Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : ABS und ETC notwendig?
Hallo,
heute bin ich zum ersten Mal hier. Ich will mir einen Defender 110 E kaufen. Ich war heute zum ersten Mal beim Händler und bin auch zum ersten Mal gefahren! Ich will eigentlich keinerlei Sonderausstattung haben, gerade Elektrisches kann ja auch immer mal kaputt gehen. Jetzt bin ich nur am überlegen, ob ich ABS und ETC als Sonderausstattung nehmen soll. Was meint Ihr?
Danke für Antworten
ado
WernerCoenen
20.03.2004, 16:09
Hallo,
ich denke mal da gehen die Meinungen sehr stark auseinander.
Ich habe aus Überzeugung kein ABS/ETC in meinem Defender, hat für mich den Nachteil ich bekomme keine 100er Zulassung für den Hänger. Ich habe auch nicht sehr viel Vertrauen in Elektronik, vor allem dann nicht wenn man die Fahrzeuge lange fahren will, evtl. auch im Gelände einsetzt. In allen Testberichten die ich bisher über den Defender gelesen habe wird ABS/ETC empfohlen unter Hinweis auf die sonst "schlechten Bremsleistungen" des Defender. Ich kann dies sowohl im Solobetrieb als auch im Hängerbetrieb nicht feststellen. Mein Fahrzeug bremst gut und hält auch die Spur. Ist natürlich im Bremsverhalten nicht vergleichbar mit einem PKW, aber das versteht sich ja wohl von sellbst bei solch einem schweren Fahrzeug. Auch im Gelände braucht man nicht unbedingt ETC, damit kommst du auch nicht sehr viel weiter. Für das eingesparte Geld kauf dir lieber eine hintere mech. Sperre, vielleicht auch zusätzlich noch für vorne. Die bringt es dann wirklich.
Hallo Werner,
danke für die schnelle Antwort. Ich habe hier den aktuellen Prospekt vor mir liegen, aber eine vordere und hintere Sperre gibt es da nicht zu kaufen. Mit dem Wagen wollen wir übrigens zuersteinmal nach Island, also schon richtig ins Gelände.
Gruß ado
Hallo,
LR bietet die Sperre glaube ich nicht an. Hier mal eine Adresse (http://www.schwarzsperre.de/vacuum.htm) wo es sehr gute Sperren gibt.
blacklandy
20.03.2004, 18:05
Mein Kommentar zu ABS u. ETC:
ABS ist sicher nicht schlecht, wurde ich nehmen.
ETC, lässt sich meines Wissens nicht abschalten - damit kann es im Gelände unter bestimmten Voraussetzungen von Nachteil sein, würde darauf verzichten.
Sionnach
20.03.2004, 18:33
Hallo Ado,
habe mir auch einen E bestellt, allerding mit ABS/ETC. AS ohne ETC geht anscheinend nicht.
ABS habe ich gewählt, da ich mehrheitlich Strasse fahre und es bei uns sehr bergig ist, es im Winter noch schneit und glatt ist. Gerade für Berabfahrten soll das Fahrzeug dann beim Bremsen lenkfähig bleiben.
Bei mehrheitlicher Fahrt im Gelände hätte ich es mir nicht gekauft.
Anscheinend kann man das ABS/ETC über die Sicherung total abschalten - bei extrem schwierigem Geländeeinsatz.
Gruß
Jochen
Hallo
In unserem Defender sind ABS und ETC verbaut und wir haben es noch nicht bereut, da wir in Verschränkungspassagen (bergauf) ohne Problem hoch gekommen sind, wo der Defender ohne drei Anläufe mit viel Schwung brauchte. Außerdem greift das ETC auch erst bei hohen Drehzahlunterschieden ein. Und der letzte Punkt ist, dass man es wie schon gesagt entweder über die Sicherungen oder über einen selbst eingebauten Schalter abzuschalten ist.
Grüße Daniel
finde es auch besser mit abs und etc. und wie daniel schon sagte kann man sich leicht einen schalter einbauen zum abschalten. und die sperren als zusatz nachrüsten lassen ist ja kein problem.
Hallo
Die Sperren sind natürlich die optimalste Lösung. Jedoch sind die Steckachsen sehr schwach ausgelegt, sodass es angebracht ist diese gegen stärkere auszutauschen. Das wird dann aber wieder sehr teuer (~2000 €). Und auf diese ABS- Wirkungen im Winter zu verzichten ist auch nicht so schön.
Grüße Daniel
Hallo,
Daniel hat glaube ich das schlagende Argument genannt. Die Achsen von Land Rover sind nicht für die Belastungen einer 100% Sperre ausgelegt.
Wenn man eine nachrüstet würde ich die Achse wie ein rohes Ei behandeln. Einfach bei starker Verschränkung Sperre rein und los, wird nicht so einfach gehen, ohne sich die Achse zu ruinieren.
ABS und ETC sind beim Landy in der Tat miteinander "unzertrennlich" gekoppelt, was allerdings auch logisch ist. ABS und ETC verwenden das gleiche Steuergerät und die gleichen Radsensoren. Wenn man das trennen wollte, wäre das mit zusätzlichen elektronsichem Aufwand gekoppelt.
Ausserdem wo liegt das Problem im Gelände? Ich komme mit der Motorbremswirkung auch 80% Gefälle runter ohne Angstschweiss in der Stirn. Und das ETC reicht aus um nen Defender oder Disco an Orte zu bringen wo man die meisten anderen Geländewagen einfliegen müsste ;).
MfG,
Christian
rahmenwolf
24.05.2004, 17:36
Hallo,
Matzker (www.matzker.de) bietet meines Wissens nach eine Möglichkeit an, das ABS auf Knopfdruck abzustellen. Auf der Strasse würde ich allerdings auf ABS nicht verzichten wollen.
Eine mögliche Anfälligkeit des Systems ist zumindest für mich kein Argument gegen ABS. Auch ohne ABS gibt es davon mehr als genug (Wegfahrsperre, Motorsteuerung etc.) im Defender. Wer wirklich weit von der nächsten Werkstatt mobil bleiben will, sollte A) über Umlegung und evt. Doppelung des Steuergerätes nachdenken und B) eine Möglichkeit zum Deaktivieren der Wegfahrsperre in Erwägung ziehen. Beides wird m. W. ebenfalls von Matzker angeboten.
Allerdings finde ich, dass (zumindest für mich) Kosten und Nutzen dieser Umbauten nicht unbedingt in einem guten Verhältnis zueinander stehen. Wer einen Landy will, den auch die letzte Dorfschmiede noch zusammenflicken kann, sollte mal über die Anschaffung einer älteren Serie nachdenken. Da nur rudimentär vorhanden, dürfte die Elektronik da kein Problem sein.
Janelectro
24.05.2004, 17:43
Ich hab nen ABS-Aus-Schalter. ist nicht schwer einzubauen.
...bitte daran denken:
Bei neueren Fahrzeugen ist das gleichzeitig der "ETC-Aus" Schalter, was man im Schlamm und in Verschränkungspassagen immer bedenken sollte. Für kurzes Abschalten während einer steilen Bergabfahrt auf losem Untergrund ist die Methode aber OK.
Jetzt nochmal kurz generell:
Das abschaltbare ABS hat eher theoretische Bedeutung. In der Praxis ist eine Abschaltung des ABS erst notwendig, wenn man einen so steilen und rutschigen Hang runterfahren möchte, bei dem die immense Motorbremswirkung der Defender und Discos nicht mehr ausreicht. Sprich 100% und mehr, wo wir doch zugegebener Maßen eher selten unterwegs sind, oder?
Bei nassen Wiesen, dem Paradebeispiel für Situationen in denen man den bremsenden Keil von den Rädern eigentlich bräuchte:
So steile Wiesen, wo die Motorbremswirkung nicht ausreicht würde ich erst gar nicht befahren wegen akuter Schleuder- und dann Umkippgefahr. ..und falls doch, dass ABS ist erst ab ca. 15km/h Aktiv, wenn man ganz langsam anfährt und sofort in die Eisen geht hat man ein automatisch abgeschaltetes ABS, mann muss nur dann konsequent mit blockierenden Rädern bis zum Stillstand abbremsen und dann das ganze wieder von vorne: Anrollen lassen und sofort wieder in die Eisen.
Ich bin auf diese Weise bis jetzt jeden Hang heile runter gekommen. 80% bei der Sache sind sowieso die Reifen. Vernünftige MTs und man sollte auch mit ABS eigentlich nie Probleme kriegen. Ich stehe jedenfalls mit meinen BFG MTs auf nasser Wiese trotz regelndem ABS schneller als die meisten ohne ABS aber dafür mit ATs oder gar Strassenreifen drauf.
MfG,
Christian
Hallo,
endlich kann ich auch mal wieder was sagen :D
Das abschaltbares ABS wirklich nicht wirklich nötig ist, haben bis jetzt etliche Geländetausflüge zusammen mit Christian gezeigt. Mein Toyo hat kein ABS, Christian's Disco bekanntlich schon, allerdings ist er damit wesentlich steilere Hänge runtergekommen als ich mit meinem Toyo. Es liegt maßgeblich an den Reifen. Ich hab BFG AT drauf und auf Matsch steht der Disco schneller aus 30km/h als meiner ohne ABS, aber der dafür "nur" ATs drauf hat. Wir haben das extra in Hoope mal ausprobiert.
MfG,
Tanya
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