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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Reifen 235 oder 255 im Wüstensand?


jmalcolm
14.10.2007, 19:43
Hallo Leute,

bitte mal um Info zum Thema Reifen:

1. Wie gehen die Serienreifen Michelin XPC in Nässe und Schnee/Schneematsch bzw. Glatteis?

2. BFGoodrich Mud-Terrain, gibts was Besseres?

3. BFGoodrich im Gelände, vorwiegend Sand auch Dünensand, welche Reifengröße ist da besser? 235 oder 255?? Oder noch andere Größen?

4. Welche Reifengrößen sind denn zugelassen bzw. eintragbar für den TD4 Defender-110?

Danke und Grüße,

john

Maulwurf
14.10.2007, 19:53
Original von jmalcolm
Hallo Leute,

bitte mal um Info zum Thema Reifen:

1. Wie gehen die Serienreifen Michelin XPC in Nässe und Schnee/Schneematsch bzw. Glatteis?

2. BFGoodrich Mud-Terrain, gibts was Besseres?

3. BFGoodrich im Gelände, vorwiegend Sand auch Dünensand, welche Reifengröße ist da besser? 235 oder 255?? Oder noch andere Größen?

4. Welche Reifengrößen sind denn zugelassen bzw. eintragbar für den TD4 Defender-110?

Danke und Grüße,

john

1) keine Ahnung
2) ja, zB Cooper STT (im Sand allerdings sind die BFG wiederum toll!)
3) fürn vollgeladenen 110er? 255/85-16!!!
4) keine Ahnung

jmalcolm
14.10.2007, 20:03
Hallo Maulwurf,

danke für die rasche Antwort. Mit welcher Begründung bist Du denn bei 3) so vehement für die 255er?

Grüße,

john

Maulwurf
14.10.2007, 21:39
Na ja- vehement... :rolleyes:

Im Sand bringt Dich vor allem ein hoher Reifen nach vorne- er bewirkt ein besseres Überfahren von Hindernissen, vor allem aber wird er in der Lauffläche schön lang bei abgelassener Luft. Außerdem stellt er in der Breite einen guten Kompromiss da, ohne zu breit und somit Kraftraubend zu sein und läuft noch nicht jeder Spur auf sandiger Piste nach.

Letztendlich ist es sicherlich Geschmackssache- viele kommen auch mit 235/85 sehr weit und sind zufrieden. Aber ich würde halt lieber 255er nehmen, wenn ich vor der Wahl stehe.

jmalcolm
14.10.2007, 22:38
Hallo Maulwurf,

vielen Dank für diese weiteren, sehr hilfreichen Einsichten. 255/85-16 geht ja auch ohne Fahrwerkumbau, oder?

Grüße,

john

MaxxxKampen
14.10.2007, 23:01
Original von jmalcolm
Hallo Leute,

bitte mal um Info zum Thema Reifen:

1. Wie gehen die Serienreifen Michelin XPC in Nässe und Schnee/Schneematsch bzw. Glatteis?

2. BFGoodrich Mud-Terrain, gibts was Besseres?

3. BFGoodrich im Gelände, vorwiegend Sand auch Dünensand, welche Reifengröße ist da besser? 235 oder 255?? Oder noch andere Größen?

4. Welche Reifengrößen sind denn zugelassen bzw. eintragbar für den TD4 Defender-110?

Danke und Grüße,

PS: Vollbeladener 110 mit 255 / 85 R 16 ohne FWK Umbau Schleift beim Einfedern....--eher Suboptimal...

john

Zu 1.) wenn es sich um die groben von Michelin handelt ist Glatteis eher Besch.......

2.) Simex Jungle Trekker , unbezahlbar und auf Straße nicht fahrbar....

3.) Besser zu fahren 255 , jedoch würde ich in der Wüste auf Reisen NUR 235 oder 7,5R 16 er fahren , denn die bekommst Du unten an jeder Ecke ...255 er nicht !!--so mal wegen zefetztem Reifen....

4.) Du willst Doch nicht im Ernst :D alle !!! Reifengrößen wissen , oder ???
Also , schon die Römer ........... und dann nich die Wikinger , rababerrababer etc...

Nee , im Spass

7,5 R 16 ; 235 / 85 R 16;, 8,25 R 16 , 265/75 R 16 ; 34 / 10,5 R16 und zig tausend andere...

Gruß aus Kiel

RaRo
15.10.2007, 10:21
Hallo jmalcolm,

Maulwurf hat Recht mit dem was er schreibt. Für das Vorwärtskommen im Sand ist die Höhe ( Abrollumfang) des Reifens ein sehr wichtiges Kriterium.

Beim Fahren in weichem Sand bildet sich permanent eine Art Keil vor dem Reifen.
Für den Reifen fühlt sich das so an, als müsse er ständig bergauf fahren.

So erklärt sich, dass bei zwei Reifen mit gleicher Breite, der Reifen mit der grösseren Höhe im Sand - für den Reifen das - das leichtere Fortkommen hat.
Oder anders, die relative Höhe des Sandkeils nimmt mit zunehmender Höhe des Reifens ab.
Der vom Reifen gefühlte Berg wird flacher.

Allerdings ändert sich mit steigendem Abrollumfang auch das Gesamtübersetzungsverhältnis vom Motor zum befahrenen Untergrund.
Die Tachoanzeige wird verfälscht, und der Wagen verliert an Spritzigkeit.

Der ewige, markenübergreifende, Zielkonflikt.

Mit den erlaubten Reifengrössen beim Defender kenne ich mich nicht aus, da ich das japanische Gegenstück (Buschtaxi v. Toyota) fahre.

Mit den 255/86/16 MTs v. BFG hatte ich noch keine Probleme. Die Reifen fahren sich auch auf der Strasse erstaunlich komfortabel.
Ich nutze sie für normale Touren im europ. Raum.

In der Wüste hab ich die 9.00 v. Michelin, hatte noch nie einen Platten, und fast durch nix aufzuhalten.
Ich hab allerdings einen Turbo + LLK nachgerüstet u. d. Tacho einstellen lassen, die Radkästen bzw. Kotflügel mussten ausgeschnitten werden.

Die reg. Motorleistung wäre für den, im Vergleich zu den 255er MTs, insgesamt 12 cm höheren Reifen nicht ausreichend gewesen.

Zum Thema Reifenbreite nur ganz kurz. Wieder ein Zielkonflikt. Je breiter der Reifen, desto geringer das Einsinken, da die Auflageflächer ETWAS grösser wird. Allerdings gilt dies auch für die Breite des Sandkeils.

Beim Reduzieren des Reifendruckes geht die Auflagefläche der Reifen in erster Linie in die Länge.
Das bedeutet, je höher der Reifen, desto länger kann er bei red. Luftdruck werden.
Bitte bedenke auch, dass Du bei Wüstentouren wenigstens zu 50% Stein und sonstiges Gelände fährst.
Daher spar ich mir hier über das ETWAS stärkere Eingrabverhalten bei groberem Reifenprofil einzugehen.

Für meine Fahrten nach Lettland, Russland, etc. habe ich mir bei Nakatanenga 9.00er Fedima Reifen gekauft.

Sie haben das Profil der Simex-Reifen, dies ist aber auf den von mir oben bereits erwähnten unzerstörbaren Michelinkarkassen aufgebracht.Sie kosten wesentlich weniger als die Originale.

Allerdings sind sie auf Asphalt wirklich nur mit äusserster !! Vorsicht zu fahren.Dafür haben sie im Schlamm unglaubliche Traktion.

Halt wieder ein Zielkonflikt.

Peter von Nakatanenga ist ein sehr guter und kompetenter Ansprechpartner. Frage den doch einfach mal, wenn Du mit Deiner Reifenauswahl nicht weiter kommst.

MaxxxKampen hat noch einen guten Tipp gegeben. Wenn Du eine gängige Reifengrösse wählst ( 255/85/16 sind gängig), dann hast Du im Gegenden mit dünnem Versorgungsnetz natürlich grössere Chancen Ersatz zu bekommen.

Vielleicht kannst Du ja etwas damit anfangen.

Liebe Grüsse, Stephan

Maulwurf
15.10.2007, 10:39
Super Beitrag,@RaRo!

Deinem und Max's Beitrag ist noch hinzuzufügen, dass, wenn man in der Gruppe fahren sollte, die Reifenwahl auch etwas auf alle Fahrzeuge abgestimmt werden sollte, um sich ggfls gegenseitig helfen zu können.

9.00er XZL zumindest aufm 90er habe ich probiert: Ein Albtraum, weils Auto zu leicht war, der Reifen folglich nicht richtig walken konnte, die Reifen schon bei 1,2 bar auf der Felge rutschten und Ventile abrissen (seitdem: nie wieder Schläuche!) und der Reifen mit der benötigten und vorhanden Mehrleistung nicht nur Steckachsen, sondern auch eine Kardanwelle kostete. Beides während der Fahrt- nicht durch sinnfreies Anfahren im Sand.
Trotzdem war der XZL ein toller Reifen!

uschi desert
16.10.2007, 12:33
geb auch noch meinen senf dazu:

am td5 hatten wir bf goodrich - nie probleme, keine platten, gar nienix...70.000km asphalt, schnee, sand, matsch, regen, alles gehabt.
und beim td4 gibt es ja auch kein problem mit der höchstgeschwindigkeit :D

dann der discoIII: 245/70/17 cooper at - bei der ersten gröberen strecke 2 reifen geschlitzt (seitlich). 17" sind fast nicht zu bekommen in marokko, fuhren dann mit 3 unterschiedlichen reifengrössen die restlichen 3 wochen herum.

auf unseren td4 kommen sicherlich wieder bfg at 255 - nicht mt!!!

liphpip
16.10.2007, 13:12
hallo,
das argument der verfügbarkeit hatte ich auch immer im kopf bis ich selbst durch afrika gefahren bin.
erstens hat man eh dann immer zwei kompletträder dabei.bis man 2 räder gänzlich geschrottet hat muß man sich schon sehr viel mühe geben(weit ab da draussen fährt man auch etwas umsichtiger als zu hause in der kiesgrube).und selbst wenn man denkt man hätte einen reifen zerstört gilt das nur für europäische vortstellungen die afrikaner basteln da schon was zu recht was einen erstmal weiter bringt.
und in aller letzter not und es ist gar nix brauchbares aufzutreiben.hat der adac weltweit ein ersatzteil versand und die sagen von sich selbst das sie es fats überall hin schaffen in 1 woche.
die zeit muß man dann schon haben aber wer keine zeit hat der läßt das auch besser mit afrika;-) oder man hat sehr viel geduld;-)
ich fahr ganzjährig 255/85R16 bfg mt und mir gefällts.

uschi desert
16.10.2007, 13:35
hallo liphpip,

ich muss dir jetzt wirklich widersprechen.
es ist je toll wenn arbö/adac innerhalb einer woche den reifen nach marokko bringt - bei uns hätten sie es nicht geschafft :(
wir hatten sogar kontakt zu lr casablanca und england.
einer unserer reifen war tatsächlich selbst in africa nicht mehr zu reparieren, der zweite wurde zumindest so hergerichtet, dass wir die 2stündige fahrt durch geröll wagen konnten und aus dem tal heraus kamen. wie du dir vielleicht vorstellen kannst fährt man mit einem disco III sowieso nicht wie ein irrer, schon gar nicht in africa, aber es gibt halt situationen, da kannst du nicht mehr aus. wenn dir die piste wegbricht, weil sie unterspült wurde, hast du keine chance mehr.
mit 16" wäre das alles kein problem gewesen, jede menge zu kaufen.....

und der bfg ist eindeutig stabiler...

landyxt
16.10.2007, 13:53
Original von uschi desert
geb auch noch meinen senf dazu:

am td5 hatten wir bf goodrich - nie probleme, keine platten, gar nienix...70.000km asphalt, schnee, sand, matsch, regen, alles gehabt.
und beim td4 gibt es ja auch kein problem mit der höchstgeschwindigkeit :D
Wüste Uschi, wenn du mal mit dem MT eine Straße runter gemust hättest, die ne überfrohrene Oberfläche gehabt hätte, wüßtest du jetzt was Angst ist.


auf unseren td4 kommen sicherlich wieder bfg at 255 - nicht mt!!!
Da wirst du wohl Pech haben, in 255 gibt es nur den MT, beim AT mußt du zu 266/75-16 wechseln.

@ John
4.) da geht ziemlich viel, auch 295-70-16 oder 315/75-16 oder oder ...
Am gängigsten sind die 235/85-16, 265/75-16 und 255/85-16

Ich fahre auch den BFG MT in 255 als Alltagsreifen (außer Winter) und bin sehr zufrieden damit und hätte noch nie irgendwelche Probleme damit.

Aber wie bei allen Autos sollte im Kaufpreis auch noch ein zusätzlicher Satz Winterreifen eingeplant werden. Die XPC sind vielleicht mit ganzjahresreifen zu vergleichen, also nix gescheites, wenn du richtig in den Winter mußt.

Highlander VM
16.10.2007, 14:34
Eine wichtiger Faktor wurde hier noch nicht erwähnt.

Um so breiter der Reifen, umso mehr braucht man Motorleistung. Bei den meist Vollbeladenen Fahrzeugen wirkt sich jeder Zentimeter breiter enorm aus!!!
In vielen weichen Sandpassagen hilft nur Schwung und Leistung ohne Ende. Und wenn man an einer Steigung schalten muß ist es eh schon vorbei... Da hilft dann nur auf den Morgen warten und hoffen daß der Sand noch feucht ist ;-))
Unter 135 PS sollte man meiner Meinung nach keine 255 fahren. Und nimm möglichst schön abgefahrene Reifen. Da reißt die Sandnarbe nicht so leicht auf. Ein paar Spax-Schrauben durch den Felgenrand in die Reifen gedreht schadet auch nicht. Dann kannst Du bei Bedarf den Luftdruck noch mehr senken ohne daß der sich dreht.

Meine Empfehlung:
SumperSwamper SX. Mit wenig Druck walken die überall durch. Das enorme Seitenprofil erlaubt ein permanentes Rausfahren aus Spurrillen und hilft keinen Platten zu bekommen. Meistens kriegt man die nicht auf der Lauffläche sondern knapp darüber an der Wulst.

Gruß Georg

liphpip
16.10.2007, 21:39
hallo,
also ich hab mir meinen reifen in mauretanien etwa auf 15cm seitlich aufgeschlitzt.die findigen mauren haben das ding kurzerhand genäht und ein schlauch eingezogen damit gings bis deutschland.
nur in deutschland wollt ich so nicht mehr rumfahren die vollkasko sicherheits denker hätten mir bestimmt n strick draus gedreht.und das war ein 12,5R20 reifen büschen grösser als son landi schubkarren 255er

:P

rr83
16.10.2007, 21:50
@jmalcolm
"255/85-16 geht ja auch ohne Fahrwerkumbau, oder?"
bei mayerosch oder wie die heinis heißen hab ich mal gelesen, das man ne höherlegung braucht. hängt wohl irgendwie mit der einpresstiefe zusammen.
(vermute ich zumindest)
hatte ich hier schonmal im forum gefragt obs/wann es ohne änderung geht. hab leider noch keine antwort bekommen.
gruß eric

jmalcolm
18.10.2007, 10:26
Hallo Leute,

vielen Dank für die wirklich informativen Rückmeldungen!

Dann fahren wir alle mal weiter mit unseren Schubkarren 8) Und haben natürlich sooo viel Spass dabei...

Grüße :]

landyxt
19.10.2007, 02:49
Original von rr83
@jmalcolm
"255/85-16 geht ja auch ohne Fahrwerkumbau, oder?"

Meiner:
90, 255/85-16 auf 7x16 Mangels, Fahrwerk originol, jetzt schon seit 90tkm, keine Stabis, schrabt beim vollen verschränken.