukommt.
Zum Motor: Ich halte die Mercedes-Diesel an und für sich als mit die besten Dieselmotoren überhaupt, sie sind robust und langlebig und recht gut für alternative Krafstoffe wie Pöl geeingnet. Nur sind sie halt für den Einsatz im Pkw gebaut worden, haben also niht unbdingt eine Traktor-Charakteristik. Andererseits haben sie ja auch, wie du geschrieben hast, im Unimog ihren Dienst getan. Hin und wieder liest man auch das sie nicht so mit dem orginalen Getriebe und den Achsen harmonieren.
Das sind viele Gedanken, die man sich vor einem Umbau machen sollte. Bei dir ist der Motor schon drin. Deshalb würde ich ihn, wenn er in Ordnung ist, erstmal drinlassen, wenn es dir auf Orginalität nicht so ankommt, und so liest sich dein Thread ja auch. Was dann kommt wird sich zeigen.
Das ist meine Meinung, ich bin aber in der Hinsicht kein Experte. Wenn ich etwas Falsches behauptet habe möge man mich korrigieren.
Grüße
Til
Moin.
Ich würde die Kiste erstmal so wie ist 'frisch machen' und dann fahren.
Die Nachteile werden sich Dir schon aufzeigen. Ich denke der OM615 wird ständig im oberen
Drehzahlbereich orgeln. Ich kenne nur den OM616 aus dem 123er (T-Modell). Mit Automatik
mag das gehen, eine Rennmaschine ist der nicht, aber mit zwoeinhalb Tonnen und Schalter,
das wird dann eine Drehzahlorgie.
Evtl. ergibt sich ja mal der Vergleich zu einem LR Diesel oder Benziner. Dann kann man das Setup
ja immer noch mal ändern.
Viel Spaß mit der Kiste!
M.
Danke schonmal für die Komentare.
Beim Spritverbrauch hoffe ich auch auf unter 10 Liter, mal sehen was mich so erwartet.
Erst habe ich gedacht mit ein paar kleinen Ausbesserungsarbeiten am Rahmen sei der Drops gelutscht aber die einzig richtige Vorgehensweise ist die alles bis auf die Spritzwand abzuheben und sie Rahmen ordendlich zu schweisen, alles andere ist Murcks.
Ich füge mal die Bilder an die in ebucht drin waren, naja wie gesagt 500 Euro, da kann mal ja nicht viel verkehrt machen......
vorsicht mit dem MB-diesel , keine h-zulassung mehr möglich.
also bevors ans eingemachte geht , vorher beim freundlichen TÜV nachfragen !!!!!!!
kenne hier bei uns einige serie - fahrzeuge , die jetzt mit roter nummer durch die gegend fahren , da sie keine h-zulassung mehr bekommen haben .
horst
Beim Spritverbrauch hoffe ich auch auf unter 10 Liter, mal sehen was mich so erwartet.
Ich hoffe Du hast eine hohe Frustrationsschwelle, denn unter 10 l in der Serie ist bei egal welcher Motorisierung nur im Standbetrieb zu machen. Schaltfaul auf der Bahn dahingleiten 12-16l Innenstadt Winter Kurzstrecke 15-25l. So sieht das aus. Und klar der Mercedes war auch im Bundeswehr MOG, aber da hat er gesoffen dass einem keine Tränen mehr kamen, also plusminus 30l auf der Strasse.
Alles in allem hoffe ich, das Spritverbrauch und H-Kennzeichen nicht Deine Hauptkriterien für den Kauf waren. Denn da besteht eine 95% Chance enttäuscht zu werden.
Ansonsten, viel Spaß mit einem der schönsten große Jungens Bastelspaß.
Grüße, Guido
Erst habe ich gedacht mit ein paar kleinen Ausbesserungsarbeiten am Rahmen sei der Drops gelutscht...
Pruust.
Sorry...
You made my day.
Wenn Du mal ein paar Rahmen-Nahkampf-Geschichten lesen willst,
dann sieh Dir mal das letzte halbe Jahr in meinem Blog an: http://landyblog.maik-freudenberg.net
Mein Rahmen hat damals beim Aufladen auf den Hänger schon das erste Mal geknirscht.
M.
Die Frustrationsschwelle bei mir ist sagen wir mal "erprobt", ich habe noch 4 andere Engländer, davon fährt momentan (heute) nur einer und das ist der Mini :-) (Man höre und staune!!!)
Mit dem H-Kennzeichen werde ich keine Probleme bekommen (Vitamin B)
Zum Verbrauch: Ich kann mir nicht vorstellen das der Benz mehr schluckt als ein Rover?!?. Wenn der Umbau auf Mercedes Motoren üblich oder sagen wir mal häufiger vorkam, können die Rover Maschinen ja auch keine Glanzlichter gewesen sein, oder?
Zum Rahmen: schauen mer ma, was mich da erwarten, prinzipiell habe ich vor dem Schweisen keine Angst, jedoch weis ich noch nicht WIE kaputt das Rahmen ist, muss ich erst nochmal genau bei schauen.
Umbauten auf MB die ich kenne, wurden deshalb gemacht, weil der Benziner raus sollte und sich MB als Diesel angeboten hatte (davon gabs einfach viele). ich glaube der Tausch LR-Diesel auf MB-Diesel war auch früher eher keine Option.
Die MBs sind zuverlässig (auch nicht immer, mein Kumpel hatte einen 240er Motorschaden, Vorkammer gebrochen und Folgeschäden), brauchen ca. gleich viel (Ich würde so 10-11 Liter sagen) wie der Original Landy-Diesel, haben aber einen PKW-Drehmomentverlauf. Genauer gesagt: Der landy meines Vaters (anno 1978) mit 200er MB war das langsamste Auto in dem ich je gesessen bin. Der 240er bei meinem Kumpel (anno 2001) war da schon besser. Er war leistungsmässig im Bereich des Originaldiesels, aber vom Drehmoment her echt schlecht. Im Gelände war Vollgas angesagt, sonst ist er nirgends rauf gekommen. Und Vollgas kommt dem Grip nicht immer entgegen. Highspeed war sogar besser als im Originaldiesel.
Zum Verbrauch: Ich kann mir nicht vorstellen das der Benz mehr schluckt als ein Rover?!?Das waren nicht die Verbrauchswerte des Benz, ich habe die Verbrauchswerte von gut eingestellten LR 2,25l Motoren aufgelistet. Ganz klar jede Verbrauchsangabe unter 11l ist Mythen und Märchen und klappt wenn überhaupt nur unter kaum zu wiederholenden Idealbedingungen. Ich halte mich da eher an gemittelte Durschnittsverbrauch aus der Erfahrung mit diversen Landys.
Den Mogverbrauch des Benzbenziners kannst Du überall nachfragen, wo ein solcher sein Gnadenbrot absteht.
Der OM wird in der Heckflosse sicherlich einen besseren Verbrauch haben, als im Landy, denn er hängt an einem anderen Antrieb, besser gesagt an einem zum Motorprofil passenden Antriebsstrang.
Der 2,25l Benziner ist eigentlich unkaputtbar, solange er Öl bekommt und nicht ständig an der Drehzahlgrenze getrieben wird. Der Diesel ist da etwas emfindlicher, zumal er trotz der ungleich höheren Kompression bis in späte Jahre wie sein Benzinbruder auch nur dreifach gelagert war. Aber eigentlich auch eine bis aufs Öl komplett anspruchslose Maschine. Die Benzmotoren kamen in die Fahrzeuge, weil sie a.) verfügbar waren und b.) es lange Jahre kein LR Vertriebs- und Servicenetz in Deutschland gab. Also niemand die Motoren kannte, noch routinemäßig warten konnte. Das war der Grund.
Grüße, Guido
christopher
19.02.2009, 11:41
Moin auch!
Hier mal was aus eigener Erfahrung:
Bei den TÜVs die ich bislang besucht habe (Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein) war das H-Kennzeichen völlig unproblematisch. Die Motoren waren immer älter als das Fahrzeug. Nicht mal der Hauch einer Diskussion. Die Winde macht da mehr Probleme.
Den OM615 kenne ich nicht ganz so gut wie den OM616.
Generell: Es gibt PKW-Motoren und LKW-Motoren bzw. Industriemotoren.
Der PKW braucht eine andere Leistungskurve als der Transporter. Die Nockenwellen und der Ansaugtrackt sind unterschiedlich.
Meine persönliche Erfahrung: Der OM616 aus dem Transporter ist gut für 100km/h und zieht im Gelände ganz gut ab (mein Empfinden). Der PKW-Motor erscheint permanent überfordert und zieht im Landy keine Wurst vom Teller. Die Höchstdrehzahl erreicht er eigentlich nur im FreeRun.
Ich werde weiter umbauen, bei meinen Nutz-Landys. Was zuverlässigeres als den MB-Diesel gibt es wohl kaum. Läuft und läuft und läuft....
Bis denne,
Chris
Der OM616 im 123er geht schon nicht unter 10 Liter.
Dann noch eine gute Tonne mehr Gewicht und ein CW-Wert einer
Schrankwand quer zum Fahrtwind und er ist bei guten 13.
Wie sagt man so schön:
Kraft kommt von Kraftstoff.
M.
Hallo Chris,
woran erkenne ich denn ob der 220er Motor bei mir wirklich aus dem Unimog stammt?
Das einzigste was ihn von einem PKW Motor unterscheidet und meine Hoffnung stüzt das er vielleicht aus einem Unimog kommt, ist das der Öldeckel hinten am Ventildeckel sitzt, eher unpraktisch bei PKW´s?!
Wesit du das genau das die Benz Diesel unterschiede in der Karakteristik hatten?
...
Dann noch eine gute Tonne mehr Gewicht...
Wieso? der LR88 wiegt doch nur 1450kg?!?
Wieso? der LR88 wiegt doch nur 1450kg?!?
Jupp,
hast Recht, ich denke da immer an meine Kiste...
Die hat ein paar Pfund mehr auf den Rippen.
M.
mirtschy
19.02.2009, 13:16
Hallo erstmal
Ich bin viele jahre in einem Schneeräumfahrzeug gefahren was auch den 240er motor von daimler hat.
Die motoren wurden fast immer bis Höchstdrehzahl ausgedreht.ansonsten bleiben die stehn beim schalten.
Nie Probleme gehabt!Allerdings waren das Transportermotoren also nich die vom PKW.
Absolut drehzahlfest.Zum Verbrauch muß ich sagen das wir mit ca 4t gesamtgewicht unterwegs waren und der verbrauch bei permanenten vollgas so 12l waren.ich denke du wirst da so bei 10l liegen.
mich würde mal interessieren woher man so eine Adapterplatte für nen Daimlermotor bekommt.und was die so kostet.
gruß
carsten
gruß
carsten
dokutext
19.02.2009, 16:07
Fahre einen 88er Serie 3 mit Mercedes Benz Om616, 2,4 Ltr. Diesel. Dazu sage ich nur: das Beste vom Festland und das Beste von der Insel. 10 Liter und kein bischen mehr. Einziger Wermutstropfen: der Auspuff kommt zur falschen Seite raus, noja, die Engländer.
Schöne Grüße Peter
Santana109
19.02.2009, 16:15
Hallo,
wie schon gesagt:Probier den Benz erst mal aus.Der Verbrauch wird in der Gegend von 10-13l auf der Strasse liegen(Bei Gleichbleibendem Fahrstil wird auch mit Unterschiedlichen Wirbel bzw.Vorkammerdieseln fast die Gleiche Leistung "Verbraucht").Der OM615-616 ist eher ein Dreher als ein Drehmomentwunder was seinen Schlechten Ruf im Landy ausmacht.Aber bei Vernünftiger Wartung heult er für Jahrzehnte ohne Mucken.Früher im /8 wurde er so ab ca. 200000km dann im winter ein bisschen Müde mit Anspringen,aber wenn er lief...
Mit Anhänger allerdings:HAVE FUN.
Ich fahr regelmässig meinen Peugeot TD motorisierten 109er mit Hänger das ist dann eher 40tonner Niveau was die Beschleunigung angeht(95PS-200nm)
Gruß Reinhard
Santana109
19.02.2009, 16:37
Und zum Thema H-Kennzeichen kenne ich nur die Version das der Umbau Zeitgenössig sein muss,was beim OM ja wohl zutrifft.Dem Anschein nach scheint dieses Thema in manchen Regionen sehr hochgekocht zu werden.
Reinhard
Hallo Peter,
hast Du denn mit der Maschine ein H-Kennzeichen bekommen?
Ich frage, weil in meinem 88er Serie 3 /1978 ein Ford Diesel 2,3 Liter verbaut wurde.
Wie spannend wird das wohl bei der anstehenden Vollabnahme?
Gruß Wolfgang
siggi109
19.02.2009, 19:00
Hallo Peter,
hast Du denn mit der Maschine ein H-Kennzeichen bekommen?
Ich frage, weil in meinem 88er Serie 3 /1978 ein Ford Diesel 2,3 Liter verbaut wurde.
Wie spannend wird das wohl bei der anstehenden Vollabnahme?
Gruß Wolfgang
das wird wohl auch ein peugeot-diesel sein............... :D
der wurde im granada erst als 2,3l mit 70ps und dann als 2,5l D mit 75ps verbaut.
:D :D
dokutext
19.02.2009, 19:39
Hallo Wolfgang,
habe kein H-Kennzeichen. Komme zur Zeit gut ohne H-Kennzeichen aus.
Peter
Santana109
20.02.2009, 08:43
Hallo Wolfgang,
habe auf meinem 109er ein H-Kennzeichen mit Peugeot 2,5TD.War überhaupt nicht Spannend.(Solltest du aber im Vorfeld mit deinem Tüvtler klären)
Gruß Reinhard
Hallo, kleine Korrektur:D:
Der 2,1 Liter hatte 63 PS von 82 bis 84 im Sierra, von 1978 bis 1981 im Granada, danach gab es mit 2,3 und 67 PS nur im Sierra von 1984 bis ca. 1988. Der Turbo ab 88 im Sierra hatte 75 PS und ist der aufgebohrte ehemals 1,6 dann 1,8L Motor aus dem Fiesta. Nur der Granada hatte den 2,5D mit 69 PS von 1982 Modellwechsel bis 1985 mit 69 PS. Den 2,5 Turbo gab es erst ab 1986 nur im Scorpio, und mit einer Zulassungszählung von ca. 300 Stück um 2002.
Der Peugotmotor hat andere Motorcodes, als der Granada und liegt im Auto, der Granada ist stehend verbaut.
Der 2,1 und 2,3 hat mit dem 2,5 Saug als auch dem Turbo nichts zutun, obwohl er so aussieht.
Gruß highway, der jahrelang fordfuhr
masterofdesaster
20.02.2009, 12:05
@guido
hast du schon bemerkt das hier vom 200 DIESEL gesprochen wird???
Viel mir grade auf, der BW Mog 404 hat nen 220 Benziner, stimmt.
OM 615 ist ein Diesel . (gabs auch im Mog) Bist du aber sicher schon selbst drauf gekommen.
Beste Grüße
Holger
Danke für den Hinweis, das wird der Grund sein, wa´rum ich ständig an meine Zahlen Benziner geschrieben habe. Das wär ja auch ansonsten zu verwirrend.
Grüße, Guido
Hallo Henning,
ich hab einen S IIa 109er mit einem OM616 drin. Ich fahre den seit 12 Jahren ohne Probleme: Island-Tour, Baltikum, etc., auch ab und zu Trial oder mit Sankey voll beladen mit Hackschnitzeln oder Stückholz. Der Motor ist Prima: Verbrauch 11 liter,
kaum Öldurst, kaum -verlust, rußt nicht so wie der Originaldiesel.
Ich habe mich für diesen Motor entschieden, da er stilistisch sehr gut zum Landy paßt. Ein alter Vorkammer-Saugdiesel, wie ich ihn schon aus dem alten Strich Achter kannte und seine Zuverlässigkeit und Robustheit schätzen lernte. Die Universalität begeistert: Pkw, Mercedes G, Unimog, Transporter, Stationärmotor, Marinediesel, etc.
Die Pöl-Tauglichkeit ist ein zusätzlicher Joker: Ich fahre seit vielen Jahren mit Rapsöl. Der alte Benz soll angeblich danach schreien, mit Pöl befeuert zu werden.
Der Umbau beschränkt sich auf eine Selbstbau-Vorwärmung und die serienmäßige Doppeltankanlage. 1. Tank Diesel zum starten, 2. Tank Pöl zum fahren.
Mein Kumpel ist in den eighties mit ´nem 88er und 200D-Mot. durch die Sahara gebrettert, ohne Gnade, das hat mich schon überzeugt.
Der Motor ist lauter als der Benziner und muß gut entkoppelt werden.
V-max ist höher als beim Original-Diesel, da die Drehmomentkurve nicht so schnell abfällt, von daher ist der Verbrauch auch günstiger. Der Durchzug ist geringfügig schwächer, läßt sich aber durch drehzahlfreudiges Fahren kompensieren. Im Gelände war aber immer genug Drehmomentreserve vorhanden - wozu gibt´s denn sonst den roten Pilz. Den Rodeo-Effekt muß man durch eine sorgfältige Entkoppelung des Gasgestänges in den Griff bekommen. Alles in allem kann man viel experimentieren, improvisieren, ausprobieren, verbessern. Aber das gehört dazu, das man eben nicht nur Fahrer sondern zugleich Maschinist ist. Das ist auch der Grund, warum ich Landy fahre: "Metallbaukasten für Fortgeschrittene".
Noch zu den unterschiedlichen Motoren:
Transporter und G-Modell haben ein vergrößertes Schwungrad und dadurch eher ein Lkw-ähnliches Anfahrverhalten. Der Pkw-Motor ist dafür hochdrehfreudiger.
Ich hab noch einen nagelneuen OM 616 Transportermotor rumstehen, den werd´ ich wohl im Sommer einbauen.
Wirklich letzter Satz: Nie Steckachsenbruch gehabt, trotz Roverdiff.: Motor schont Antrieb!
Gruß vom Schulp!
masterofdesaster
20.02.2009, 13:10
ich mein ja nur.... sorry ;o)
Aber der Hinweis auf Mog abstammung ist zum einen der Einfülldeckel und der Anbau des Ölfilters. das kann sich aber in Folge des umbaus geändert haben.
Motornummer Suffix mäßig hab ich noch nichts rausgefunden, da gibts bestimmt in der Motornummer einen Hinweis.
Holger, leicht verwirrt
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