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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rost und Aluherpes


Waldschrat
20.03.2005, 17:22
Ist ja schon ein paar mal diskutiert worden. Dennoch wollte ich das Thema noch mal aufgreifen.

Elektrochemische Korrosion ist ja mittlerweile ein Begriff.

Boote haben dieses Problem doch auch und dort behilft man sich mit einer Opferanode (genau wie im Heisswasserboiler).

Beim Bootsbauer kostet ein Kilo Zinkanode 10 €.
Hat sowas schon mal jemand verbaut?
Das Selbe gibts auch noch als Magnesium bzw. als Gemisch.

Hat damit jemand Erfahrung?

Gruß,
Waldschrat

Spuckie
20.03.2005, 19:07
hi waldschrat,

das mit der opferanode wäre eine tolle idee, wenn, ja wenn da nicht noch ein elektrolyt notwendig wäre.

beim boot ist es einfach das wasser drum herum - an deutschen ubooten ist knapp eine halbe tonne von dem zeugs verbaut, damit die dose nicht wegrostet.

am auto geht das nicht, ausser du fährst nur im wasser - sonst fehlt das elektrolyt eben. schade eigentlich.

es geht also nur, wenn du die verschiedenen metalle "galvanisch" trennst, also von einander isolierst.

beim defender heist das, auseinander nehmen und ganz viel moosgummi verbauen, viel lack, usw.

in diesem sinne

Kaengu
27.03.2005, 12:08
naja, bei Pipelines verwendet man auch Opferanoden (auf dem Land). Um ein Lokalelement zu erzeugen reicht die normale Witterung aus (Luftfeuchtigkeit + Regen). Ob das bei Autos schon mal probiert worden ist weiß ich nicht (bei den meisten Autos ist der Rostschutz ab Werk kein Problem), aber aus elektrochemischer Sicht müsste das eigentlich funktionieren, wenn man Anode und das zu schützende Blechstück vernünftig leitend verbindet. Ist natürlich die Frage, ob sich das langfristig vom Wartungs- und Kostenaufwand auf diese Art und Weise rechnet...