Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Karenz 80 % Steigung =36 grad
harzlandy
28.08.2005, 13:12
hallo an alle übermütigen,
an alle die jenigen die sich viel oder zuviel zutrauen.
beim ersten Karenzbesuch musste ich auch gleich mit meinem 90er Td5 (keine extra sperren mit AT´s), die beiden mit betonplatten ausgelegten steigungen/ gefälle 60% und 80% bezwingen ist ja auch kein problem, in der werbung heißt es ja. < Der landy schafft 100% >
gesagt, getan!
60% einmal runter, einmal hoch, alles im grünen bereich.
dann die 80er, einmal runter, einmal hoch, der landy und ich hatten zu kämpfen.
beim runter ist des heck ausgebrochen, da half etwas gas um die spur zu fangen, beim hochfahren kam der landy fast schon an seine grenze mit letzter kraft kam er dann oben an.
aber dann, monate später, das gleiche nochmal in angriff genommen.
runter, wieder etwas kritisch, unten angekommen und zum hochfahren angesetzt.
untersetzung erster gang, vollgas und hoch, bei ca. 70% der länge drehen die räder durch, kein vowärtskommen mehr möglich, ich bleibe weiter auf vollgas, aber der landy mit übergewicht vorne (dicke stoßstange/ winde/ ersatzrad auf motorhaube ) dreht seine schnauze nach links um 30 grad ab der landy rutscht rückwärts, (jetzt sehe ich im geiste den landy schon zum überschlagen bereit. )
immer noch auf vollgas, denn bei der steigung wäre kein bremsen und halten mehr möglich.
er dreht weiter nach links ab, jetzt schon fast 60 grad zur fahrbahn, rutscht weiter nach hinten, schlägt mit der hecktraverse beim rückwärtsrutschen voll im erdhang auf, in diesem moment bekommt durch den heckaufschlag der landy eine weitere drehung mit der schnauze nach unten dass er schon fast in fahrtrichtung nach unten steht, dann vollgas und ab nach unten.- mann haben mir die beine geschlottert.-
was war passiert?? beim ersten mal ging es doch , wenn auch knapp.
Antwort;
hab aus lauter übermut die mitteldifferzianlsperre vergessen einzulegen.
Fazit;
es wäre auch das gleich passiert (mit sperre) wenn z.b. eine steckachse gebrochen wäre o. der motor ausginge. also in zukunft für mich , nicht über 60% , ausser es wäre nicht zu vermeiden.
rotwild-racer
28.08.2005, 14:41
Hallo Ingo.
Hört sich ja spektakulär an,Gott sei dank kein Überschlag.
Aber....
Ich hab letzten September mit meinem Freelander 45Grad geschafft auf dem ADAC Gelände in Rüsselsheim auch auf Steinpflaster.
Und im April mit meinem Landy in Eisenberg ebenfalls 100% sprich 45Grad wenn nicht sogar 47-48Grad geschafft und das auf losem Untergrund.
Zeugen waren genug dabei,hier aus dem Forum Clarence und Timo110sw.
Allerdings niemals im 1.Gang,das habe ich bis jetzt noch nie gemacht,den 1. GAng brauch ich nur beim sehr,sehr langsam fahren beim Trial oder wenn die Steigung ganz kurz ist und dann die Kuppe kommt.
Ansonsten 2. Gang und dann gehts vorwärts.
Ich garantiere dir mit dem 2. GAng wärst du rauf gekommen.
Hauptsache nix passiert.
Gruss Sascha
Defender Mountie
28.08.2005, 15:48
Hallo Ingo
Glücklicherweise nicht's passiert.....hoffe Dein nervenflattern hat sich etwas beruhigt...und betr. "Übermut" sicher einmal mehr ein guter Hinweis an alle!!! ;)
... an alle wo auch immer "Allzeit Gute Fahrt"...
Robert
DM
Clarence
28.08.2005, 20:42
Hi Ingo,
kann mich rotwild-racer nur anschließen. 2. Gang, Mitteldiff-Sperre, dann klappt das auch mit deinem. Habe bei Sascha mit drin gesessen, sche..e war das steil.
Gruß Olli
masterofdesaster
28.08.2005, 20:44
...hauahaua, Glück gehabt! Wichtig ist auch sich vorher die Strecke einmal anzuschauen. Sonst donnerst du z.B. die 60 er in Karenz hoch und stehst oben vorm Zaun 8o
Ging geradeso, hat geregnet und für die 80 reichte der Mut nicht mehr(der ist im Wald auf der Strecke geblieben) :rolleyes: aber ein 110 war da und ist dann da die 80 munter rauf und runter gegurgt.
Holger
Die Carola
28.08.2005, 22:12
Also die 80% in Karenz sind eigentlich nicht das Problem. Da fahren die Serie-Landies rauf ohne mucken. Man sollte allerdings auf die Beschaffung des Untergrundes achten. Liegt viel loser Sand unten oder ist´s unten Nass, dann kann es mit einem schweren 110er schon stressig werden.
Anfänger sollten da aber in keinem Fall mal eben so rum experimentieren !
Die Carola
Hi Ingo,
zum Glück hast Du Dich nicht abgerollt bei der Aktion.
Ein Kumpel wollte mit seinem Suzuki die 80ér Steigung in Karenz bei Regen mit Heckantrieb hochfahren. Hat auch auf halber Höhe den Vortrieb verlohren und ist anschl. quer heruntergerutscht. Zum Glück hat auch er sich nicht überschlagen.
Seit ich nun meinen Defender habe, bin ich die 80ér Steigung nicht mehr hochgefahren - mit meinen bisherigen Autos allerdings immer!
Warum? - Keine Ahnung - ??? kleiner Feigling geworden ??? :D
Beste Grüße
Kai
Hallo,
kann das voll nachvollziehen! Da wird einem ganz anders! Habe vor etwa einem Monat eine fast 100% ige unebene felsige genommen --- aber nur mit einem Profi nebendran!!! =) =) =) :P :P :P :D :D :D
Alleine hätte ich mir das nicht zugetraut die 2,6 to da raufzufahren. Man hat ja fast nur Himmel und ein paar Baumwipfel gesehen, wenn man nicht angestrengt nach vorn rausgeglotzt hat. Aber das Ding ging da problemlos rauf, so als ob das nichts wäre. Runter gings dann mit HDC noch viel einfacher -- nur lenken und im Gurt hängen und hoffen, dass die Technik nicht schlapp macht :D :D 8) 8)
Aber trotz positiver Erfahrung trau ich mir das jetzt trotzdem nicht bei jedem Bergelchen zu ;( ;( :O :O
also seid auch ihr alle vorsichtig, denn ihr könnt euch drauf verlassen: Runter kommt ihr immer, fragt sich nur wie!! :( 8o ;)
In dem Sinne,
DSW (Stefan)
harzlandy
01.09.2005, 15:58
hallo kai,
ich zitiere dich;
<Warum? - Keine Ahnung - ??? kleiner Feigling geworden ??? :D>
nein, das ist es bestimmt nicht, sondern nur "erfahrener" geworden.
man sagt nicht umsonst, " einen guten offroader erkennt man daran daß er auch mal "nein" sagen kann.
meinen erfahrungsbericht hab ich deshalb niedergeschrieben, da ich verhindern möchte dass bei so einem "familiären" treffen irgend einem so etwas zustößt.
also bitte, meinen ersten bericht nicht als herausforderung zu sehen, die 80er steigung bezwingen zu müssen.
.
Düssellandy
01.09.2005, 17:12
Original von harzlandy
meinen erfahrungsbericht hab ich deshalb niedergeschrieben, da ich verhindern möchte dass bei so einem "familiären" treffen irgend einem so etwas zustößt.
.
Sicher ist manch einer bei einem so großen Treffen und sicher entsprechend guter Stimmung geneigt, sich etwas zu viel zuzumuten. Insofern finde ich es auch ganz richtig und wichtig, daß Ingo hier von seinen Erfahrungen berichtet.
DeltaEchoFoxtrott10
01.09.2005, 18:57
moinsen,....
sehr richtig, kann ich nur beipflichten man sollte sich das gut überlegen und nicht nur 1x ,besser 5x und es nur mal zum spaß ohne auto besteigen dann merkt man sehr gut was es heißt " ih kraksel da man nuff mitten karren ".
und falls man es unbedingt fühlen muss, ggf mal bei einen der das schon 1-3x ohne absturz geschafft sich als beifahrer einloggen & mal mitfahren - der eindruck den man dann bekommt der hilft sicher beim 1 bis 5x nachdenken :D
fragt mal den hattinger als er mit Moonbull einen kleineren hügel rauf gefahren ist , welchen er selber fahren wollte. das gesicht sprach bände nach den ersten 2-3 mal auffahren als beifahrer... dann entspannte es sich jedoch ;) und ein eigener veruch wurde mit erfolg gemeistert. gibt es sogar als Mpeg. ( sollte er mal einstellen hier )
und nein das war kein madig machen oder so , schließe mich nur dem an was schon die vorredner/schreiber anmahnten.
hat auch was mit vernünftig sein zutun, muss ja nix verschrottet werden.
Hi Ingo,
stimmt schon, was Du sagst!
Die Steigung ist allerdings für den Defender eigentlich kein Problem - bin sie auch bereits im 110ér zusammen mit meiner Frau heruntergefahren.
Allerdings hab ich bereits einige Fahrzeuge in der Steigung abrutschen gesehen, kein schöner Augenblick.
Aber leichtfertig und ohne Erfahrung sollte man so eine Steigung sicherlich nicht angehen. Auch zum Thema entstehender Gruppenzwang möchte ich anmerken, dass keiner die evtl. entstehenden Schäden am eigenen Fahrzeug nach einer Rolle bezahlen wird. Allerdings werden sicherlich einige Leute anschließend super beschreiben können, warum man sich überschlagen hat. X(
Viele Grüße
Kai
....den wer hat nun wirkliche offroad Erfahrungen ??? Die Autos können eine Menge aber man muss auch wissen, wie man sie für was nutzt. In einer Fahrschule kann man das nicht lernen und es ist auch immer vom Fahrzeug abhängig. Habe eine gute Lehre beim Bund gemacht (nicht ohne Schäden) und kann mit dem Mercedes (Wolf) gut umgehen, meinen 110er würde ich jedoch nicht so belasten, da müsste ich mal bei den Briten in die Mil.Fahrschule gehen. Den dort kann man ohne Rücksicht auf Material Erfahrungen machen die einfach erforderlich sind. Learning by doing !!!
Also weniger ist mehr und Leichtsinn ist teuer ! :(
Bis in Karenz
der RALF
Cust0dei
02.09.2005, 12:11
Hallo alle,
würde gerne meine Meinung dazu kundtun...zum Offroadfahren allgemein.
Ich fahre 4x4 Fahrzeuge seit 20 Jahren. Habe die Autos immer als das gesehn, was sie sind...Helfer für meinen Alltag....Autos, die mehr können als andere. Ich benutze meinen Landy zum Ziehen und Wasserfaßfahren, wenn's sein muß eben auch im Matsch (ein Bauer im Ort sagte letzt : Da wär ich mitm Traktor nicht reingefahrn!!!) und Schnee...
Hier bei uns im Pfäzer Stammtisch bin ich bisher noch nicht mitgefahren in den sogenannten Offroadgeländen. Man kann der Meinung sein, daß man das doch mal machen sollte, alleine um festzustellen, was der Landy so kann, und was man selbst so drauf hat. Der Meinung bin ich nicht. Ich weiß, daß der Fender das bringt, wofür ich ihn mir gekauft habe...für teures Geld übrigens. Und dies ist ein weiteres Argument...mit ein wenig Zubehör ist man da ganz schnell bei 40000 Euros (80000 DM!!!) und ich seh nicht, warum ich in ein künstliches Offroadgelände fahren soll, um hinterher bei der Werkstatt vorzufahren, um für ein wenig Spaß dann 1000de von Euros hinzulegen,...sorry dafür muß ich zu hart für meine Kohle arbeiten.
Also Leuts, nicht falsch verstehn, jeder kann mit seinem Landy machen was er will, möchte niemanden dreinreden,..........aber ich fahr nicht testhalber offroad,...auch nicht in Karenz. :D :D :D
Freu mich auf Euch,....Robert
Düssellandy
02.09.2005, 12:32
Hallo Robert,
eine vernünftige Einstellung, die ich gut nachvollziehen kann. Und von der ich weiß, daß sie auch von etlichen geteilt wird - eventuell nicht ganz so strikt wie bei dir, und eventuell nicht so gnadenlos ehrlich wie bei dir ;)
Das letzjährige Treffen war am Bodensee, ohne jegliche offroad Möglichkeit, diesmal eben in Karenz. Nicht zwingend um offroad zu Fahren, sondern um diese Möglichkeit zu bieten.
Und zwischen hardcore offroad mit hartem Materialeinsatz, und bißchen über holprige Wege hoppeln ist ja alles möglich - je nach Geschmack !
In diesem Sinne: Bis BALD :]
Hallo Robert,
davon redet ja auch niemend.
Diese Gelände geben allerdings jedem die Möglichkeit, seinen Wagen und dessen Allradtechnik gefahrlos kennenzulernen.
Beste Grüße
Kai
ich fahre deshalb auf solchen geländen nur mit "meinem kleinen" :D ich glaube irgendwo stand mal was das auch ne geländefahrschule angeboten wird! falls ich mich da verlesen habe oder die nachfrage zu groß ist bin ich auch gerne bereit mich mit meinem lightweight zur verfügung zu stellen um "einsteiger" auf das gelände und die möglichkeiten eines landys "einzustimmen". andere natürlich auch.
mfg andreas
Düssellandy
03.09.2005, 10:32
Hallo Andreas,
ja, das stimmt. Und die Nachfrage wird bestimmt groß sein, ich denke dein Angebot wird gern angenommen !
Ich kann Carola bestätigen:
http://home.tiscali.de/bluelandy/OnTour/Karenz/Karenz3.jpg
Kostet ordentlich Nerven aber es ging. Ist allerdings etwas geschummelt wegen:
- Parabolic Springs
- Peugeot 2,5TD
Oben fing er etwas das Trampeln an aber es war genug Power vorhanden um auch den oberen Knick zu überwinden. Die letzten 10% sind die schwersten!
Achja der Boden war trocken.
Jens
PS: Ich bin nicht etwa rückwärts herunter gefahren :P und ganz rauf ging es auch :]
Moonbull
10.09.2005, 07:28
Wenn ich mir so das Foto anschaue und dann die Auffahrt in Iserlohn sehe, die nicht gepflastert ist dürfte da eigendlich jeder Landy hochkommen.
In Iserlohn hats Schlamm, Schotter und sehr enge Fahrspuren.
Mein Defender geht da hoch wie eine Seilbahn.
Bin mal gespann wies dann Live aussieht in Karenz.
Hallo,
ich finde es gut, das Ingo davor gewarnt hat, dass eben auch mal was schiefegehen kann bei solchen Geländefahrten. Gerade bei größeren Treffen entseht leicht Übermut. Ich hab früher meinen Iltis deswegen auch 2x auf die Seite gelegt...so nachdem Motto was der kann, schaff ich auch....schwerer Fehler, Autofahrebn und Geländefahren sind zwei Verschiedene Dinge. Es braucht halt viel Erfahrung (im wahrsten Sinne des Wortes) und Fingerspitzengeüfhl gerade bei solcen Steigungen.
Vollgas im 1. Gang untersetzt geht man solche Steigungen nicht an.....die Gefahr durch durchdrehende Räder seitlich wegzurutschen ist zu groß. 2. Gang untersetzt reicht auch bei 100% Steigung für nen Defender dicke aus, wenn man zügig (aber eben nicht zu schnell) durchfährt.
80% stellen technisch gesehen für einen Land Rover nämlich wirklich kein Problem dar. Ich bin ebenfalls beim ADAC-Training auf einer gepflasterten, ganz leicht sandigen 42° -Steigung mit dem Disco ohne große Mühen wieder auf der Hälfte angefahren.....wie gesagt mit gaaaanz viel Feingefühl im rechten Fuß weil die Räder da an der absoluten Haftungsgrenze sind und ein durchdrehen beider Räder einer Achse fatale Folgen haben kann. Natürlich ist sowas nur bei Automatik zu empfehlen, bei Handschaltung ist so ein Unterfangen exorbitant schwierig, aber echte Cracks schaffen auch das...(die Kupplung leidet aber trotzdem)
Mit der Zeit kommt eben die Erfahrung sowas sicher zu meistern ----> nur wer hat schon die Möglichkeit sowas häufiger zu trainieren?
Ich fahre grundsätzlich in den ersten beiden Stunden auf einem Gelände nicht die hohen Schwierigkeitsgerade. Nur um mich wieder ans Fahrzeug zu gewöhnen, evtl Defekte rechtzeitig zu bemerken bevor es gefährlich wird und mich auf die Griffigkeit des von Fahrgelände zu Fahrgelände unterschiedlichen Untergrunds einzustellen.
Denn auch wenn gerade die neueren Modelle vollgestopft mit High-Tech sind.....Fahrfehler können diese Systeme auch nur sehr begrenzt ausbügeln.
CU in the Dirt!
Christian
masterofdesaster
13.09.2005, 00:42
Mir ist jetzt noch was dazu eingefallen. Ist nicht gerade für solche fatalen Situationen die Getriebebremse im Landy gedacht, die eine gleichmäßige Verzögerung ermöglicht ohne das ein Rad auf rutschigem Untergrund blockiert???
Das mußt du natürlich üben, denn die erste Reaktion, wenn es rückwärts bergab geht , ist ein beherzter Tritt auf die Bremse. das ist aber falsch, oder nicht??
Holger
@ holger: das kann man nicht einfach erklären deinen frage! weil wenn ich vorwärts einen berg hoch fahre und dann aber anfange rückwärts zu rutschen ist es schon eine blöde situation!
da kannst du von etwas mehr gas geben in einem vorwärts gang anfangen und hoffen das irgend ein rad wieder haftung bekommt und die kiste bremst und sogar hochzieht über kupplung und bremse und hoffe das dadurch das auto zum stehen kommt oder hoffen das man schräg kommt und dadurch gekonnt mit schwung die schnauze richtung talseite dreht (z.b. auf wiesen) über schnell kuppeln rückwertsgang und mit leichtem gas geben das auto wiede einfangen alles machen! kommt halt drauf an wo du gerade in welcher notlage bist!!! und JA, hier hilft eigentlich nur üben und erfahrung sammeln!!!
mfg andreas
iserloner steigun ! auf dem bild links zu sehen! :D oder in der galeri unter iserlohn =) =) :D
und wenn es nicht sofort geht dann rückwerts runter =)
ich liebe diese steigun 100% und zum schluß 110% schätze ich oder was meinst du Moonbull? :] =)
Gruß Nick
Die Carola
13.09.2005, 18:49
Original von Moonbull
Wenn ich mir so das Foto anschaue und dann die Auffahrt in Iserlohn sehe, die nicht gepflastert ist dürfte da eigendlich jeder Landy hochkommen.
In Iserlohn hats Schlamm, Schotter und sehr enge Fahrspuren.
Mein Defender geht da hoch wie eine Seilbahn.
Bin mal gespann wies dann Live aussieht in Karenz.
Ich noch mal.
@ Moonbull
Da kommt auch "eigentlich" jeder Landy hoch aber .................
Ein Schlamm-Schotter-Matsch-Dreck-Sand ............ Hang hoch zu fahren ist ganz anders! Wenn du da auf dem Weg nach oben steckenbleibst fangen die Räder bedingt durch den Untergrung an zu wühlen. Vereinfacht gesagt, Rückwärtsgang rein und relativ kontrolliert wieder abwärts wenns nicht klappt.
Zum Beispiel der Hang in Karenz.
Der Betonhang ist gefährlicher weil du wenn das Fahrzeug an Schwung verliert und die Räder durchdrehen, kaum Zeit hast in aller Ruhe deinen Rückwärtsgang einzulegen. Da machst du dich schneller auf den Rückweg als dir lieb ist. Und dann da kontrolliert wieder runter kommen setzt schon ein wenig fahrerisches können voraus. Also wie gesagt nichts für übermutige Fahranfänger.
Um die Steilheit mal zu veranschaulichen hänge ich mal ein Bild an.
Und bitte nicht mit einem Erdhang vergleichen ..................
Carola
joergwin
13.09.2005, 20:43
Hallo zusammen,
bei der Ausfahrt der Offroad-Manufaktur nach Karenz am 21. Mai bin ich mit meinem Discovery gaaanz gemütlich die 60%-Steigung gefahren (mit Mittelsperre, MT´s und Automatik).
Dann hab ich mir die 80%-Steigung von oben angesehen: 8o 8o 8o
Weder mir, geschweige meiner Tochter oder meinem Disco wollte ich das zumuten - ist ja schön zu wissen, dass ich könnte, wenn ich wollte :D :D. Ich wollte aber nicht!!!
Kurze Zeit später hat ein 110er Defender die 60%-Steigung abwärts in Angriff genommen. Irgendwas ist schief gelaufen, vielleicht gebremst ??? - jedenfalls stand der Wagen auf halber Höhe quer zur Steigung und 4 oder 5 Leute auf den Schwellerschutzbügeln, damit die Kiste nicht umfällt.
Michael von der Offroad-Manufaktur hat den Wagen dann mittels Motorwinde gekonnt wieder in Position gebracht.
Der Fahrer des Defender war recht blaß ...
Ich freue mich auf die 80% - beim zugucken !!!
Gruß, Jörg
Düssellandy
13.09.2005, 20:52
Original von joergwin
Ich freue mich auf die 80% - beim zugucken !!!
Ich leiste dir Gesellschaft, Jörg !
ulli du bist doch sonst nicht so bange! aber mit dem runter habe ich es auch nicht so rauf ist mir immer lieber
Gruß Nick
Bin das erste Mal rauf mit zu wenig Schwung bei Nässe, die Räder drehten durch und ich habe ihn mit langsam, mit vorwärts drehenden Rädern wieder herunter bekommen.
Das 2. Mal ging gut, aber nur mit Schwung und dem besagtem Schweinehund überwinden.
Aber ich werde mein Leben lang Respekt haben vor solchen Steigungen.
Und wie sagt Ecki immer ( Caro Adventure ): Der Landy kann das ... !!
Und wie sagt Ecki immer ( Caro Adventure ): Der Landy kann das ... !!
...und wenn nicht?
dann kommt er in die tonne!!! :D :D :D
;( ;( ;(
ich glaube, dann bräuchte ich eine Selbsthilfegruppe !
Moonbull
08.10.2005, 06:00
Hallo Leute,
meine Empfehlung:
Wer seinen Landy im Gelände bewegen möchte, der sollte solche Gelegenheiten wie das Blacklandytreffen etc. nutzen und üben, üben und nochmals üben.
Unter Anleitung von manch "alten Hasen" und überwindung des inneren Schweinehundes kann man seine Grenzen bestens ausloten.
Man ist halt auf der sicheren Seite wenn man bestimmte Situationen im Vorfeld schon mal durchgespielt hat, bevor es dann irgendwann auf die große Reise gehen soll. Wovon wir ja wohl alle träumen und auch viele realisieren.
Abseits jeglicher Zivilisation solche Hindernisse ohne Übung anzugehen, da kommt dann wirklich Spaß auf 8o ?(.
Das gibt dann Schweiß, Panik, Stress und dann wirds wirklich Gefährlich.
Der Ärger in der Gruppe ist dann vorprogrammiert. X(
..zunächst einmal : gut , daß dir und dem Wagen nichts weiter passiert ist .
..und jatzt ein wenig konstruktive Kritik .
-bei solchen Steigungen immer vorher auf den korrekten Luftdruck in den Reifen achten , lieber etwas ablassen
-auf Beton immer den kleinsten Gang wählen
-Diff-Sperre einlegen
-so wenig Gas wie möglich geben , denn wenn Reifen durchdrehen verliert man den Gripp , und es kann zu gefährlichen Situationen führen.
-sollte der Beton moosbewachsen sein , das Gebiet möglichst weiträumig umfahren
Wenn man diese grundsätzlichen Dinge beachtet sind auch Steigungen jenseits der 100 % möglich.
Grüße
Oliver
landyschrauber
20.12.2005, 08:17
mein lieber oliver,
dann mach das bitte mal mit deinem N/A vor.
gruß
schrauber
Lanzelot
20.12.2005, 11:02
Moinsen,
ich finde es gut, dass das Thema hier aufgegriffen wird.
Nun schon zum 3. Mal habe ich in Karenz am besagten Berg einer ähnlichen Situation beigewohnt. 1x ging es glimpflich ab (90er beim herunterrutschen quer gekommen, um 90° gedreht und fast gekippt - Meikel, ich grüße Dich an dieser Stelle)! und 2x ging es in die Hose. Die Landys, beides 110er Station, waren Schrott bzw. werden mit immensem Aufwand wieder hergestellt. Wer das "life" einmal miterlebt hat, der bekommt den nötigen Abstand zu solchen im wahrsten Sinne des Wortes "just for fun" Aktionen. Alle 3 Piloten waren erfahrene Offroader, die dort eigentlich immer rauf und runter gefahren sind. Das Wetter war nur an den besagten Tagen etwas anders.
Klar kann der LR eine solche Situation meistern. Das richtige Wetter, gute Reifen, der richtige Fahrer, der richtige Gang mit dem richtigen Gefühl fürs Gaspedal, die (richtige) Differenzialsperre eingelegt ... nur muss man sich dies zwingend antun? Karenz' Chef selbst hat mir einmal gesagt, dass es dort sehr oft richtige Probleme gibt und dass er es gar nicht versteht, warum Menschen sich das immer wieder antun.
Die Leistung, die gerade ein normal motorisierter 11oer dort erbringen muss geht schon seine Substanz und setzt voraus, dass der Fahrer alles richtig macht und die Umgebung an diesem Tage optimal ist. Aus meiner Sicht ist das doch nur dann angebracht, wenn ein Notfall vorherrscht. Irgendwo im richtigen Outback, wo alle anderen Möglichkeiten ausgeschlossen sind. Ich gehe doch auch nicht auf einer Fernreise her, bei der ich gnadenlos auf meinen Landy angewiesen bin, und fahre bewußt "an der Kante", wenn es andere Ausweichmöglichkeiten gibt. Stress ist doch nur dort notwendig, wo er unvermeidlich ist. Alles andere ist doch Quatsch und kostet ein immenses Geld, möglcherweise ist es auch mit einem körperlichen Risiko verbunden. Im Ernstfall würde ich dann dort auch nötige Sicherungsvorkehrungen unternehmen.
Ich möchte nicht falsch verstanden werden: Wer sich seiner Sache sicher ist, sein Fahrzeug möglicherweise auch etwas modifiziert hat, genügend Trainingseinheiten hatte, der wird sicherlich über meine Zeilen schmunzeln. Der "Ottonormal"-Landyfahrer, so wie ich ihn in den vergangenen Jahren kennengelernt habe jedoch, entspricht ganz und gar nicht dieser Spezies. Und darin liegt aus meiner Sicht das Gefährliche. Vielen sagen sich doch: Ich fahre einen Landrover, der muss das können. Oft liegt es aber nicht am LR alleine...
Natürlich gehört ein regelmäßiges Offroad-Training dazu, wenn man regelmäßig (möglicherweise auf sich allein gestellt) draussen unterwegs ist. Das Beispiel mit einem Instruktor oder "nur" als Beifahrer finde ich sehr gut. Auf einem LR-Treffen spielen jedoch noch andere Faktoren eine Rolle. Das Thema "ich möchte kein Feigling sein" ist sicherlich jedem bekannt und wurde hier auch schon sanft angesprochen. Bei einem Treffen fahren viele in Bereiche, die sie vorher noch nie so gefahren sind, da sie sich denken: was die anderen können, kann ich auch. Hier fängt es aus meiner Sicht an, problematisch zu werden. Ich spreche jetzt nicht davon, in Karenz einmal über die kleineren Hügel zu fahren ... es geht darum: wie verhalte ich mich bei starken Steigungen/Gefälle und entsprechender Kipp- bzw. Rutschneigung, habe ich im Fall der Fälle einen Notfallplan? Weiß ich denn zu reagieren, wenn es nicht so funktioniert? Ich habe in der Vergangenheit wenige gesehen, die ausgestiegen sind, um sich Rat zu holen oder die riguros vorher NEIN zu dem schwierigen Abschnitt gesagt haben, um ihr Material zu schonen.
Es wirkt für mich sehr befremdend, wenn einzelne Offroader einerseits mit ihren gemeisterten Aktionen regelrecht prahlen - für mich oft ein Zeichen, dass sie einmal mehr an ihrer Grenzen gegangen sind und sich über den Erfolg freuen, da sie genau wußten, dass es hätte auch schief gehen können - und auf der anderen Seite den sich eher bewußt zurückhaltenden Fahrern das Gefühl vermitteln wollen, nicht genügend Fähigkeiten zu besitzen. Die Freude zum Risiko und der Hang zum "Kick" liegt manchen Menschen eben im Blut, im Ernstfall sind es jedoch genau diejenigen, von denen die größte Gefahr ausgeht.
Ein guter Fahrer verhält sich anders. Er gibt seine gesammelten Erfahrungen weiter, sagt auch einmal nein, und ruft seine Fähigkeiten ab, wenn er sie tatsächlich benögt.
Ich bin mir sicher, dass es nun eine Menge Schelte hagelt. Aber: nur zu ...!
Landy on! ;)
Tom
Moonbull
20.12.2005, 13:23
Hallo Tom! Wieso Schelte?
Im Grunde hast du da völlig Recht, es gilt aber:
1. Sobald man befestigte Straßen verlässt kann alles passieren, nicht nur in Karenz! Jede kleine Unachtsamkeit im Gelände kann schwerwiegende Folgen haben. daher gilt dann:
2. Nur Übung bringt Sicherheit und Erfahrung.
3. Wer der Meinung ist, einem kollektivem Geländewahn beiwohnen zu müssen und irgenwo hinterher fahren zu müssen aber selber Bedenken hat und diese nicht äußert nur um dabei zu sein. Der ist wirklich ein Feigling.
Die vermeidlichen Super-Offroader die da dann auch noch anstiften sind die großen Idieoten!
4. Und nun wirst du dich wundern, die Steigung in Karenz ist eigendlich kein Problem. Sie wird nur zum Problem, wenn man die Nerven verliert und dann einen Fahrfehler begeht. Es sind meistens klassische Fahrfehler die zu Unfällen führen, denn kaum einer hat wirklich mal die Grenzen eines Landys freiwillig ausgelotet.
Ich hab mal auf einem drehbaren Podest am eigenem Leibe erfahren, welche Neigungen erreichbar sind. Da wird einem ganz anders.
In Karenz die 80% da kannst du locker auf der Hälfte den Wagen parken, den Rückwärtsgang einlegen und in Ruhe wieder rückwärts runterfahren.
Selbst mit MT´s.
Ich rate bei solchen Steilauffahrten immer, zunächst die Steigung nur soweit anzufahren bis beide Achsen auf der Steigung stehen. Dann stehen zu bleiben, bremsen und den Rückwärtsgang einzulegen. Kupplung kommen lassen, Bremsen lösen und wieder runter. Und das solange Üben bis es in Fleisch und Blut übergegangen ist.
Erst dann kann und sollte man solche Steigungen angehen!
Das schlimmste ist, wenn man ohne Rückwärtsgang, auf den Bremsen stehend versucht den Berg runterzukommen. Dann ist man wirlich nur noch unkontrolliert auf Gottes Gnaden angewiesen, siehe diesen Video dazu:
http://www.lrmart.com/funstuff.php?l=102
Klicke "Jerry und Chris on a Roll" an!
Düssellandy
20.12.2005, 13:42
Hinweis;
Da dies ein wichtiges Thema ist, und hier im Bereich "Forumstreffen" eher untergehen wird werde ich es heute Abend in einen anderen Forumsbereich verschieben !
Moonbull
20.12.2005, 14:11
Hier auch mal ein klassischer Fahrfehler:
Schaut mal auf den Lenkeinschlag!
Den haben nur die helfenden Hände vor einem Überschlag gerettet.
Moonbull
20.12.2005, 14:22
@ Uli,
wäre doch vieleicht sehr interessant einen neuen Forumthread ins Leben zu rufen, wo Grundsätzliches zum Offroadfahren, Verhaltensweisen, Bergetips und Fahrfehler gepostet und gesammelt werden.
Mit Bildern, Videos und Berichten.
Die gesammelten Erfahrungen können dann bei Treffen in Gruppenarbeit ja mal praxisnah weitergegeben werden.
Lanzelot
20.12.2005, 15:41
Original von Moonbull
4. Und nun wirst du dich wundern, die Steigung in Karenz ist eigendlich kein Problem. Sie wird nur zum Problem, wenn man die Nerven verliert und dann einen Fahrfehler begeht. Es sind meistens klassische Fahrfehler die zu Unfällen führen, denn kaum einer hat wirklich mal die Grenzen eines Landys freiwillig ausgelotet.
@ Moonbull,
es ist doch vollkommen klar, dass ein Landy eine solche Steigung eigentlich packt. Wie Du auch selbst schon formuliert hast, steckt da das kleine aber nicht unwichtige Wort "eigentlich" darin. Die Hauptursachen eines Schadensfalles liegen meist einem vorangegangenen Fahrfehler. Ein Fahrfehler kann auch Selbstüberschätzung der eigenen Fähigkeiten sein. Die Frage ist doch nicht, ob der Landrover das packt, sondern ob er es in der jeweils vorliegenden Konstellation Landy+Fahrer packt.
Als Ballonpilot kenne ich ähnliche Situationen. Da kommt immer die Frage: Ist das Wetter fahrbar? Die Frage muss jeder einzelne dann für sich selbst beantworten, da es riguros auf die Fähigkeiten des Piloten ankommt ... das Material kann meist mehr ab als der Fahrer. Insofern gebe ich Dir zu 100% Recht. Die Grenzen des Fahrzeuges sind seltenst bekannt. Jedoch: Ist es sinnvoll, die Grenzen des Machbaren an einem "lebenden Objekt" auszutesten?
Die "Sollbruchstelle" in dem ganzen Szenario ist fast immer der Faktor Mensch.
Die Idee, ein Geländetraining inkl. Berge- und Sicherungstraining im Rahmen eines Treffens durchzuführen ist sehr gut, genauso, wie ein Extra-Thread hierzu. Um so wichtiger ist es, die dann aktiv werdenden Instruktoren/Moderatoren nach strengen Regeln und Referenzen auszusuchen. Ein schlechter Fahrtipp in der heimischen Kiesgrube auszuprobieren kann massive Folgen haben, und endet dann möglicherweise wie in dem von Dir angesprochenen Video. Wobei ich glaube, dass der verunfallte Serienfahrer neben dem Fehler im Lenkeinschlag in der Bergabbewegung vorab möglicherweise einen Bruch der vorderen rechten Steckachse seines Landys hatte. Unfälle stehen nun einmal immer am Ende einer Ereigniskette, an deren am Anfang wie so oft meist eine menschliche Entscheidung steht...
Landy on!
Tom
Thomas 110
20.12.2005, 16:45
Das sieht auf Fotos harmloser aus als es ist
vor allem der Popometer sagt das ist mehr...
Thomas 110
20.12.2005, 16:47
oben wird es dann spannend, es sei denn man
fährt sehr schnell rauf
bei Nässe würde ich es lassen....
Ich rate bei solchen Steilauffahrten immer, zunächst die Steigung nur soweit anzufahren bis beide Achsen auf der Steigung stehen. Dann stehen zu bleiben, bremsen und den Rückwärtsgang einzulegen. Kupplung kommen lassen, Bremsen lösen und wieder runter. Und das solange Üben bis es in Fleisch und Blut übergegangen ist.
Erst dann kann und sollte man solche Steigungen angehen!
da würde ich es dann lieber so machen: motor abstellen, rückwärtsgang einlegen, die füße weg von den pedalen und motor in den gang starten. aber auch das üben!
mfg andreas
Hallo zusammen,
für alle, die's interessiert (und auch alle, die es jetzt nur lesen, um zu wissen, um was es geht :D: War letztes Jahr mal einen ganzen Tag alleine mit einem Trainer (Grund: allen anderen Einzelfahrern wurde abgesagt,weil es vereist war... - ich war aber schon rund 600 km gefahren, bis ich dort war, zudem ist Schnee und Eis für einen "Südländer" vom Bodensee kein Schrecken) auf dem neuen Experience-Center von Landrover in Wülfrath, um die "definitiven Grenzen" des Def. auszutesten. Dort hat es auch eine wirklich lange 100er-Auffahrt (an manchen Stellen auch mehr). Ist schon wirklich wild - vor allem, wenn die Auffahrt soooooo lang ist... (da malt man sich aus, was wäre, wenn in dieser Höhe etc...). Zudem hat's dort u.a. eine enorme Verschränkungspiste mit Positiv- und Negativ-Verschränkung bis ans Limit. Wer also mal wirklich die "technischen Limits" des Wagens "erfahren" möchte, ist in Wülfrath an der richtigen Adresse. Kann ich nur empfehlen. Danach "weiß man, was man hat" :D Gut daran: Die ganzen extremen Dinge fährt man mit Profi an seiner Seite, der einem im entscheidenden Moment auch mal'n Tipp geben kann.
Viele Grüße!
hab mal gelesen das über 100% steigung physikalisch nicht möglich ist (ausgenommen mit schwung). "reibwert auf asphalt < 1"
maximal bei renn reifen/slicks 1.2 . wie schaft man dann steigungen über 100% ist das formschluß zwischen reifen und dreck?
was ein 4x4 beim klettern hindert ist doch nur der "reibwert" und der punkt an dem der motor in der ölwanne luft saugt oder?
gruß eric
Original von rr83
hab mal gelesen das über 100% steigung physikalisch nicht möglich ist (ausgenommen mit schwung).
Das "...oder mehr" in meinem Beitrag bezieht sich wirklich nur auf einzelne Absätze und z.B. kurz vor dem Ausstieg oben - das geht insgesamt nur mit Schwung - sonst hat man an einem solchen Hang überhaupt keine Chance.
Viele Grüße!
...::: OTB :::...
21.12.2005, 11:56
moinz,
wir waren im Mai dieses jahres in Niederbipp (CH) auf der Motocrosspiste in einem Offroad Fahrseminar.
da gibt es auch eine "Steilwand". ich weiss jetzt zwar nicht wie steil die war, ich denke mal nicht ganz 80%, dafür aber mit etwas losem untergrund :P
ich hab sie mit meinem 90er im 2.Gang unters. mit Diff.sperre und org. bereifung, locker gemeistert.
mein cousin ist daraufhin die strecke von oben runter gefahren und das heck ist auch teilweise ausgebrochen, jedoch hat er es gut korrigiert mit etwas gasgeben. bremsen wäre in dieser sitution voll der hass !
im anhang noch paar bildchen. leider sieht man die steilheit nicht wirklich, aber es ist schon deftig, wenn man das erste mal am fusse da steht und man denkt sich: "hmmmmm, da rauf...never ! das ist ja schon zu fuss zu steil... :P" um so besser das gefühl, wenn man das hindernis überwunden hat 8) aber wie schon geschrieben, gefährlich wirds, wenn man die übung mittendrin abrechen muss, weil man den gripp verliert oder was auch immer. sehr wichtig ist zuerst das üben wie reagieren, in einer solchen situation und dies immer und immer wieder bis man automatisch richtig reagiert!!! ein solches fahrtraining ist also nur zu empfehlen! bei intresse kann ich gerne den veranstalter nennen. dies aber bitte per PN.
http://home.tiscalinet.ch/imhotep/Motocrosspiste_Niederbipp57.jpg
http://home.tiscalinet.ch/imhotep/Motocrosspiste_Niederbipp62.jpg
(das auf dem ersten bild bin NiCHT ich und auf den bildern ist auch nicht mein Fender :baby: )
Original von ...::: OTB :::...
aber wie schon geschrieben, gefährlich wirds, wenn man die übung mittendrin abrechen muss, weil man den gripp verliert oder was auch immer. sehr wichtig ist zuerst das üben wie reagieren, in einer solchen situation und dies immer und immer wieder bis man automatisch richtig reagiert!!!
Gebe ich Dir vollkommen recht - wobei leider nicht gerade viele echte Offroad-Fahrtrainings hinter sich haben, die in den Offroad-Parks so anzutreffen sind... :( Die wollen entweder das Geld sparen oder sind der Meinung, dass das für sie - mit ihrer grenzenloser Erfahrung :D - nichts ist.
Als Beispiel sei nur einmal das absolute Basic "Sicherer Rückzug" genannt, das Du ansprichst - da haben mich manche schon angesehen als ob ich eine andere Sprache spreche. Und das ist dann wirklich gefährlich. Manche denken eben, sie können mit Gas, Diff-Sperre, 'ner großen Klappe und 4WD alles meistern. Is aber halt nich so...
Viele Grüße!
...warum so kompliziert: Mitten am Hang einfach anhalten und wenden und dann wieder runterfahren 8) 8) :D. Das wird ein unvergessliches rundes Vergnügen :D! Bitte angeschnallt bleiben! :D :D
Nachtrag: Für alle die jetzt nicht lachen, bitte dies nie ausprobieren!
GUUUUUUUTE IDEE. Richtig. hatte ich ganz vergessen, dass man es so richtig macht :O :D :P :P 8o Besser noch etwas Gas geben beim rückwärts Einschlagen, damit der Karren auch "rumkommt".... :D :D
Ebenfalls Hinweis für alle, die jetzt nicht lachen: vergesst diese Zeilen....
Norbert.N
21.12.2005, 16:49
Original von columbo
Als Beispiel sei nur einmal das absolute Basic "Sicherer Rückzug" genannt, das Du ansprichst - da haben mich manche schon angesehen als ob ich eine andere Sprache spreche. Und das ist dann wirklich gefährlich. Manche denken eben, sie können mit Gas, Diff-Sperre, 'ner großen Klappe und 4WD alles meistern. Is aber halt nich so...
Diese Basics hab ich bei einem individuellen Fahrertrainig gelernt, aber in der Praxis ... da hab ich mich immer anders entschieden ... stehen geblieben, HILFE gerufen und zugeschaut, wie die vielen freundlichen Helfer ein Bergefahrzeug auf sicherem Terrain (oberhalb) postierten, den Bergegurt oder das Winchseil montierten und dann das "Vorwärts"-Zeichen gaben - das kostete ein (oder mehere) Bergebier(e) und nicht das Leben - gut, wenn man es kann, besser, wenn man es nicht braucht 8)
Viele Grüße aus dem südlichsten Westmünsterland
Norbert
HILFE[/B] gerufen und zugeschaut, wie die vielen freundlichen Helfer ein Bergefahrzeug auf sicherem Terrain (oberhalb) postierten, den Bergegurt oder das Winchseil montierten und dann das "Vorwärts"-Zeichen gaben - das kostete ein (oder mehere) Bergebier(e) und nicht das Leben - gut, wenn man es kann, besser, wenn man es nicht braucht 8)
Tja, schon richtig - auf 'nem gesicherten Gelände mit Bergefahrzeugen, hilfsbereiten Menschen und Winches - bloß: was machst Du draußen? Darum kann man die Sachen nicht oft genug üben, ausprobieren und nochmals üben, damit's auch mal in 'ner kinffligen Situation funktioniert... ;)
Viele Grüße!
Norbert.N
21.12.2005, 18:53
Original von columbo
[... - bloß: was machst Du draußen?
Draußen mache ich das nicht ... da komm ich von der geteerten Straße fast nie runter, und mehr als 10 % Gefälle gibt es sehr selten :( - und wenn es die Situation hergibt (Pyrenäen, Alpen, ..) dann fahr ich mit anderen 4x4ern oder ich verzichte auf die Herausforderung 8) - die Sache mit dem "im Rückwärtsgang ohne Gas den Berg runter" sehe ich als sehr risikobehaftet. Mein Disco mit Automatik hat eine längere Untersetzung als der Defender - also werd ich wesentlich schneller ... und das hab ich schon mit dem DAF gehaßt 8o - ob das HDC rückwärts so gut funktioniert wie vorwärts kann ich nicht sagen - möchte ich auch nicht ausprobieren - bitte verzeiht mir diesen Merksatz, der schwer zu befolgen ist, aber ich bin davon überzeugt, dass er nicht schaden kann ... "bevor Du eine unübersichtliche Strecke befährst, gehe sie ab, und wenn Du da zufuß nicht durchkommst (-willst), suche einen anderen Weg" - das ist zwar eigentlich den Schlammteufeln auf die Fahne zu schreiben, trifft aber bei Steilstrecken auch zu ... wenn ich zufuß an einer Steigung strauchele, wird mein Fahrzeug auch an die Grenzen kommen - wir sollten mehr wandern ;)
Materialschonendes Fahren spart Geld und schont die Gesundheit - in diesem Sinne 8)
Norbert
discoveryTD5
21.12.2005, 20:30
HI Norbert,
das HDC funktioniert rückwärts genauso wie vorwärts. Hab ich mich auch mal drauf verlassen, z.b.: bei der Steigung in Karenz. Was dann passierte glaubt allerdings keiner. Auf halber Strecke ging nichts mehr vorwärts, weil ... der Gang aus dem Verteilergetriebe rausgeflogen ist 8o
Da gibt es dann übrigens auch kein HDC mehr. Auf dem Weg bergab funktionierte wenigsten das ABS, so das wir ohne Schaden wieder unten ankamen.
Für mich hatte diese Erfahrung folgende Konsequenzen:
- Es gibt LR- Werkstätten, denen überlässt man besser nicht die Einstellung der Schaltseile
- ich überlege 3mal, ob ich unbedingt irgendwo lang muss
Gruß
Michael
Puh , mein Rutenplaner sagt 467 Km , und das ohne Pöltanke unterwegs . Wenn das nächste mal in Karenz was los ist , und es die Zeit und Gesundheit erlaubt komme ich mit dem N/A dort hin , und lasse an der Steigung 68 zornige PS los , dann schaunmermal , was geht . Ich möchte aber keine dummen Sprüche über den Geruch und die 15" Bereifung hören. :D
Grüße
Oliver
8o.....so kann es aber auch anschließend aussehen. Bad Luck eben , oder "Wenn es dem Esel zu gut geht , geht er aufs Eis"
Original von Norbert.N
- die Sache mit dem "im Rückwärtsgang ohne Gas den Berg runter" sehe ich als sehr risikobehaftet. Mein Disco mit Automatik hat eine längere Untersetzung als der Defender - also werd ich wesentlich schneller
Moin Norbert,
die Automatik ist in dieser Situation sogar sehr hilfeich...weil es in dieser Situation eigentlich weniger draufankommt ob du sehr langsam wieder rückwärts runterkommst, sonder dass du überhaupt geradlinig nach hinten runterrollst!
Mit Schaltegtriebe wäre die sicherste Vorgehensweise folgende:
1. Bremsen volle Kanne treten, so dass man meint man kommt durchs Bodenblech - denn viele Bremsen nicht stark genug --> die hinteren Räder müssen ja die Karre halten und da die meiste Bremskraft vorn anliegt muss eben heftiger gebremst werden.
2. Motor aus
3. Rückwärtsgang rein und Kupplung loslassen
4. Fuß von der Bremse zügig lösen und gleichzeitig anlassen
5. Lenkrad bloß gerade halten
Mit Automatik:
1. siehe oben
2. Rückwärtsgang rein
3. Bremse loslassen
4. Lenkrad gerade halten
Die höhere Geschwindigkeit gegenüber einem Schalter ist nicht schlimm. In Gelände mit Buckeln in den Fahrspuren sogar von Vorteil...die Reduktion hat bei Schaltgetriebe dann dort u.U. so eine große Bremskraft dass du trotzdem nen Salto machst....selber leider schon als Beifahrer erlebt :(
Automatik ist also für extreme Steigungen trotz der längeren Übersetzung einfacher zu fahren....aleiin schon die Tatsache, dass man bei starken Steigungen noch ohne Probleme vorwärts anfahren kann ist ein Sicherheitsgewinn!
HDC halte ich persönlich Null-Komma-Gar-Nichts von...die 2 beinahe Überschläge durch erst Freifall und dann Bremsen reinhauen reichen mir....ich bin jetzt zwar schon andere Discos gefahren bei denen das besser klappt aber eine mechanische Bremse ist mit wesentlich lieber und kalkulirebarer als ein E-Chip der für mich das "denken" übernimmt.
CU!
Christian
Original von ChrisDO
Mit Schaltegtriebe wäre die sicherste Vorgehensweise folgende:
1. Bremsen volle Kanne treten, so dass man meint man kommt durchs Bodenblech - denn viele Bremsen nicht stark genug --> die hinteren Räder müssen ja die Karre halten und da die meiste Bremskraft vorn anliegt muss eben heftiger gebremst werden.
2. Motor aus
3. Rückwärtsgang rein und Kupplung loslassen
4. Fuß von der Bremse zügig lösen und gleichzeitig anlassen
Hallo,
...sorry, aber da muss ich eine kleine "Korrektur" anbringen:
1. Fuss auf die Bremse, Motor ABSTERBEN lassen
2. Dann HANDBREMSE ziehen
3. Bei GEDRÜCKTER FUSBREMSE und ANGEZOGENER HANDBREMSE Rückwärtsgang einlegen
4. Dann VORSICHTIG von der FUSSBREMSE gehen und prüfen, ob der Wagen im Gang "sitzt"
5. FUSSBREMSE wieder drücken, dann VORSICHTIG Handbremse lösen
6. FUSSBREMSE VORSICHTIG lösen und den Wagen im Gang stehen lassen
7. Nochmals prüfen, ob die Räder gerade stehen (Blick aus dem Fenster -> dafür ist der Sitz des Defender nämlich soweit nach links versetzt)
8. OHNE die Kupplung zu TRETEN (!!!!!!!!!!) den Motor (mit eingelegtem Gang) starten
9. Rückwärts den Hang im Standgas herunterfahren
WICHTIG: Natürlich muss der Def. bereits beim Hochfahren in der Untersetzung gewesen sein, die U. am Hang einzulegen, wäre absolut gefährlich, weil sie - wie wir alle wissen - gerne auch mal rausspringen kann (aber das hat, glaube ich, sowieso jeder kapiert... :D).
Viele Grüße!
...::: OTB :::...
22.12.2005, 08:18
kleine anmerkung noch zum beitrag von ChrisDO und columbo vorher:
ist ja alles richtig so, aber dies sollte wirklich zuerst geübt werden bis es in fleisch und blut übergeht und BEVOR MAN AN EINE SOLCHE XTREM-SITUATION kommt :baby: ist einfach von vorteil ;)
finde die motor im gang start aktion nicht so toll. ich mache es immer so:
1. Bremsen volle Kanne treten
2. kupplungtreten und dann huchtig den rückwärtsgang einlegen
3.kupplung bis zum schleifpunkt kommen lassen
4. bremse los
5. wenn nötig gas geben
dieses !kupplung! trehten rückwrtsgang rein sollte man sowieso mal trainieren, weil es oft vor kommt (bei mir zumindest), das ich nen berg hochfahre, nicht weiter komme und ihn dann aber auch nicht mit der bremse halten kann. der disco einfach mit stehenden rädern rückwärts rutscht da ist keine zeit um motor abzuwürgen/zu starten .
dann 1.einfach mit bremse räder anhalten um schalten zu können-2.kupplung-3.rückwärtsgang-4.kupplung zeitgleich bremse-5.gas und ab gehts.
gruß eric
Original von ...::: OTB :::...
kleine anmerkung noch zum beitrag von ChrisDO und columbo vorher:
ist ja alles richtig so, aber dies sollte wirklich zuerst geübt werden bis es in fleisch und blut übergeht und BEVOR MAN AN EINE SOLCHE XTREM-SITUATION kommt :baby: ist einfach von vorteil ;)
Da gebe ich Dir vollkommen recht. Vor allem das "es-geht-nicht-weiter-nein-ich-drücke-NICHT-die-kupplung-sondern-lass-die-karre-absaufen" und "hossa-jetzt-OHNE-kupplung-motor-starten-und-im-standgas-zurück" erfordert anfänglich innere Überwidnung - weil man's eben mal in seinen jungen Jahren ganz anders gelernt hat.
Viele Grüße!
Hallo,
dass mit "hurtig einkuppeln" funktioniert bei so einem steilen Hang nicht wirklich....bevor du realisiert hast, dass du jetzt einkuppeln musst hast du bei 80% schon 30km/h drauf....
Ob man den Motor wirklich absterben lassen muss? Weiß nicht recht. Was hast du davon zu wissen, dass der Wagen im Gang sitzt, du aber trotzdem gleich erst den Rückwärtsgang einlegen musst (wofür du dann eh die Kupplung trittst, weil du ein Getriebe was so unter Last steht für gewöhnlich nicht schalten kannst)?
Aber das sind Feinheiten, die glaube ich auch geschmackssache sind.....hauptsache man hat den Rückwärtsgang drin und die Kupplung ist zu wenn du zündest....das mit erst Bremse auf dann schnell einkuppeln funktioniert einfach nicht bei 80% + . Du wirst in der halben Sekunde so schnell, dass glaubst du gar nicht...zumal du evtl dann ruckartig einkuppelst, der Wagen kurz stockt und du dann doch nen Abflug machst....das macht dem Motor + Anlasser nicht allzuviel mit eingelegtem Gang so zu starten...solltest ihn nur rechtzeitig wieder loslassen.
CU!
Christian
habe bei mir zu hasue einen 80+% test hang wo ich das öfters probiere.
"das mit erst Bremse auf dann schnell einkuppeln funktioniert einfach nicht bei 80%. Du wirst in der halben Sekunde so schnell, dass glaubst du gar nicht"
ich sehe da nicht das problem.
du rollst ja nicht mit getrehtener kupplung, ich lasse kupplung schon ein gewisses rutschmoment übertragen wenn die bremsen noch zu sind (quasi wie beim berg anfahren nur ohne gas geben zu müssen). es gibt nur einen kleine ruck, wenn der antriebsstrang von last auf schub betrieb übergeht.
es wird auf jedenfall katastrophal enden wenn du am berg hängen bleibst den motor abstellst, wie auch immer, und dann bevor du den motor wieder starten kannst mit stehenden rädern ohne hdc ohne bremskraft verstärker und ohne servolenkung rückwärts den hang hinunter rutschst.
daher meine devise: nie motor aus!
Moonbull
22.12.2005, 17:31
Motor aus halte ich auch für Irrsinn. Alle Sevounterstützung ist weg!
:DOriginal von Moonbull
Motor aus halte ich auch für Irrsinn. Alle Sevounterstützung ist weg!
Ähhhhh Moonbull,
hand auf's herz: wie oft warst Du denn schon in einer Situation, in der "sicherer Rückzug" angesagt war? Was willst Du denn da mit Deiner Servo? Etwa umdrehen??? :D
Fakt ist: Wenn Ihr den Hang nicht schafft und "auf der Stelle stehen bleibt" - was habt Ihr für 'ne andere Chance, außer den Motor absterben zu lassen und beide Bremsen einzulegen? Etwa Bremsen und Kupplung drücken? Na dann VIEL SPASS :D Dann gehts ab wie 'ne Rakete, weil die Fußbremse alleine die Karre definitiv NICHT HÄLT. Die beschriebene Vorgehensweise ist die "offizielle" und mit Abstand sicherste - probier's mal im Vergleich aus... :D Aber Vorsicht: bei der "Ich-hau-mal-eben-die-Kupplung-rein-und-bremse-und-lege-den-rückwärtsgang-ein-aktion" brauchst Du nen guten Käfig... :P
Viele Grüße!
73thorsten
22.12.2005, 19:47
also die Aktion mit Motor absterben lassen halte ich auch für die sicherste, und genau so wurde es auch in jedem "Off-Road-Training" erzählt, und genau so habe ich auch recht gute Erfahrung gesammelt.
Ich habe bei Offroad-Trainings bereits mehrfach bei 100% Steigungen gebremst und auch nur mit der Bremse problemlos den Wagen (Mercedes ML) gehalten. =) =) Bei meiner Automatik habe da ja sowieso keine Alternative. ;) ;)
käfig ???? warum ?? das problem ist der fahrer !! und eine überschätzung seiner fähigkeiten !!!!!!und der des autos!
motor aus ist tödlich !! und runter kein problem nur gewust wie und die nerven behalten und da haben wir das nächste problem ! die unerfahrenheit der fahrer ! einmal im jahr ins gelände und sonst nur feldwege ist nicht das wahre ! treil und lehrgänge sind wichtig um ein fahrzeug richtig bewegen zu können und dass nicht nur im gelände!!
hand aufs herz die meißten der geländewagenfahrer fahren zu 98 % straße und feldwege und das ist dann gelände !! aber wer lotet seine fähigkeiten aus ob mit oder ohne fachkundiger anleitung das sind die wenigsten !
ein club kamerad sagte mal !ich habe gehofft das du nein sagst zu der strecke und nicht nur hinterher fährst ich habe damals nein gesagt und es wahr richtig denn den wagen hätte ich dort zerlegt beim ersten mal!!
er zeigte wie es geht! und übung macht den meister!nicht blindes drauf los oder nach machen ! das gleiche gilt für die reifen !mt ok aber nur im gelände !sonst ist es nicht so der bringer im punkto sicherheit ! und oft auch nicht nötig ! oder !?! :D einige wissen was ich meine !! dann besser gute at`s mit 50 zu 50 % straße und gelände eigenschaft! und ein wenig erfahrung und es geht genau so weit!
Moonbull
22.12.2005, 20:49
Ich hab mich mal vor ca. 20 Jahren mit meinem Toyota auf die Seite gelegt, als Greenhorn.
Seitdem ist mir das nie wieder passiert!
Bei einem Fahrfehler und das ist nun mal ein Überschlag, brauch ich nicht mehr den Motor abstellen.
Und wenn ich den Berg nicht hochkomme fahr ich halt wieder runter und das im Rückwärtsgang, mit laufendem Motor und Servounterstützten Bremsen.
Wenn ich nicht mehr in der Lage sein sollte mit Kupplung, Bremse, Gas und Schaltung artgerecht umzugehen, dann kauf ich mir einen Golf.
Desweiteren kann man Extremsituationen nie pauschal behandeln.
Der jeweiligen Situation angemessen müssen teilweise blitzschnell Entscheidungen getroffen werde.
Düssellandy
22.12.2005, 22:26
Original von D-Nick
ein club kamerad sagte mal !ich habe gehofft das du nein sagst zu der strecke und nicht nur hinterher fährst ich habe damals nein gesagt und es war richtig !
Ein sehr richtiger und wichtiger Satz in diesem thread. Ich denke in Karenz war manch einer geneigt, sich der Gruppendynamik zu ergeben, und sich zuviel zu trauen.
Ich habe dort NEIN gesagt zur 80er, weil ich der Meinung war und bin, das nicht zu brauchen, obschon ich beim Einzeltraining in Wülfrath alle Passagen gefahren bin.
Ich kann das nur empfehlen, es zeigt die eigenen Grenzen und die des Autos auf.
Motor an - Motor aus, hier gehen ja schon die Meinungen auseinander.
Wenn man mit einem Profitrainer , der daneben sitzt, das Ganze geübt hat, wird man sich in der eigenen Entscheidung sicherer.
Und wenn man bedenkt, wieviel Geld oft in Zubehör investiert wird, sollte man diese Investition ruhig tätigen.
(Und da Wülfrath bei mir um die Ecke ist komme ich gern zum Guten Tag sagen auf einen Pausenkaffe vorbei ! )
Moonbull
23.12.2005, 05:48
Mal eine Verständnisfrage:
Wenn ich am Berg den Rückwärtsgang einlege, muss ich die Kupplung treten, nicht wahr? Egal ob der Motor nun an oder aus ist.
In dem Moment, wo ich die Kupplung trete ist bei nicht laufendem Motor genauso die Motorbremse nicht mehr gegeben als wenn der Motor läuft. Sehe ich das so richtig? Aber die Bremsen haben keine Servoünterstützung mehr!
Egal was der Motor macht, um den Rückwärtsgang reinzubringen muss ich die Bremsen bis zum Anschlag in der Ölwanne treten und die Handbremse ziehen.
Schnell muss es halt gehen, da darf man nicht lange Überlegen.
Bei einer Steilauffahrt wo ich bedenken habe, die es aber zu überwinden gilt, wird das Fahrzeug gesichert.
Also was soll das genau bringen den Motor abzustellen?
Wenn das die offizielle Lösung sein soll, denn wirds doch auch eine offizielle Erklärung geben, oder?
Ich lasse mich gerne eines besseren belehren! Man hat ja nie richtig ausgelernt.
Dr._Bike
23.12.2005, 07:29
Ich hab da jetzt beim Landy noch nicht bewusst darauf geachtet, aber normalerweise hat der Bremskraftverstärker doch 'nen gewissen Vorrat, d.h. die Bremskraftunterstützung verliere ich erst nach mehrmaligem Bremsen bei stehendem Motor.
Wenn ich aber schon auf der Bremse stehe und dann den Motor ausmache, dann verliere ich keinerlei Bremskraft/-wirkung.
So kenne ich es von allen meinen früheren Autos und ich bilde mir ein, dass es beim Landy nicht anders ist (zumindest bei meinem, BJ 02 - vielleicht ist's bei Serie-Landys ja anders, da kenne ich mich nicht aus...)
Werde es heute Abend gleich mal probieren...
Frohe Weihnachten!!!
Original von Düssellandy
obschon ich beim Einzeltraining in Wülfrath alle Passagen gefahren bin.
Ich kann das nur empfehlen, es zeigt die eigenen Grenzen und die des Autos auf.
Wenn man mit einem Profitrainer , der daneben sitzt, das Ganze geübt hat, wird man sich in der eigenen Entscheidung sicherer.
Und wenn man bedenkt, wieviel Geld oft in Zubehör investiert wird, sollte man diese Investition ruhig tätigen.
Hi,
100 % meine Zustimmung: Lernen statt ausprobieren - und Wülfrath ist eine prima Strecke, um die echten Grenzen der Landys zu erkunden (u.a. Verschränkungsstrecke positiv / negativ), die lange 100%-Auffahrt etc.
@Düssellandy: Bieten die jetzt eigentlich den 2er-Fortgeschrittenenkurs schon an? Sollte ja bis Ende des Jahres entwickelt sein. Weißt Du da was? Sonst frag' doch mal bei nem Kaffee :D
Vielen Dank und viele Grüße!
Original von Moonbull
Mal eine Verständnisfrage:
Egal was der Motor macht, um den Rückwärtsgang reinzubringen muss ich die Bremsen bis zum Anschlag in der Ölwanne treten und die Handbremse ziehen. Schnell muss es halt gehen, da darf man nicht lange Überlegen. Also was soll das genau bringen den Motor abzustellen?
Wenn das die offizielle Lösung sein soll, denn wirds doch auch eine offizielle Erklärung geben, oder?
Ich lasse mich gerne eines besseren belehren! Man hat ja nie richtig ausgelernt.
Hi Moonbull,
ne, ne..."belehren" will ich nich... :D nur empfehlen, was ich auf verscheidenen Trainings und Einzeltrainings selbst gelernt - und später "erfolgreich" im Gelände umgesetzt - habe.
Also: geht es nicht mehr weiter, gilt es zunächst den Wagen im Stand zu sichern. Heißt: Bremse treten, Handbremse anziehen und den eingelegten Gang DRIN lassen (sichert ja zusätzlich) - tja, und dann säuft der Motor automatisch ab... AU?ER MAN DRÜCKT DIE KUPPLUNG - und gibt damit aber EINE Sicherung auf. Wenn die Karre dann AUS ist und man merkt, dass der Wagen sicher im hang steht, ERST DANN - vorsichtig, und keinesfalls schnell oder unüberlegt - die Kupplung drücken und den Rückwärtsgang einlegen. Dann Kupllung komplett rauskommen lassen, Fuß langsam von der Bremse nehmen, um die Standfetsigkeit mit Handbremse und eingelegtem Gang zu testen, dann alle Füße weg von den Pedalen (auch von der Bremse) und den Motor mit eingeletem gang starten. Jetzt "zuckelt" der Wagen im Standgas rückwärts runter. Funktioniert. Ist übrigens auch die "offizielle" Empfehlung / Lerninhalt der Profitrainer im Landrover Experience Center in Wülfrath.
P.S: Deiner Empfehlung zum Sichern des Wagens mit der Winch bei wirklich heftigen Passagen, gebe ich natürlich ebenfalls zu 100 % Recht.
Viele Grüße!
Die "offizielle" Empfehlung bei Automatiktriebwerken war bei meinen Offroadkursen:
Für abgebrochene Bergauffahrt:
1.) Voll Fußbremsen mit dem rechten Fuß evtl. zusätzlich mit links
2.) Wechsel in den Rückwärtsgang, Kontrolle im Display!
3.) Prüfung ob Untersetzung und HDC eingelegt sind
4.) Fußbremse langsam lösen, alle Füße von den Pedalen!
Für abgebrochene Bergabfahrt:
1.) Voll Fußbremsen mit dem rechten Fuß evtl. gleich zusätzlich mit links
2.) Einlegen der Handbremse
3.) Wechsel in den Rückwärtsgang, Kontrolle im Display!
4.) Prüfung ob die Untersetzung eingelegt ist
5.) Mit linkem Fuß weiter volle Fußbremse
6.) Rechter Fuß aufs Gas, beim D3 löst sich dadurch die Handbremse automatisch
7.) Fußbremse langsam lösen und weiter kräftig Gas geben
Moin,
meine Erfahrung mit meinem Landy ist, er kann mehr als die meisten Fahrer je kennenlernen werden! Mich eingeschlossen....
Mache ja schon einiges mit Ihm (immer mit Dachzelt....).
Steigungen und Gefälle sind ja ok, aber ich hasse die Seitenneigung....
Ich verlasse mich auf mein "Bauchgefühl" und nicht auf andere....
War dieses Jahr mit der ORAM bei Leipzig zur "Geländefahrschule" um meinen Landy (ist jetzt ein Jahr alt) besser kennen zulernen.
....er kann mehr als ich.......Toll!
Aber, Mut und Größe ist, NEIN zu sagen! Und das hier im Forum auch zu schreiben! Toll!
Wünsche euch allen Frohe und gesegnete Weihnachten!!!!
Carsten
PS: bin früher Trail mit einem Mahindra gefahren....2x Umgekippt...war aber halt eine alte Mühle.. :D...
masterofdesaster
23.12.2005, 09:47
klasse...ich stelle mir grad eine abgebrochene Bergabfahrt vor :rolleyes:
hier in Bezug auf die 80 Promille, nee Verzeihung "Prozent"!!
Mit nem Automaten mags gehen, aber ein Schalter??? Rückwärtsgang rein Gas, Kupplung Bremse Handbremse und ganz nebenbei noch den Rückwärtigen bereich im Auge behalten... Auweia! Bei der ganzen Aktion liegst auch nicht bequem auf der Rückenlehne wie bei Bergauffahrt, du mußt dich auch noch irgendwie davor bewahren nicht die Nase an der Windschutzscheibe plattzudrücken.
Abgebrochene Bergabfahrt, hab ich mir vorher noch nie nen Kopp drüber gemacht.
Die Frage ist nun, wie komme ich in diese Situation? Ich fahre blind in einen Steilhang und stelle unterwegs plötzlich fest das ich an einer Abbruchkante stehe? Was habe ich dann falsch gemacht??
Das kann jetzt jeder beantworten, oder?
In so eine Situation darf ich mich erst gar nicht bringen!
Holger
auch ohne daß ich jetzt so wirklich viele Berge befahren habe, in den Situationen, wo ich bisher mal am Berg nicht weiterkam, habe ich den Motor eh abgewürgt. Und das ich die Kupplung getreten habe, nur einmal, und dann nie wieder, das geht furchtbar schnell rückwärts. :D
Deswegen, Motor abwürgen, alle Bremsen fest, Gang rein und dann starten / Bremsen lösen und Fuß weg von der Kupplung.
Hobie, der weiß das klüger ist, gar nicht erst in Strecken einzufahren, die kritisch sein können .. und es trotzdem gerne tut
Hallo zusammen,
sorry - hatte ich nicht dazugeschrieben: Die Tipps, die ich gepostet habe, gelten natürlich NUR für 'nen Schalter (nicht für Automaten)!
Viele Grüße und Euch allen ein schönes Weihnachtsfest!
ich sehe einfach nicht den vorteil beim motorauschalten, bevor er abwürgt kann ich doch die kupplung trehten(mit bremse versteht sich). der schaltvorgang in den rückwärtsgang ist quasi der gleiche, und beim losfahren entweder bremsenloslasse und kupplung loslasse oder bremsen loslasse und schlüssel rumdrehen sind eigentlich zwei sachen die einen nicht überfordern sollten(im gegenteil beim kuppeln hab ich beide hände am lenkrad! ). gut man braucht etwas gefühl im kupplungsfuß, (das braucht man aber fast überall im gelände).
halten kann man das auto auf jeden fall mit der fußbremse (sofern ein mittel difflock vorhanden ist und dieses auch gesperrt ist).
mag sein des es fahrzeug bedingt da vieleicht noch andere gründe gibt, z.b. das hdc beim betätigen des bremspedals nicht funktioniert oder bei td5 discos kein difflock vorhanden ist... oder vieleicht die off-road lehrer angst haben das jemand doch die kupplung zu früh tritt und so, mit dieser methode den fuß ganz vom pedal wegbringen wollen.. man weis es nicht.
mein haupt argument bleibt, wenn man am berg versagt, den motor über bremse abwürgt, und sich dann aufeinmal wundert wenn man mit !stehenden rädern! rückwärts den berg hinunter rutscht. spätestens dann wird man es doch verfluchen den motor abgestellt zu haben. in so einer situation noch schnell den rückwärtsgang zu erwischen(bei laufendem motor) ist schon schwierig genug. die zeit zum zündschlüssel zu greifen bleibt da bestimmt nicht mehr.
das stärkste kontra argument was hier existiert ist doch, das man es in ner off-road schule so gelernt hat und das ist für mich kein argument.
gruß eric
Hallo,
Motor am Berg am absterben lassen oder nicht, kommt auf die Situation an. Man kann meiner Meinung nach es nicht verpauscherlieren!
Können und Erfahrung und das gute alte "Bauchgefühl" sind hier gefragt.
Und im Zweifel um den Hang fahren........ 8o
Euch allen wünsche ich schöne Weihnachten!!!!
Carsten :]
strauchdieb
16.06.2008, 22:23
hallo kai,
ich zitiere dich;
<Warum? - Keine Ahnung - ??? kleiner Feigling geworden ??? :D>
nein, das ist es bestimmt nicht, sondern nur "erfahrener" geworden.
man sagt nicht umsonst, " einen guten offroader erkennt man daran daß er auch mal "nein" sagen kann.
meinen erfahrungsbericht hab ich deshalb niedergeschrieben, da ich verhindern möchte dass bei so einem "familiären" treffen irgend einem so etwas zustößt.
also bitte, meinen ersten bericht nicht als herausforderung zu sehen, die 80er steigung bezwingen zu müssen.
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mal nein sagen können,
unter diesem motto wil ich den thread mal wieder hoch holen,
ist einer der besten die ich bisher hier gelesen habe,
und karenz 2008 ist nicht mehr fern.
und nun noch mein tip dazu, fahrt einfach mal rückwärts in die steigung.
mein haupt argument bleibt, wenn man am berg versagt, den motor über bremse abwürgt, und sich dann aufeinmal wundert wenn man mit !stehenden rädern! rückwärts den berg hinunter rutscht. spätestens dann wird man es doch verfluchen den motor abgestellt zu haben. in so einer situation noch schnell den rückwärtsgang zu erwischen(bei laufendem motor) ist schon schwierig genug. die zeit zum zündschlüssel zu greifen bleibt da bestimmt nicht mehr.
das stärkste kontra argument was hier existiert ist doch, das man es in ner off-road schule so gelernt hat und das ist für mich kein argument.
gruß eric
Dem kann ich mich nur anschliessen.
Wenn ich es nicht schaffe den Wagen an einer Steigung mit der Fussbremse zu halten, liegt es daran, dass die Reifen keinen Halt mehr auf dem Boden finden koennen. Motor aus und Gang drin nuetzt dann auch nichts. Die Fussbremse hat immer genug Kraft die Raeder sicher zu blockieren, ausser wenn man nicht richtig drauf tritt.
Die Motorbremse ist wichtig, wenn der Wagen am Hang in Bewegung ist, weil sie die Bremskraft besser dosiert als es die Fussbremse kann.
Wie rr83 schon geschrieben hat, wenn ich dann mit Motor aus trotzdem den Hang runter rutsche, kann ich eigentlich garnichts mehr machen, ausser zu hoffen, irgendwo rein zu rutschen wo nichts kaputt geht.
Deswegen Motor nicht abwuergen!
Ist beim Diesel nicht so das Problem, aber viele Benziner mit Vergaser moegen extreme Schraeglagen garnicht so gern. Ist nicht immer gesagt, dass ich die Karre in der Schraeglage ueberhaupt wieder an kriege.
Wenn es wichtig waere den Motor abzuwuergen, wurde dies im Umkehrschluss ja auch heissen, dass man mit Automatic nicht ins Gelaende koennte. Kann man aber, und geht sogar sehr gut.
Auf jeden Fall sollte man sich schwierige Stellen im Gelaende vorher ansehen und dann ueberlegen was man macht. Es ist nicht unbedingt immer sinnvoll an die Grenzen des Machbaren zu gehen.
Habe mich schon so oft an den unmoeglichsten Orten festgefahren, und der Verschleiss am Wagen ist extrem. Dass ausser Schaeden wie abgdrehte Kardanwellen, Steckachsen oder gebrochenen Federn nichts passiert ist, war machmal nur glueck.
Ich fahre gerne ins Gelaende, aber auch da kann man das Material etwas schonen.
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