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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Festgefahren, was nun?


Pirschy
05.10.2005, 06:40
Hallo zusammen,

Sonntag bin ich allein ein bisschen in einer Kiesgrube mit meinem
neuen gebrauchten Freelander gefahren.
Da kamm ein natürlich der Gedanke, was miche ich bloss wenn
ich mich hier festfahre.
- Wie komme ich in einen solchen Fall am besten wieder frei?
Freischaukeln?
- Gibt es irgendwelche Sachen die man für solche Fälle
mitnehmen sollte? z.B. Teppichreste?

Clarence
05.10.2005, 07:31
Das einzig Wahre ist viel Geduld und einen guten Spaten. Wenn du ihn freigräbst geht auch nichts kaputt. Benutzt du eine Winde und gräbst nicht mal die Räder frei verbiegst du dir mit Sicherheit etwas. Am allerbesten wäre noch wenn du 4 Sandbleche hättest. Teppichreste fliegen dir sowieso nur wieder hinten raus. Aber auch bei Sandblechen muß man aufpassen. Sobald das Fz. die Blechkante erreicht können diese vorn nach oben kippen und eventuell den Unterboden oä. beschädigen. Ich finde eine Schaufel ist okay. Und den Rest mit viel Gefühl

satara
05.10.2005, 08:29
Ich bin gleich bei meinem ersten Ausflug in einem schlammigen Wald im Burgund hängen geblieben - die Schaufel hat mir nix genützt weil ich da gar nicht rankam. Glücklicherweise fand ich in relativ kurzer Zeit einen freundlichen Bauern, der mich mit seinem Traktor rausgezogen hat...

Damit mir das nicht mehr passiert habe ich mir 2 Sandbleche, einen kleinen Seilzug und einen AirJack zugetan - und seiter niemehr gebraucht...

Clarence
05.10.2005, 08:49
gut Gerüstet, Satara. Aber nicht jeder möchte den ganzen Tag mit 2 Sandblechen durch die Gegend fahren.

Chrisly
05.10.2005, 09:58
Servus,

Festgefahren - davon kann ich ein Liedchen singen (trällerträller). Bisher hab ich es jeden Winter geschafft den Kleinen in diversen Schneewehen zu versenken. Man muß ja alles probieren!!!!
Wenn er halt auf dem Bauch aufsitzt und die 4 Räder in der Luft drehen ist halt Schluß. Wie schon gesagt wurde - schaufeln hilft weiter - aber man Schaufelt lange - sehr lange ;-)
Letztes mal haben wir sogar Vaters VW-Bus mit Ketten drauf rangehängt. Davon fühlte sich der Freely mal gar net beendruckt und meinte nur "ein bischen größer darfs schon sein. Also ab zum nächsten Bauern, dem nen 5er in die Hand drücken und mit seinem MB-Trac 1500 im "Standgas" rausziehen lassen. Hab jetzt auch nen Seilzug im Auto liegen, am Bügel vorne ein Seil rumgewickelt und Ketten im Auto. Diesen Winter starte ich einen neuen Versuch *ha ha ha*. Sag dann bescheid wies ausging.

Beste Grüße

Ellis.D
05.10.2005, 10:47
Und was habt ihr denn so für Spaten im Auto? denn so ein Klappspaten ist zwar fein zu verstauen in dem Handschuhfach hinter der Rückbank (Kofferraum) aber wenn der Freely mal aufsitzt richtet man mit so einem Winzling ja auch nicht viel aus. Oder reicht so einer?

Clarence
05.10.2005, 13:17
@Ellis.D, stell dir vor dein Landy liegt auf dem Bauch (Bodenblech/Träger) und lässt die Füße (Räder) baumeln. Wenn das passiert ist hast du:
1. Zu lange die Räder durchdrehen lassen und mit Vor- und Rückwärtsgang gespielt!
2. Jetzt je nach Untergrund 1 bis 2 Std. Arbeit.

Da du mit dem Spaten auch zumindest bis in die Mitte deines Autos kommen möchtest benötigst du einen normal langen stabilen Spaten.
Was bleibt ist ein Spaten den du auch bei Gartenarbeiten nutzen würdest um ein Gemüsebeet umzugraben. (Hast du schon jemand diese Arbeit mit einem Klappspaten verrichten sehen?)
Meine längste Buddelaktion hat 5 std gedauert nachdem der Besitzer sich 3 Steckachsen und ein Gleichlaufgelenk zerstört hatte. Selbst 4 Landy´s haben es nach dem schaufeln (1 Klappspaten und einen richtigen) nur mit Mühe geschafft ihn rauszuziehen.
Kaufe dir einen in einer Gartenzentrale oä. falls du ihn mal benötigst wirst du ihn zu schätzen wissen.
Gruss Clarence

Ellis.D
05.10.2005, 16:10
Hab ichs mir doch gedacht.

Ich denk ich werd mir mal sicherheitshalber damit ich im Notfall nicht komplett verloren bin mal einen Klappspaten besorgen. Und wenns bewusst ins Gelände geht dann kommt sowiso der Spaten von zuhause ins Auto.

Waldler
05.10.2005, 20:37
Hallo,

hab mich heute nachmittag im Sumpf festgefahren.?(
1h SchippenX( (erfolglos mit ganzer Länge im Schlamm)
Dann hatte ich die schnauze voll. Bin 3km zum nächsten ort gelatscht und hab mir einen freundlichen Landwirt gesucht.
Der hatte zwar gut lachen, weil ich bis zu den Ohren voll Sch.. Schlamm war, hat aber dann auch seinen Trecker versenkt.:D

ERGO: Vollkasko und Anzünden wenn nichts mehr geht.

P:S: nach weiteren 2h und Forsttrac mit Winde waren wir beide wieder befreit, schmutzig aber glücklich.

garthofer
06.10.2005, 16:34
na aber hallo
hasd volle arbeit geleisted wenn n farmer sein trekker auch noch versenkt :D
hatte der keinen allrad??
war dass noch n weg wohsde hängen geblieben bisd oder wolltesd durch n moor bzw wars schon n biotop *gg*
in diesem sinne tschüss und ciao
franky

Pirschy
07.10.2005, 06:41
Tja, ich werd mir erstmal einen Spaten besorgen.
- hoffentlich brauche ich ihn nicht oft :rolleyes:

Hugo
08.10.2005, 08:39
ich hab zusätzlich zum spaten noch gute bergegurte mit ... hat schon manchem geholfen, aber auch mir selber. udn gute harte fußmatten zum unter die räder legen, falls man sich im tiefschnee versenkt und keine geeignete unterlage gefunden werden kann ...

gruß

hugo

Ellis.D
08.10.2005, 09:29
Eigentlich habe ich mir ja einen Freely gekauft damit ich im Winter keine Probleme mehr habe.

Und jetzt fahr ich mit Spaten usw. im Auto rum und denk über Winde usw. nach damit ich mich im Fall der Fälle selbst bergen kann.

Ist das noch normal?

Das Auto wird um ein vielfaches Geländegängiger und ich bleib trotzdem öfter stecken als mit meinem Tiefflieger.
Ich glaub ich bin mit nem Virus infiziert worden!!

Hugo
08.10.2005, 19:31
auch ein auto mit 4x4 kommt ab und an von der fahrbahn ab, gerade auch im winter. und oft überschätzt man sich und die fähigkeiten des autos und da man ja ein allradgetriebenes auto fährt nimmt man auch passagen unter die räder, die man mit einem normalen auto nie und nimmer befahren würde. dann kann es schon mal vorkommen, daß man stecken bleibt. oft bleibt man auch beim wenden in tieferem schnee hängen, da nützt dann auch der allrad nichts, da die reifen kaum genug gripp haben, solch eine vertrackte situation zu meistern. und du darfst nicht vergessen: der free hat keine untersetzung und auch keine sperren, um sich selber aus dem schlamassel rauszuwühlen. wenn du natürlich nur normale strecken unter die räder nimmst und es nicht übertreibst, dann ist der free eines der besten winterfahrzeuge. du wirst deine freude haben. noch einen tip: kauf dir echte winterreifen, falls du noch keine hast. die ganzjahresreifen sind in extremen situationen einem echten winterreifen unterlegen ...

gruß

hugo

Casparillo
08.10.2005, 21:44
Mit den Winterreifen, Hugo, geb ich Dir recht, das gilt aber nur für die Straße. Was das Gelände angeht, haben die Frees in der Regel nur Reifen drauf, die überwiegend für die Straße geeignet sind, allenfalls A/T´s. Wenn Euer Free mal richtige M/T´s drauf hat, geht auch mit dem Free im Gelände Einiges.

Meine Erfahrung (nach gelegentlichem Festfahren im Lehm und Matsch mit Michelin XPC und Syncrone): Wenn die Reifen einmal durchdrehen, führt weiteres Gasgeben nur noch Richtung abwärts, also zum Eingraben. Wenn´s mit zwei-dreimal rück- und vorwärts nicht rausgeht, aufhören und aufgeben und einen Rauszieher suchen (Bauern oder Kollegen/Kollegin aus der Defender/Disco-Fraktion), eh man wirklich zu tief drin steckt und das Rausziehen dann wirklich zum Abenteuer wird. Beim Rückwärts-Rausziehen (die Schlepp-Öse hält da wirklich einiges aus) muss damit gerechnet werden, dass der Unterfahr-Schutz richtig Lehm einsammelt.

Gruß
Casparillo

harti
27.11.2005, 04:38
Hab mich mal am Strand in Spanien mit einem Mietwagen im Sand festgefahren. Ein bauer wollte mich rausziehen, klappte nicht. Ein Fischer kam zur Hilfe und zeigte mir nen Trick.

Aussteigen, Seitenfenster fahrerseitig runter, Tür zu. Und dann ins Auto lehnen und im zweiten Gang den Motor starten.

Dann ganz schnell die Handbremse ziehen, dass er wieder absäuft (natürlich erst, wenn der Wagen aus dem Loch raus ist) oder Leerlauf reinhauen.

Habe auf diese Wiese im nächsten Winterurlaub einem schwedischen Pärchen geholfen. Die haben zwar blöd geguckt, als ich auf nem vollen Parkplatz diese Lösung anbot, aber sie wollten nicht warten, bis der Schnee im Frühjahr wegtauen würde. :D

Also unbedingt aufgepasst bei dieser Übung. Zur Sicherheit kann auch jemand zusätzlich vom Beifahrerfenster helfen. Gleichzeitig schieben lassen ist auch sehr hilfreich.

Gruß

Chrisly
27.11.2005, 10:47
Servus,
das mußt Du mir jetzt mal erklären was durch diese Aktion erreicht wird. Ist das Ziel das Dein eigenens Körpergewicht nicht mehr im Auto ist oder wie???

Jetzt bleib ich aber hier vom PC hocken bis die Antwort kommt......

Beste Grüße
Chris

Ellis.D
27.11.2005, 12:19
Also ich denk mal der einzige Sinn darin besteht das eigene Körpergewicht weg (da kannste ja noch anfangen alles auszuladen und abzbauen usw. :D :D :D aber es hilft wircklich) und zweitens im 2. Gang zu starten sollte wahrscheinlich dabei helfen, dass die Räder nicht so schnell durchdrehen aber ganz verstehe ich das nicht fährte er da dann mit dem Starter weg. Ich würd eher probierenr bei laufendem Motor in den 2. Gang und Kuplung bei offener Fahrertür mit der Hand langsam kommen lassen.

Aber die ganze Operation ist irgendwie komisch aber was solls wenn mir nächstes mal sowas passiert werd ichs mal versuchen.


Es ist jetzt ja zu Glück endlich Winter und Schnee damit sich der Freely endlich wieder mal so richtig austoben kann!!!!! :D :D :D

harti
27.11.2005, 16:53
Ich hab ja nur gesehen, dass es klappt. Leider wr ich nicht der Schlaue, der sich vorher überlegt hat, wie es gehen müsste :(

Aber es funktioniert. Der Wagen macht einen Satz nach vorn (notfalls schieben).
Aber bitte auf Auslauffläche achten, wenn man nicht rechtzeitig wieder stoppen kann, ist er führerlos.

Ich hätte nicht gedacht, dass das Körpergewicht soviel ausmacht. Naja, bei 2t Auto gebe ich noch knapp 5% oben drauf.

Mit dem Freelander habe ich das übrigens noch nicht probiert.

Anbei ein Foto vom Strand in Spanien (im Januar 2002). Nach weiteren Versuchen, spritzte der Sand aus den Lüftungsschlitzen in der Motorhaube auf die Windschutzscheibe. Als der Fischer uns rettete habe ich leider kein Foto gemacht.

Elten Delten
28.11.2005, 02:42
Hallo!

Ich habe mal neben 1m der Straße auf einer firsch gemähten Wiese geparkt, Gefälle max 2-3% mit einem Ford KA. Nachts zum austreten. Für mich dumm gelaufen, die kleinen 13" Vorderräder drehten auf dem mit Taureif überzogenen frisch gemähten Gras durch und versuchten sich einzugraben. Natürlich ADAC Pluscard und wie das alles heißt, angerufen, Fall geschildert. Antwort: Für festfahren verlangen wir Geld, das ist nicht in Pannenhilfe mit dabei. Irgendwas 150-200€.. Vielen Dank, dann lieber Freunde wach klingeln und sich erkenntlich zeigen.

Bye