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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : gasumbau bei ´76 ger landy!?


disco13
08.02.2007, 18:58
hallo , ich schon wieder ! bin jetzt echt fast weg von nem disco und hin zu einem restaurierten LR 88.
wüßte nur gerne, ob man die alten motoren auch mit gasanlage betreiben kann? vielleicht hat da ja jemand erfahrung mit! gruss

Buckes
08.02.2007, 19:15
Na du bist ja schnell endschlossen...

Aber für die Autos gibt es hier ein eigenes Forum....
Denke das dir da besser geholfen wird als hier im Disco I II Forum...

Pendagon
09.02.2007, 09:47
Hallo,


grundsätzlich kann man alle 4-Takt-Benziner mit LPG betreiben. Nur brauchst Du dann eine Venturi, die das Gas über den Luftfilter einströmen lässt. Also nix mit Vollsequentiell :)

Grüße

Alex

SebastianIII
09.02.2007, 10:01
mein 75er SWB Serie III läft seit April letzten Jahres auf Gas und alles ist super, könnte nicht besser sein. Ich nutze ihn als Alltagsauto, Verbrauch ist ok, läuft auf Gas ruhiger als auf Benzin, keine ausfälle, kurzum: alles Wunderbar

BookWood
09.02.2007, 10:03
Hi Sebastian,

wo hast Du denn im 88er den Tank untergebracht?

gkuehn
09.02.2007, 10:10
Ein paar Bilder wären toll,

Grüße, Guido

SimonTemplar
09.02.2007, 11:15
Hallo!

Dieses Thema schwebt mir auch durch den Kopf!

Unsere beiden Alltagsvolvos laufen auch beide mit Gas, der eine ein 245er von 91 hat schon 385tkm auf Gas und ist kein bischen müde, der andere ein 96er Volvo 850 hatte jetzt bei 220tkm eine durchgebrannte Kopfdichtung und einen Haarriss im Kopf.

Grundsätzlich lässt sich jeder Benziner (ausser Direkteinspritzer) auf Gas umrüsten. Nur gibt es Fahrzeuge die sind wie dafür gemacht, während andere dafür weniger taugen.

Ein Punkt ist die Wärmebelastung, ein Motor der hier keine Reserven hat, taugt nicht für Gas, da dieses mit einer höheren Temperatur verbrennt und den Motor zusätzlich belastet. Das ist aber auch schon der einzige Nachteil von Gas.

Beim Landy dürfte die Temperatur nicht das Problem sein, aber bei den alten Kisten sind die Ventilsitze nicht gehärtet und es ist bei einer Umrüstung auf Gas notwendig hier eine Schmierung z.b. mit flashlube zu installieren.

Der Mehrverbrauch liegt bei ungeregelten Venturi-Anlagen bei 25-30 % gegenüber dem Benzin. Dafür kostet es aber auch nur die Hälfte.

Die Gasanlagen sind absolut problemlos und nahezu wartungsfrei, der Motor läuft ruhiger und er wird nicht durch Verbrennungsrückstände belastet. Das Öl wird nicht durch Benzin verdünnt und behält länger seine Eigenschaften. Bei meinem Volvo mit 385 tkm ist auch nach 10 TKM das Öl noch goldgelb.

Hauptknackpunkt wird aber wohl der Tüv in Komination mit dem H-Kennzeichen sein. Werde die Tage mal beim Tüv vorbeifahren um mal ein bischen den Boden vorzubereiten :-)

Grüsse

Roberti

Stephan2703
09.02.2007, 12:30
Hi,

ich habe auch Gas im Landy.
Hier mein Bericht (http://www.blacklandy.de/wbb2/jgs_db.php?action=show&eintrags_id=33&sid=)
H-Kennzeichen geht, da Venturis schon ewig verbaut werden. Ist Technik aus alten Zeiten.
Ich bin rundum zufrieden mit dem LPG Umbau. Verbrauch: 15 Liter/100km Autobahn, 18 Liter Landstraße und im Kurzstreckenbetrieb 20 Liter.

Gruß,
Stephan

SebastianIII
09.02.2007, 13:46
also, ich habe den Tank quer verbaut, und nicht längs, wie es bei vielen 109ern gemacht wird. Ist eigentlich ok, da es nicht zu viel Platz wegnimmt. Der Tank ist von einer Holzkiste umschlossen(Die ist noch nicht das ware, wurde vom Umrüster gezimmert, irgendwann werd ich die mal ersetzten) Die Kiste bietet gleichzeitig noch Raum für den ganzen Schnickschnack den man so mitführt(Erste Hilfe Kasten, Ölkanne, Warnweste usw.) Im Deckel habe ich die lautsprecher für mein Radio verbaut, Allerdings so das man die Kiste auch zur Not noch zustapeln kann.

Fotos stell ich mal die Tage rein.

BookWood
09.02.2007, 13:53
Was kostet so ein Umbau alles in allem? 90l ist schon nicht schlecht, allerdings frißt der Tank eine der hinteren Klappbänke im 88er.
Könnte man den nicht unter den (bei mir, RHD) Beifahrersitz machen? Da habe ich momentan einen 45l Zusatztank. Zudem sieht so ein Koloss hinten drin im offenen Sommerbetrieb nicht gerade gut aus.Außerdem wären ja auch alle Anschlüße, wenn der Wagen offen ist, frei zugänglich, selbst wenn man mit TrckCab fahren würde. Unter wäre mir da schon lieber.

Stephan2703
09.02.2007, 14:08
Hi,

ich habe 1500 Euro bezahlt, incl. Gutachten und Tüv Vorführung. Dazu kamen noch 99 Euro für Flash Lube incl. Einbau, das kann man aber selbst machen. Bei Ebay 42 Euro.
Dann noch mal knapp 20 Euro für die Eintragung im Brief.

Gruß,
Stephan

Schlafmuetze
09.02.2007, 15:00
Original von BookWood
Könnte man den nicht unter den (bei mir, RHD) Beifahrersitz machen?

Das Problem ist wohl das man Drucktanks offenbar nicht in beliebigen Formen bauen kann - deswegen gibts nur wenige Bauformen zur Auswahl. Ich kenne nur Zylinder- oder Muldentanks für die Aussparung im Kofferraum bei 'Dumm-rumsitz-Autos' :D .

Möglicherweise lässt sich so ein Muldentank aber auch irgendwo anders am Fahrzeug sinnvoll anbringen ( z.B. an der Hecktüre mit einer schlichten Ersatzradabdeckung drüber und auf einem stabilen Ersatzradträger wie es die für Defender gibt, wegen des Gewichtes ) - unterm Vordersitz wirds wohl zu eng.
Aber ich fürchte auch bei der Hecklösung wird der nette Herr vom TÜV noch eigene Vorstellungen äussern :D .

Stephan2703
09.02.2007, 15:13
Hi,

beim Tank kommt noch hinzu, das die Muldentanks relativ klein sind und für einen Landy keine Reichweite bringen. Was soll man mit einem 40 Liter Tank? Und die größeren Muldentanks sind so groß wie ein LKW Reifen, da ist dann ein Zylindertank das kleinere Übel.
Die Anbringung an bewegliche Teile ist, soweit ich weis, nicht erlaubt. Damit fällt Hecktüre und Motorhaube aus.
Unterm Sitz paßt nichts vernünftiges. Vielleicht kriegt man einen langen Zylinder mit 34cm Durchmesser unter dem Boden, irgendwo am Rahmen befestigt. Dann sollte man aber auf die Bodenfreiheit achten. Ist wohl eher nichts für extrem Off-Roader, wegen der Aufsetzgefahr.
Ich finde die Anbringung in Längsrichtung auf dem Radkasten ganz ok. Meiner hat 90 Liter. Einen 110 Liter Tank kriegt man auch noch rein. Den würde ich empfehlen.

Gruß,
Stephan

BookWood
09.02.2007, 15:25
Tja, damit wäre das für mich gestorben. Einen solchen Tank würde ich nicht gern im Sommer offen spazieren fahren.
Na egal, dann tank' ich halt weiter meine 90 l Super Benzin. Ich habs ja nicht anders gewollt. :D

siggi109
09.02.2007, 16:17
hä,warum takst du super ??? normal reicht doch,
oder hast du einen hochverdichteten (9:1)motor ?

gruss siggi109

BookWood
09.02.2007, 16:42
Original von siggi109
hä,warum takst du super ???

Mein Bekannter, der beim Militär Land Rover schraubt, hat mir das empfohlen, weil er damit sauberer verbrennen soll. Außerdem soll er durch die saubere Verbrennung auch nicht so viel verbrauchen.
Ob es stimmt? Keine Ahnung, schaden tuts wohl nur meinem Portemonnaie. :P

BookWood
10.02.2007, 11:10
So, habe es gerade gelesen:
LPG ist nun weiterhin bis 2018 steuerbegünstigt. Nun fehlt nur noch ein Unterbautank, dann würde ich es auch machen.

http://www.dvfg.de/

Und aus dem offiziellen Papier:
Zitat:
Es handelt sich dabei um die Ergebnisse der jahrelangen internationalen Verhandlungen in Basel über die angemessene Eigenkapitalausstattung der Kreditinstitute (Basel II). Mit dem Steueränderungsgesetz 2007 hat sich der Ausschuss für eine Reihe von Einschränkungen ausgesprochen, die Anfang nächsten Jahres in Kraft treten sollen. Zum einen ist geplant, die Entfernungspauschale für Fahrten von der Wohnung zum Arbeitsplatz drastisch zu kürzen. Künftig sollen nur noch Fernpendler vom 21. Kilometer an 30 Cent pro Kilometer als Werbungskosten geltend machen können. Damit wird das "Werkstorprinzip" eingeführt, wonach Fahrten zum Arbeitsplatz grundsätzlich als Privatsache gelten. Die jetzige Lösung stelle lediglich eine Härtefallregelung für Fernpendler dar, wie es von Koalitionsseite hieß. Nahezu halbiert werden soll der Sparerfreibetrag auf 750 Euro für Alleinstehende und 1.500 Euro für Verheiratete. Bezieher sehr hoher Einkommen (250.000 Euro Ledige, 500.000 Euro Verheiratete) sollen einen dreiprozentigen Zuschlag zur Einkommensteuer ("Reichensteuer") zahlen müssen. Der Ausschuss nahm allerdings einen Änderungsantrag der Koalition an, wonach Gewinneinkünfte durch einen Entlastungsbetrag vom Steuerzuschlag verschont bleiben. Ferner ist geplant, die Bezugsdauer des Kindergeldes vom 27. auf das 25. Lebensjahr zu verringern. Ein Änderungsantrag und ein Entschließungsantrag der Grünen sowie ein Entschließungsantrag der Linksfraktion zu dem Entwurf fanden keine Mehrheit. Die Grünen hatten vorgeschlagen, den Kilometersatz der Entfernungspauschale auf 15 Cent vom ersten Kilometer an festzusetzen und die Altersgrenze für das Kindergeld sowie den Sparerfreibetrag nicht zu senken. Die Linke betonte, dass Gesetz sei "Sozialabbau" und gehe in die falsche Richtung. Die FDP erklärte, sie halte die Einführung der "Reichensteuer" und die Änderung der Pendlerpauschale für verfassungswidrig. Die Koalition bleibe den Bürgern eine Entlastung schuldig. Dem hielt die Koalition entgegen, dass Haushaltssanierung und Subventionsbau im Mittelpunkt des Gesetzes stünden. Geändert hat der Ausschuss auch den Regierungsentwurf zum Einstieg in die Besteuerung von Biokraftstoffen. Die Steuerbegünstigung für die reinen Biokraftstoffe Biodiesel und Pflanzenöl soll nun von Ende 2009 auf Ende 2011 verlängert werden. Für alle anderen Biokraftstoffe soll sie allerdings Ende 2009 auslaufen. Für reinen Biodiesel soll die Steuer bis Ende 2007 9 Cent pro Liter betragen und dann jährlich gestaffelt auf 45 Cent im Jahr 2012 ansteigen. Reines Pflanzenöl soll bis Ende 2007 steuerfrei bleiben, ab 2008 mit 10 Cent pro Liter besteuert werden. Auch hier soll jährlich gestaffelt im Jahr 2012 die Vollbesteuerung mit 45 Cent pro Liter erreicht sein. In der Landwirtschaft eingesetzte Biokraftstoffe sollen steuerfrei bleiben. Die Koalition setzte darüber hinaus durch, dass Biokraftstoffe für in Seehäfen verwendete Geräte künftig ebenfalls steuerfrei werden. Die Steuerentlastung für Biodiesel, der fossilen Kraftstoffen beigemischt wird, soll 2007 wegfallen. Noch in diesem Jahr soll per Gesetz eine Quote für die Beimischung ab 2007 vorgeschrieben werden. Weitgehend Einigkeit herrschte über die Basel-II-Beschlüsse. Hier nahmSchließlich beschloss der Ausschuss, Erdgas und Flüssiggas als Kraftstoffe gleich zu behandeln und jeweils bis Ende 2018 steuerlich zu begünstigen. der Ausschuss mit der Mehrheit von Union, SPD und FDP eine Entschließung an, wonach die Banken aufgefordert werden sollen, den kreditsuchenden Unternehmen ihre Rating-Entscheidungen (Bewertung der Kreditwürdigkeit) in nachvollziehbarer Weise schriftlich offen zu legen. Die Spitzenverbände der Kreditwirtschaft sollen nach dem Willen der Abgeordneten eine solche Selbstverpflichtung formulieren und deren Anwendung empfehlen. Nach zwei Jahren solle die Regierung dem Parlament berichten, ob eine gesetzliche Regelung dennoch erforderlich ist. Zur Begründung heißt es, die Kreditnehmer hätten ein legitimes Interesse, dass die Rating-Ergebnisse offengelegt werden. Nur so könnten Unrichtigkeiten im Rating-Prozess entdeckt werden.

brandstifter
10.02.2007, 14:27
Beim 4er scheint der LPG ja kein Thema, während der Umbau beim 6er wohl kritisch ist.
Ich hab aber schon gehört, das wohl auch umgebaute 6er rumfahren ohne gleich Ventile abzubrennen.

Falls jemand da Erfahrung hat oder jemanden kennt, würde mich brennend interessieren, da ich eigentlich auch gerne auf Gas umbauen würde.


Grüße
Sven

BookWood
13.02.2007, 15:49
Telefonische Aussage von Herrn Hagemann, TÜV Nord Hannover (Telefonnummer gern auf Anfrage):

Ein Umbau auf Autogas würde zum Wegfall des H-Kennzeichens führen, es sei denn, man baut eine Anlage ein, die es bereits zur damaligen Zeit gab.
Bei Sicherheitsaspekten schaue man vielleicht mal drüber hinweg (Nachrüsten von Sicherheitsgurten), aber ansonsten harte Linie beim TÜV Hannover. Allerdings ein nachträgliches Umrüsten auf Scheibenbremsen aus Sicherheitsaspekten würde auch bei ihm den Oldtimer-Status beenden. Den Unterschied, warum bei Sicherheitsgurten Ja gesagt wird, bei einer sicheren Bremse jedoch Nein, konnte er nicht sagen. Da war er eher wortkarg.
ja, so siehts aus beim TÜV Nord, daher Gasumbau für mich erledigt. X(

Stephan2703
13.02.2007, 15:52
Hi,

in den Landy kannst du nur eine Venturi einbauen, und die ist auch schon vor über 30 Jahren verbaut worden. Es fahren sehr viele Oldtimer mit Gas rum, nicht nur Landys.

Gruß,
Stephan

BookWood
13.02.2007, 15:55
Original von Stephan2703
Hi,

in den Landy kannst du nur eine Venturi einbauen, und die ist auch schon vor über 30 Jahren verbaut worden. Es fahren sehr viele Oldtimer mit Gas rum, nicht nur Landys.

Gruß,
Stephan

Hi Stephan,

wenn Du mir das schriftlich geben kannst, dann rufe ich gern nochmal dort an. Zeitgemäßer Umbau wäre ja ok.
Also, hast Du was schriftliches von Venturi?

Stephan2703
13.02.2007, 15:59
Venturi ist das Prinzip der Anlage, kein Fabrikat. Wenn du beim Tüv sagst, da kommt eine Venturi rein, dann wissen die was das ist und wie alt die Technik ist. Das ist tiefstes Mittelalter was den Gasanlagenbau angeht. Keine Steuerelektronik, gar nichts. Einfach nur ein Verdampfer und ein paar Gas und Wasserleitungen. Hat nichts mit den modernen geregelten Gasanlagen zu tun.

Gruß,
Stephan

PS: Habe gerade mal gesurft. Es gibt scheinbar Tüv Stationen die machen das und andere nicht. Typisch Bananenrepublik.
Allerdings ändert sich auch zur Zeit ständig was. Seit April 06 wird bei der HU die Gasanlage extra untersucht und man zahlt noch was extra. Habe ich auch gerade erst gelesen.

BookWood
13.02.2007, 17:31
Hallo Stephan,

das wundert mich nicht, denn das folgende Statement haut in die gleiche Kerbe. Je nach Sachverständigen wird da dann entschieden. X(

Bedeutet bei meinem Bj 1966: je nach Sachverständigen kann ja oder nein gesagt werden. Damit wurde nun mal wieder die Göttlichkeit des Prüfers gestärkt.


"Letzte Information des TÜV Süd zum Thema Gasanlagen in Oldtimer

In der letzten Zeit gab es häufiger Anfragen über die Ausrüstung von Oldtimern mit sogenannten "Autogasanlagen" zum Anrieb der Motoren. Diese wurden meistens negativ beschieden, da der nachträgliche Umbau immer einen großen Eingriff in den Antriebsstrang eines Fahrzeuges bedeutete.
Da bereits in den 70er-Jahren eine gewisse Anzahl von Fahrzeugen nachträglich oder in selteneren Fällen bereits ab Werk mit einer solchen Gasanlage ausgerüstet wurden, stellt ein solcher Umbau quasi eine zeitgenössische Umrüstung dar, welche im Anforderungskatalog zum §21c StVZO ausdrücklich positiv bezüglich des historischen Kennzeichens aufgeführt ist.

Da nicht mehr eindeutig nachvollziehbar sit, welche Fahrzeuge bereits damals it einer Gasanlage ausgerüstet worden sind, und auch vermieden werden soll, daß ein spezieller, aufwändiger Katalog erstellt wird, wird folgende Vorgehensweise bei der Abnahme eines umgebauten Fahrzeuges propagiert.

Alle Fahrzeuge, in denen Gasanlagen schon mindestens 20 Jahre installiert sind, sind grundsätzlich H-Kennzeichen-fähig.
Fahrzeuge bis in die frühen 60er-Jahre kommen grundsätzlich nicht in den Genuß eines H-Kennzeichens, da solche Fahrzeuge, wenn überhaupt, nur in den seltensten Fällen damals mit einer einer Gasanlage betrieben worden sind.
Fahrzeuge ab etwas Mitte der 60er-Jahre haben die Möglichkeit, eine positive Begutachtung bezügliche des H-Kennzeichens zu bekommen, wenn sich der amtlich anerkannte Sachverständige vom zeitgenössischen Charakter des Umbaus überzeugt hat. Genauere Vorgaben sollen nicht gemacht werden.
Nicht tangiert von diesen Aussagen sind natürlich Fahrzeuge mit Holzgas-Generatoren, die es bis ca. 1951 noch gegeben hat. So können Fahrzeuge aus der Zeit bis Anfang der 50er-Jahre auch nachträglich damit ausgerüstet werden, auch wenn dazu aufgrund der Umweltbelastung und des hohen Aufwandes nicht geraten wird.
Fazit
Damit können nun diejenigen Fahrzeuge, für die die meisten Anfragen kommen, in der Regel positiv begutachtet werden und die Halter/innen kommen in den Genuss der Steuererleichterung und einer nicht so stark steuerbelasteten Kraftstoffart. Außerdem tun sie damit in fast allen Fällen etwas für die Umwelt."

Quelle: Deuvet

krausmi
15.02.2007, 03:56
Wer weiss welche Werkstatt LPG-Anlagen mit Venturi-Prinzip in historische Landys einbaut ?

BookWood
15.02.2007, 04:04
Hallo Michael,

das wüßte ich auch gern. Am besten wäre, die Werkstatt hätte auch gleich einen TÜV-Prüfer für die Eintragung.

Viele Grüße,
Peter

Stephan2703
15.02.2007, 05:42
Hi,

geht mal zu Google und sucht mit den Suchbegriffen LPG Autogs Umbau und eurem Bundesland. Die Umrüster stapeln sich im Netz. Venturi baut jeder Umrüster ein, ist ein Kinderspiel. Tüv machen die Umbauer gleich mit, war bei mir auch so.

Gruß,
Stephan

BookWood
15.02.2007, 05:52
Original von Stephan2703
Hi,

geht mal zu Google und sucht mit den Suchbegriffen LPG Autogs Umbau und eurem Bundesland. Die Umrüster stapeln sich im Netz. Venturi baut jeder Umrüster ein, ist ein Kinderspiel. Tüv machen die Umbauer gleich mit, war bei mir auch so.

Gruß,
Stephan

Und keine neue H-Begutachtung? Ach, ich habe gerade auf deinen Fotos gesehen, daß Du gar kein H-Kennzeichen fährst. Tja dann ist das sicher kein Problem, jemanden zu finden. Es geht uns aber auch um das Behalten des H-Kennzeichens. :)

Viele Grüße,
Peter

Stephan2703
15.02.2007, 09:41
Hi,

ja richtig, ich habe kein H-Kennzeichen.
Allerdings würde ich dieses Thema mit dem Umrüster besprechen. Der hat beim Tüv bestimmt die besseren Argumente und klärt das vorher ab.
Einfach mal bei diversen Firmen vorsprechen. Nicht anrufen, am Telefon ist meiner Erfahrung nach die Beratung schlechter.
Viel Erfolg!

Gruß,
Stephan

PS: Die Gaspreise sind zum Jahreswechsel stabil geblieben, 0%Erhöhung.

BookWood
15.02.2007, 09:54
Danke, Stephan. Ich habe nun mal meinen Umrüster um die Ecke angerufen, erstmal zwecks Abklärung der TÜV - Geschichte wegen des H-Kennzeichens. Die waren sehr nett und der Chef wird mich noch heute vormittag zurückrufen. Er will das mit dem TÜV klären. Erst danach würde ich hinfahren zur Klärung der Einzelheiten bez. des Umbaus sowie natürlich auch des Preises. :]
Als Einbauort schwebt mir vor der Platz, den momentan mein 45l Benzinzusatztank einnimmt. Da sollte sich auch problemlos ein Zylindertank unterbauen lassen.

Viele Grüße,
Peter

BookWood
15.02.2007, 10:15
Ok, Rückruf habe ich soeben erhalten. Wenn der Wagen schon seit 10 J. eine Gasanlage hat, gäbe es keine Probleme mit dem H-Kennzeichen.
Neueinbau führt zum Erlöschen des H-Kennzeichens hier im Bereich Celle.
Der Chef sagte aber auch, es gäbe TÜV-Prüfer, die das trotzdem eintragen. Da könne man nur im Netz alle Umrüster abklappern und einen suchen, bei dem das so gemacht wird. :(

Tja, somit muß ein offizieller Oldtimer leider eine kleine Dreckschleuder bleiben, auch wenn man bereit wäre, das zu ändern. ;(

brandstifter
15.02.2007, 12:27
woher kommt den die info mit den 10 jahren?

soweit ich weiß gibt es bei h nie probleme, wenn der wagen über 30 ist und die veränderungen/umbauten über 20 jahre sind. so war es bei meinem 608 transporter, der vor über 20 jahren zum wohnmobil umgebaut wurde.
leider wollte die dekra dann plötzlich wegen rost doch kein h rausrücken

von einer 10 jahres grenze hab ich noch nie gehört, vielleicht solltest du nochmal jemand anders fragen.

BookWood
15.02.2007, 12:30
Ja, woanders fragen war ja auch der Tip der Werkstatt. Man muß eben eine Werkstatt finden, die einen Prüfer an der Hand haben, der dann den nachträglichen Umbau einträgt und nicht das H-Kennzeichen entzieht.

WolfJH
22.02.2007, 15:14
Ich überlage auch seit geraumer Zeit und habe deshalb beim TÜV Süd angerufen. Mein Ansprechpartner sieht in einem Umbau auf Autogas eine anerkennenswürdige Verbesserung (vergleichbar dem Einbau eines Katalysators), die den Oldtimer Status nicht gefährdet.

Die verbauten Teile müssen aber alle eine EG-Zulasssung haben, so daß der Einbau einer alten Anlage wohl ausscheidet.

Sofern das Auto noch keine H-Zulassung hat, sollte diese erst erfolgen bevor der Umbau auf Gas in Angriff genommen wird.

Was mir jetzt noch fehlt, ist ein Umrüstbetrieb im Großraum München, der Erfahrung mit Oldtimern hat.

Gruß, Wolf

BookWood
22.02.2007, 15:38
Also ein Kat-Einbau würde hier auf jeden Fall den Wegfall des H-Kennzeichen bedeuten. Es kommt nicht darauf an, ob das eine anerkennenswerte Verbesserung ist, denn dann wäre eine moderne Bremsanlage ja auch H-fähig. Es kommt beim H-Kennzeichen darauf an, den Wagen so weit wie nur irgendwie möglich im Originalzustand zu erhalten, nur darauf und nicht anderes. Ich wage mal zu behaupten, der Mensch vom TÜV Süd hat da leider nicht die geringste Ahnung und seine Auskunft entbehrt jeder schriftlichen Grundlage. Frage mal diesbezüglich beim DEVEUT nach, die würden die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. =)
Nutz diesen Dussel schnell aus, bevor es vorbei ist. :D :D :D

Viele Grüße,
Peter

Birger
22.02.2007, 15:53
Moin,

Falsch, Peter.
Einbau eines Katalysators (und andere Verbesserungen der Umweltverträglichkeit) sind ausdrücklich erlaubt (siehe www.tuev-sued.de).
Beispiele für erlaubte Änderungen (Zitat):
* behindertengerechte Umbauten
* Umbau der elektrischen Anlage von 6 auf 12 Volt.
* Nachrüstung eines Katalysators

Im Oldtimer-Katalog des TÜV-Süd steht nochmals:
"Die Nachrüstung mit einem Katalysator ist grundsätzlich möglich."
Und bei Deinem Beispiel Bremsen:
"Die Umrüstung von Einkreis- auf Zweikreisbremsanlage kann akzeptiert werden."
Desweiteren ggf. Umbauten von Seilzug auf Hydraulik.
Näheres siehe in diesem Katalog der ausdrückliche Empfehlung für alle TÜV-Stellen ist.

Auch alle gesetzlich erforderlichen Nachrüstungen (Warnblinkanlage, Sicherheitsglas) sins grundsätzlich möglich.


Happy rovering - Birger

BookWood
22.02.2007, 17:15
Hallo Birger,

danke für die Infos. Also da erschließt sich mir wirklich nicht die Gesetzmäßigkeit, nach der der TÜV da vorgeht. Warum ist der KAT erlaubt, wenn sonst alle techn. Verbesserungen nur dann positiv zu begutachten sind, wenn es in späterer Baureihe sowas gegeben hat (Beispiel Servolenkung) oder das ganze schon vor 20 Jahren eingebaut worden sein muß.

Aber so ist das in D, ausnahmsweise Ausnahmen zu den Ausnahmen werden die Regel, die aber dann keiner mehr erkennt. ?(

Viele Grüße,
Peter

Milchbubi
22.02.2007, 18:58
Hallo Freunde,

wir sind nunmal in good old germany........

Der wirklich entscheidende Punkt ist der Ermessensspielraum des Prüfers.
Dr Schwachsinn fing doch schon damals an, als wir vor knapp 30 Jahren von den Amerikanern gebrauchte private Fahrzeuge gekauft haben und um diese Zuzulassen den geregelten Dreiwegekat AUSBAUEN mußten.

Der Wahnsinn treibt seine höchsten Wellen.

Die Gasanlagen wird es wohl unter den neuen Aspekten der Sicherheit wohl in der Form von vor 10 Jahren oder do nicht mehr geben bzw. werden dann nicht mehr eintragungsfähigs sein, weil die Welt der Zulassungsvorschriften sich zwar zeitgleich zu den Sicherheitsbestimmungen wandelt, aber garantiert nicht sinnreich gekoppelt oder vereinfachent für den Verkehrsteilnehmer oder auch für den Prüfer.
Die armen Jungs können dochj auch nicht alle Blüten der Gesetzgebung parat haben, die sind dochj bloß Golf, Cectra und Co. gewöhnt...

Viel Erfolg

Bernd

bom
22.02.2007, 19:11
Original von Schlafmuetze
...Möglicherweise lässt sich so ein Muldentank aber auch irgendwo anders am Fahrzeug sinnvoll anbringen ( z.B. an der Hecktüre mit einer schlichten Ersatzradabdeckung drüber und auf einem stabilen Ersatzradträger wie es die für Defender gibt, wegen des Gewichtes ) - unterm Vordersitz wirds wohl zu eng.
Aber ich fürchte auch bei der Hecklösung wird der nette Herr vom TÜV noch eigene Vorstellungen äussern :D .

Ja, das wird der nette :rolleyes: Herr vom TÜV wohl mal ganz von Stephans höchstwahrscheinlich sehr berechtigten Einwänden gegen Anbringung an beweglichen Teilen abgesehen tun. Die Beförderung von Brennstoffen jeglicher Art ist nämlich an besonders Aufprallgefährdeten Stellen außen am Fahrzeug leider grundsätzlich verboten. Zu diesen Stellen zählt der TÜV sowohl das Heck als auch die Front - die Seiten (weshalb auch immer) wohl aber nicht. Aus diesem Grund wurde es auch schon dem Halter eines historischen Kübelwagens untersagt, in den original, vorne auf den Kotflügeln befestigten Reservekanistern Sprit mitzuführen - gerademal Wasser hat man ihm druchgehen lassen. Wollen wir hoffen, daß das nie in seinem Motor landet... :(
Seite-Ja, Heck-Nein - diese Sesself... :rolleyes: *kopfschüttel*

der bom

PS: zu den Beweglichen Teilen: Ist nicht ds ganze Fahrzeug IRGENDWIE ein bewegliches Teil?! Sind doch keine Imobilien, in die wir da so viel investieren, oder??? 8o

SimonTemplar
28.02.2007, 12:05
Hallo!

War gerade mit meinem 76er Lr88 beim Tüv wegen H-Kennzeichen und Gasanlage.

Der Prüfer hat sich den Landy angesehen und grundsätzlich das o.k. für das H-Kennzeichen gegeben.

Zur Gasanlage gab er auch sein o.k., vorausgesetzt es ist eine ungeregelte Venturi.

Habe mit ihm vereinbart, die Gasanlage einbauen zu lassen und dann die Vollabnahme inkl. H-Kennzeichen und Gasanlageneintragung bei ihm vorzunehmen.

Habe dann auvh gleich einen Anbieter gefunden, der mir die Gasanlage für ca. 900 Euro einbaut.

Werde spätestens in 4 Wochen die Anlage verbauen lassen und dann zum Tüv fahren.

Das wird ein super Sommer :-)

Grüsse aus dem Saarland

Robert

bert
28.02.2007, 13:25
900 ist ein super preis 8o, da könnte ich auch noch schwach werden :rolleyes:
wenn nur der tank nicht so viel platz wegnehmen würde.
wenn man nun den auspuff so umbauen würde, dass der topf längs unter dem fahrer sitz und das rohr noch vor den hinterrad zuende wär,
hätte man den platz für den tank unter der heckwanne... 8)
ob das für den inschinör okay wäre? ?(

Nfstb717
08.06.2007, 13:22
Tach, Zusammen !

Um den Trööt nochmal aufzugreifen - Stephan - immer noch alles klar mit der Gasanlage ? Vor allem würde mich interessieren, wie gut das mit dem Flash-Lube funktioniert.

Einer der Punkte, die mich immer davon abgehalten haben, ist nämlich, daß ich, zusätzlich zur teuren Gasanlage, auch noch teure gehärtete Ventilsitze einbauen lassen müßte.

Ansonsten liebäugele ich nämlich schon immer öfter mit dem Gedanken, den hochempfindlichen, versoffenen, ständig kaputten Turbodiesel aus meinem 110er rauszuschmeißen und den Benziner aus meinem abgewrackten 109er, vielleicht sogar mitsamt Getriebe, da reinzubauen und den dann mit Gas zu fahren.

Bei dem Getriebe überlege ich, ob ich nicht eine Menge sparen könnte, wenn ich wieder zuschaltbaren Allrad mit Freilaufnaben fahre. Das nur nebenbei.

Bis die Tage, Ralph

Stephan2703
08.06.2007, 13:29
Hi,

alles bestens. Der Motor schnurrt wie ein Kätzchen und die Gasanlage läuft problemlos und wartungsfrei. Flash Lube würde ich beim Landy immer empfehlen, kostet nicht viel und funktioniert auch vollkommen wartungsfrei. Habe bis jetzt 1 Liter durchgejagt, ca. 12.000km. Das sind pro 100km 2-3 Cent, also lächerlich. Die ganze Flash Lube Anlage kostet ab 43 Euro(ebay) incl. 1/2 Liter Flash Lube. Kann man selbst einbauen.

Gas war die richtige Entscheidung und ich ärgere mich bei jedem betanken meines Citroens das ich dort nicht auch umgerüstet habe.

Gruß,
Stephan

FrankNMS
05.11.2009, 00:46
...immer noch positive erfahrungen mit LPG ?