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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welche Flüssigkeiten ?


Peter
22.03.2004, 18:27
Hallo Fachleute

Könnt ihr mir sagen welche Öle bzw Bremsflüssigkeit sich mit meinem SII A Bj 66 am besten vertragen?

Danke und Landy on
Peter

mgo
22.03.2004, 20:33
Hallo Peter,

fahre einen 2.25er Diesel SIII, 10 Jahre jünger wie Dein SII. Das sollte beim Öl aber keinen großen Unterschied machen.

Also: Motoröl 10W40 Leichtlauföl, teilsynthetisch, was angeblich bei Dichtungen älterer Bauart Probleme bereiten könnte.Soll den Motorlauf im Winter aber erleichtern. Ich bin nach 2 Jahren wieder auf 15W40 umgestiegen, müsste bei Dir auch gehen.

Getriebeöle, alle Getriebe: SAE 85W90

Bremsflüssigkeit und Kupplungsflüssigkeit Dot4.

Alles seit über 50.000km im Dauerbetrieb, geht super.

Manfred

landyschrauber
23.03.2004, 19:53
Hallo,

Manfred Land Rover bevorzugt ein 20er oder 30er Öl.

Hatte eben ein Gespräch mit eiem Freund in Solihul.

Gruß aus Bayern



Dennisl

mgo
23.03.2004, 20:45
Hi Dennis,

in meiner Betriebsanleitung steht auch 20W als Vorgabe für das Motorenöl. 15W40 ist von dem 20W irgendwas nicht so weit entfernt und wesentlich leichter und günstiger zu beschaffen.

Beim Getriebeöl war es ähnlich. das von Land Rover empfohlene SAE 90EP wird nach Angaben meines Lieferanten nicht mehr hergestellt. Da blieb nur der Umstieg.

Manfred

mgo
23.03.2004, 21:10
Hi

habe nochmal bei Lindsay Porter nachgeschaut:

Motor : Da hält er sich bedeckt, empfiehlt je nach Gegend auf ein entsprechendes Öl zurückzugreifen, was Sinn macht. Im Winter dünnes, 10W40 z.B, im Sommer dickeres, 15W40.

Steering Box, Main G-box, transfer g-Box, Front and Rear Axle: 80W/90 Gear oil

Zum Abshmieren Castrol LM Grease.

Der hat wohl nen Sponsorvertrag mit Castrol. Ich schmier Fett aus der Baywa rein, geht auch seit 60000km gut.

Im LR Rep-Handbuch steht fürs Motoröl + Luftfilter 20W50, 15W50, 20W40.


Manfred

mgo
23.03.2004, 22:07
Hi,

anbei ein Schmierplan aus dem SIII Handbuch.

Manfred

landyschrauber
23.03.2004, 23:11
an Manfred,


ist doch im Bezug auf den Motor egal was man reinfüllt. Meiner hat auch schon mal mit w60 gelaufen.
Ich fahre eigentlich ein w40 in der Regel, dann tropft es auch nicht.

Gruß


Dennis

mgo
24.03.2004, 22:11
Hallo Dennis,

was die Zhal hinter dem W angeht ist es bestimmt wurscht. Je größer die Zahl hinter dem W, desto größer der Temperaturbereich den das Öl abdeckt. Vor dem W steht die Zahl die über den Leichtlauf bestimmt. Je niedriger die Zöhel, desto flüssiger das ÖLe. Man korrigiere mich wenn ich hier Quatsch verzapfe, aber so habe ich die Charts der Petroleumfirmen interpretiert. Zugegeben, in Chemie war ich immer ne Null. 0Wirgendwas ist aber das Öl das der Mechanik am wenigsten Wiederstand bietet.

Manfred

ChrisDO
26.03.2004, 19:19
Hi,

ich hab hier was, das deine Frage mit dem "W" wohl ganz gut beantwortet.

Motorenöle sind in SAE-Klassen eingeteilt, z.B. 0W, 10W, 15W, 20W, 20, 30, 40, 50.
(Bei der Viskosität gilt: grössere Zahlen = zähflüssiger,
und kleinere Zahlen = dünnflüssiger.)
Die erste Zahl, z.B. die 0 oder 10, zeigt, wie flüssig das Öl bei Kälte ist (W=Winter): je niedriger der Wert, desto dünnflüssiger das Öl. Um so schneller verteilt es sich bei Kaltstarts im Motor und schützt ihn vor Verschleiß. Die zweite Zahl, z.B. 30 oder 40, bezieht sich auf die Fließfähigkeit bei Hitze. Auch hier gilt, je niedriger, desto leichter läuft der Motor, jedoch umso höher dieser Wert ist, um so höher ist der Schmierfilm belastbar.



Einbereichs - Motorenöle – sind Öle, die eine SAE-Klasse erfüllen.

Mehrbereichs - Motorenöle - sind Öle, die mindestens zwei SAE-Klassen erfüllen.
Alle Öle die mehrere Viskositätsklassen überdecken, tragen zusätzlich ein W (wie Winter) dazwischen.

Für die Schmierung von Kraftfahrzeugen werden heute Ganzjahresöle verwendet z.B. SAE 5W-30, SAE 10W-40, SAE 15W-40 usw. Es handelt sich dabei um Mehrbereichsöle, die mehrere Viskositätsklassen überdecken und für den Winter- und Sommerbetrieb geeignet sind. Somit wird ein jahreszeitlicher Ölwechsel vermieden.

0W
Die Fließeigenschaften des Öls im Winter (W).
Je niedriger die erste Zahl (0), desto besser ist die Fließfähigkeit des Motorenöls bei Kälte. Je schneller das Öl den Motor durchölt, desto niedriger ist der Verschleiß. Die Bezugstemperaturen liegen - abhängig von der SAE-Klasse - bei -5°C bis -30°C.

30
Die zweite Zahl z.B. 30 oder 40 beschreibt die Fließeigenschaften des Öls im oberen Temperaturbereich. Der Ölfilm bleibt auch bei hohen Temperaturen im Motor stabil und reißt nicht ab. Umso höher dieser Wert ist, um so höher ist der Schmierfilm belastbar! Die Bezugstemperatur ist hier 100°C, obwohl im Motor wesentlich höhere Öltemperaturen auftreten können.
Mineralöle altern oberhalb 150°C stark, was einen öfteren Ölwechsel zur folge hat.
Synthetische Öle halten Temperaturen bis zu 300°C aus.

wer es bis hier hier durchgelesen hat -- RESPEKT! :D

MfG
Christian

Peter
27.03.2004, 10:48
Hallo

Ich danke euch für die Bereitstellung eures umfassenden Wissens. Ihr habt mir damit wirklich sehr geholfen.

Aber freut euch nicht zu früh denn die nächsten quälenden Fragen kommen bestimmt.

Bis dahin euch allen viel Spaß mit euren Landys!

Mfg
Peter

gz-206
26.09.2006, 16:44
... weils um öle grundsätzlich geht :

wie lang hält sich öl ? ist ein jahr stehenlassen ( 10w40) ein problem ?

bert
27.09.2006, 13:33
hallo peter,
da haben wir es wieder :D:
abgesehen von der spezifikation, achte bitte darauf, daß deine getriebe hypoid-verzahnt sind und somit ein hypoid-öl benötigen!
wie auch in dem pic von manfred steht! 8)

irgendwann hatten wir das thema schonmal bis zum abwinken :D :D :D

bert
27.09.2006, 13:42
Sae90 (http://www.blacklandy.de/wbb2/thread.php?threadid=9147)

da wars :D

hab bislang alle mit 20W50 im motor und hypoid SAE90EP in allen getrieben gefahren
und ist im tropischen hamburg sowohl dem 6zyl, dem 2,25 diesel und nun dem 2,25 benziner gut bekommen.
in den achsgelenken vorne ist allerdings inzwischen dieses spezielle fett drin.

das dickflüssige zeug tropft wenigstens im stand nicht so leicht überall raus. :D :D :D